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Northeim Urteil gegen Northeimer Salafisten ist rechtskräftig
Die Region Northeim Urteil gegen Northeimer Salafisten ist rechtskräftig
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17:00 29.12.2017
Symbolbild Quelle: dpa
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Northeim

Die Staatsschutzkammer hatte den 27-jährigen Islamisten wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie des vorsätzlichen unerlaubten Umgangs mit explosionsgefährlichen Stoffen zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt. Die Richter sahen es am Ende des dreimonatigen Prozesses als erwiesen an, dass er einen Sprengstoffanschlag gegen Polizisten oder Bundeswehrsoldaten geplant und vorbereitet hatte. Der 27-jährige frühere Rechtsextremist, der vor rund drei Jahren zum Islam konvertiert war, hatte die entsprechenden Materialien besorgt, eine Sprengvorrichtung hergestellt und auch getestet.

Ebenfalls rechtskräftig geworden sind nach Angaben der Gerichtssprecherin das Urteil gegen den 21-jährigen deutschen Mitangeklagten Wladislav S. aus Katlenburg-Lindau (Kreis Northeim) sowie der Freispruch für einen 27-jährigen afghanischen Staatsangehörigen aus Bünde (Westfalen). Wladislav S. hatte nach Überzeugung des Gerichts dem Hauptangeklagten bei den Anschlagsvorbereitungen geholfen. Er muss deshalb 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Dem 27-jährigen Mitangeklagten sei dagegen nicht nachzuweisen gewesen, dass dieser von den Anschlagsplänen gewusst und diese unterstützt habe. Ob auch das Urteil gegen den vierten Angeklagten rechtskräftig ist, wird nach Angaben der Gerichtssprecherin noch geprüft. Das Gericht hatte den

28-jährigen türkischen Staatsangehörigen Alpaslan Ü. aus Köln wegen Beihilfe zu einem Jahr Freiheitsstrafe verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Als Bewährungsauflage muss er 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Die Polizei war erstmals im Sommer 2016 auf Sascha L. aufmerksam geworden. Ein halbes Jahr spät nahmen ihn die Fahnder fest. Kurz zuvor hatte er in einem Park in Northeim einen selbstgebauten Sprengsatz getestet, Wladislav L. hatte ihn dabei gefilmt. Nach den Erkenntnissen der Ermittler verband sie ursprünglich die gemeinsame Vorliebe für den Rechtsextremismus. Nachdem Sascha L. zum Islam konvertiert war, war es der Antisemitismus. Die beiden anderen Angeklagten waren ins Visier der Ermittler geraten, weil sie Sascha L. Geld überwiesen hatten.

Von Heidi Niemann

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