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Northeim Zusteller stehlen Pakete im Wert von 10 000 Euro
Die Region Northeim Zusteller stehlen Pakete im Wert von 10 000 Euro
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00:23 07.06.2019
Pakete vor der Sortierung. Quelle: dpa
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Würzburg / Northeim

Wenige Tage vor Weihnachten 2018 haben zwei Paketzusteller Sendungen mit „interessantem Absender“ im Großraum Northeim und Duderstadt nicht zugestellt, sondern in ihr Privatfahrzeug geladen. Sie haben auch Pakete gestohlen, die Zusteller anderer Paket-Dienste auf Grundstücken deponiert hatten, weil die Empfänger nicht zuhause waren. Logistisch unterstützt hat der Cousin von einem der Zusteller die beiden.

Die Männer, rumänische Staatsangehörige im Alter zwischen 24 und 28 Jahren, sind seit sechs Monaten in Untersuchungshaft. Nun hat sie ein Schöffengericht in Würzburg als Bande verurteilt: Wegen Diebstahl und Unterschlagung in 30 Fällen zu Freiheitsstrafen von 14, 20 und 22 Monaten ohne Bewährung. Die Tatorte lagen ausnahmslos im Großraum Northeim und Duderstadt , die Zusteller waren bei einem Subunternehmer eines großen Paketdienstes beschäftigt.

Waren im Wert von etwa 10 000 Euro

Auf der Fahrt nach Rumänien ist das Trio an der Autobahnraststätte Riedener Wald in der Nähe von Würzburg kontrolliert und festgenommen worden. Deshalb wurde ihr Fall auch vor dem Schöffengericht Würzburg verhandelt.

Ihr privater Kombi sei, so ein Polizeibeamter vor Gericht, „schon mit bloßem Auge erkennbar“ schwer überladen gewesen. An Bord hatten die Männer angeblich gekaufte Weihnachtsgeschenke für ihre Familien und Freunde, vom Akku-Schrauber und –Bohrer über einen Generator, Kleidung und Schuhe bis zum Laptop, Kinderspielzeug, Unterwäsche, Fernsehgeräten, Hundeknochen und Balsam zur Euterpflege: Waren im Wert von etwa 10 000 Euro. Doch auf die warteten Besteller vor Weihnachten vergeblich.

Von Bohrmaschine bis Euter-Balsam

Für die Diebstahl-Serie hatten die beiden Zusteller vor Gericht eine Begründung: Der Subunternehmer, für den sie fuhren, habe ihnen den zugesagten Lohn überhaupt nicht oder nur einen Teilbetrag mit Verspätung ausgezahlt. Das Geld habe nur fürs Essen gereicht, es sei nichts übrig geblieben. Deswegen, so die Angeklagten, nahmen sie sich, was ihnen ihrer Meinung nach zustand. Die Ware wollten sie in Rumänien nicht verkaufen, sondern als Geschenke bei ihren Familien, Freunden und Bekannten unter den Weihnachtsbaum legen.

Ab drei Personen eine Bande

Ohne Erfolg haben die beiden Paketzusteller den dritten Mann aus der Sache heraushalten wollen. Der habe nur beim Umladen geholfen, versicherten sie, aber nicht gewusst, worum es geht. Im deutschen Strafrecht gehören zu einer Bande mindestens drei Personen. Der Tatbestand erhöht, wie in diesem Fall, die Strafen. Richter Thomas Behl kritisierte deutlich, dass ein Subunternehmer Paketzusteller einstellte, die weder ein bisschen Deutsch sprechen noch einen Wohnsitz in Deutschland haben.

Von Franz Barthel

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