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Northeim Verwaltung setzt Blitzer-Anhänger zur Geschwindigkeitsüberwachung ein
Die Region Northeim Verwaltung setzt Blitzer-Anhänger zur Geschwindigkeitsüberwachung ein
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17:00 16.07.2019
Polizist Dirk Lange Quelle: Filip Donth
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Northeim

Gemeinsam mit Vertretern der Polizei und der Verwaltung präsentierte Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (parteilos) die neue Anlage am Dienstag vor Medienvertretern in Northeim. „Bei 33309 Verkehrsunfällen im Jahr 2018 in dem Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Göttingen bleibt überhöhte Geschwindigkeit weiterhin eine Hauptunfallursache“, unterstrich sie die Notwendigkeit, Geschwindigkeitskontrollen auszuweiten, um die allgemeine Verkehrssicherheit zu erhöhen. Die Anlage solle die bestehenden Messstationen ergänzen.

Der Blitzer ähnelt vom Äußeren einem Autohänger, besitzt ein KfZ-Kennzeichen, ist als Anhänger zugelassen und kann an Autos gekoppelt werden, um den Standort zu ändern. „Wir können damit insbesondere auf die Wünsche vieler Bürgerinnen und Bürger nach Geschwindigkeitsmessungen in Ortsdurchfahrten und nach Messungen gerade in den Abend-, Nacht- und Morgenstunden nachkommen“, erläuterte Klinkert-Kittel die Vorteile des mobilen Blitzers.

Obwohl der Blitzer-Anhänger mit einem normalen Autoanhänger viele Gemeinsamkeiten hat, gelten für ihn Ausnahmeregelungen. So darf er von der Kommune gemäß Straßenverkehrsordnung beispielsweise in gebührenpflichtigen Parkräumen abgestellt werden, ohne dass dafür bezahlt werden muss. Der Grund: Die Kommune geht in diesen Fällen ordnungsrechtlichen Aufgaben nach.

Monatliche Kosten betragen 7000 Euro

Zwischen Juli 2017 und Februar 2018 hatte die Verwaltung verschiedene Modelle getestet. Die Wahl fiel schließlich auf das Modell „Enforcement Trailer“ der Firma Vitronic, das auch „ALICE“ genannt wird (Autonomous Lidar Concept for Enforcement). Die Anlage ist vom Landkreis für eine Dauer von fünf Jahren geleast und kostet im Monat 7000 Euro. Sie kann auf vier Bahnen gleichzeitig die Geschwindigkeit messen. Der Blitzer ist zehn Tage am Stück einsetzbar, bevor die Batterie aufgeladen werden muss.

Die Anlage ist mit einer schusssicheren Außenhülle gepanzert, um die Technik vor Vandalismus zu schützen. Die Deichselabdeckung und die Räder, die beim Absenken unter dem Anhänger verschwinden, sollen verhindern, dass der Blitzer-Anhänger gestohlen wird. Zudem ist „ALICE“ alarmgesichert: Kommune, Polizei und Hersteller werden informiert, sobald die Anlage beschädigt wird.

„Wir sehen die Anschaffung sehr positiv. Der Landkreis und wir verfolgen ein gemeinsames Ziel: Die Verkehrsunfallzahlen sollen sinken. Das versuchen wir durch Druck auf die Verkehrsteilnehmer zu erreichen, die ein Bewusstsein dafür entwickeln sollen, langsamer zu fahren“, sagte Dirk Lange, Leiter der Verfügungseinheit der Polizei Northeim. „Wir wollen gewährleisten, dass im gesamten Landkreis geblitzt werden kann, auch an entlegeneren Orten“, so Lange.

Standort soll mehrmals wöchentlich wechseln

Der Standort von „ALICE“ solle mindestens einmal pro Woche wechseln, sagte Thomas Keufner, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Ordnungsangelegenheiten des Landkreises Northeim. „Wenn wir feststellen, dass die Anlage an einem Standort keine Fotos macht, ist das für uns ein gutes Zeichen. Dann wird die Messung an dieser Stelle nicht zwingend benötigt“, erklärte Keufner.

Die Einsatzorte sollen mit der Polizei und den jeweiligen Gemeinden abgestimmt und eine Woche zuvor veröffentlicht werden. Bürger haben die Möglichkeit, per Mail (blitzer@landkreis-northeim.de) Wünsche an die Verwaltung zu richten, wo der Blitzer zum Einsatz kommen soll. Am kommenden Montag, 22. Juli, kommt „ALICE“ erstmals in Lüttgenrode zum Einsatz.

Von Filip Donth

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