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Northeim Wildpark Hardegsen bekommt Erdmännchengehege
Die Region Northeim Wildpark Hardegsen bekommt Erdmännchengehege
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07:00 13.12.2018
Leben in Kolonien von bis zu 30 Tieren: die geselligen Erdmännchen. Quelle: Kraufmann/Susanne Kern
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Hardegsen

Zwei, drei Erdmännchen klettern immer auf einen Stein oder einen Erdhügel und beobachten von dort, auf den Hinterbeinen sitzend, mit großen Augen die Umgebung. Wittern sie Gefahr, verschwindet auf ihr Bellen hin blitzschnell die ganze, bis zu 30 Tiere umfassende Kolonie im Erdbau. Eine Gruppe Erdmännchen, wie es sie zum Beispiel im Tierpark Sababurg gibt, will Hardegsen im städtischen Wildgehege ansiedeln.

Empfangsgebäude angeregt durch Wolfgang Rohe

„Die Idee kam bereits 2015 bei der 50-Jahr-Feier des Parks auf“, berichtet Bürgermeister Michael Kaiser (parteilos). Nun solle sie zusammen mit dem Bau des Empfangsgebäudes umgesetzt werden. Das Empfangsgebäude habe Professor Wolfgang Rohe von der Göttinger Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst angeregt. Weitere Ideen zur Aufwertung des Parks hätten von ihm betreute Studierende der Fakultät Ressourcenmanagement seit 2016 zusammengetragen.

„Voraussetzung für Weiterentwicklung des Parks war die Abrundung des Areals durch zwei Grundstückskäufe in diesem Jahr“, führt Kaiser aus. Die Stadt habe zum einen ein 37.000 Quadratmeter großes Areal erworben, das den oberen und unteren Teil des Parks miteinander verbinde. Der Eigentümer sei zunächst strikt gegen einen Verkauf gewesen. Unter Vermittlung von Professor Rohe habe er seine Meinung geändert und das Grundstück für 75.000 Euro an die Stadt abgetreten. Außerdem habe Hardegsen noch eine 4650 Quadratmeter große Fläche für 6700 Euro gekauft.

Weg durch Talkessel geplant

„Damit ist nun mittelfristig auch der Bau eines anderthalb Kilometer langen Wegs durch den Talkessel sowie eines 350 Meter langen Verbindungswegs zwischen dem oberen und dem unteren Teil des Parks möglich“, führt der Bürgermeister aus. Abschnitte müssten aufgrund des sumpfigen Geländes wohl auf Stelzen geführt werden. Im oberen Bereich, wo es steil werde, seien wahrscheinlich Serpentinen notwendig.

„Zunächst einmal steht nun die Planung des Empfangsgebäudes und des Erdmännchengeheges an“, sagt Kaiser. Die Verwaltung wolle mindestens 50.000 Euro an Fördergeldern und Spenden einwerben. Um Einnahmen zu erzielen, habe der Arbeitskreis Wildpark Windlichter, Postkarten und einen Kalender mit Wildparkmotiven erstellt. Möglicherweise könne im Herbst 2019 mit dem Bau begonnen werden.

Ideenwettbewerb für neues Logo

„Der Park soll zudem ein neues Logo erhalten“, führt der Bürgermeister aus. Bei einem Ideenwettbewerb seien sechs Vorschläge eingegangen. Über sie befinde im Januar eine Jury, der Vertreter der Verwaltung, der Politik und des Marketings angehörten.

In dem idyllisch im Espoldetal gelegenen Park leben rund 150 Tiere. Neben Frettchen, Pfauen und heimischem Schaldenwild gibt es seit 2018 drei zentralasiatische Davidshirsche zu sehen. Auf der Streichelwiese leben Zwergziegen und Hängebauchschweine, Esel und Ponys. Die Zahl der Besucher beläuft sich auf jährlich 25.000 bis 30.000 Bürger – nicht zuletzt aus Göttingen.

Von Michael Caspar

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