Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Osterode Osteroder Traditionsunternehmen feiert
Die Region Osterode Osteroder Traditionsunternehmen feiert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:59 02.09.2019
Viele Gäste waren der Einladung zum Sommerfest rund um den Pillerbrunnen an der Stadthalle gefolgt. Quelle: Michael Paetzold
Anzeige
Osterode

Jubiläumsfest rund um den Pillerbrunnen: Wohl nur selten hat man so viele Feiernde im Osteroder Kurpark gesehen, die ab dem frühen Nachmittag ein buntes Programm erlebten, das mit einer Liveband und einer Lasershow, extra für das Osteroder Unternehmen Piller kreiert, seinen Höhepunkt fand. Hintergrund der Festivitäten war das 100-jährige Bestehen des Osteroder Traditionsunternehmens.

Mit dem Eintrag der englischen Investorenfamilie Langley in das Goldene Buch der Stadt hatten am Vormittag die Feierlichkeiten begonnen. Es schloss sich ein Festakt in der Stadthalle an (wir berichteten), ehe dann das große Fest für die Öffentlichkeit rund um den Pillerbrunnen startete. Mehr als 600 Pilleraner waren in die Stadthalle gekommen, dazu Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung, Politik, Repräsentanten von Bildungseinrichtungen, Gewerkschaft und Gesellschaft.

Eng verbunden mit dem Standort

In der Stadthalle demonstrierte Moderator Jan Fragel dem Publikum plakativ, was ohne die Produkte des Osteroder Unternehmens passieren kann. Das Licht in der Stadthalle erlosch, so wie große Banken, Institutionen und Konzerne in Krisen lahmgelegt würden, wären da nicht die unterbrechungsfreien Stromversorgungssysteme mit Leistungen größer als 500 Kilowatt, die im Osteroder Werk entstehen und in die ganze Welt gehen. Tony Langley, Vorsitzender der Langley Holdings Gruppe, die Piller 2005 von der RWE AG übernommen hatte und Piller nach schwierigen Zeiten nun wieder als Familienbetrieb erfolgreich machte, betonte seine Verbundenheit zum Standort. Auf Englisch: „Ich bin stolz, zu sagen, inzwischen ein Einwohner Osterodes geworden zu sein“, und auf Deutsch: „Ich bin ein Pilleraner.“ Der Applaus der Anwesenden war ihm sicher.

Damit sprach Tony Langley aber auch eine Besonderheit des Unternehmens an, auf die der Geschäftsführer Dr. Detlev Seidel zuvor abgehoben hatte, den sogenannten Piller-Virus, der eine Großzahl der Mitarbeiter erfasse und für eine enge Bindung zum Unternehmen stehe: „Wie wir ticken, ist schon einzigartig und besonders“, sagte er.

Stolz auf die Leistungen

Dr. Seidel stellte das Unternehmen in den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext vor Ort und hob die Bedeutung der guten Vernetzung in der gesamten Region heraus. An die Adresse der vielen Netzwerkpartner sagte er: „Hier kann man gut zusammenarbeiten.“ Dazu zählte er nicht nur die Wirtschaft oder Verwaltungen, sondern auch die Bildungseinrichtungen wie Schulen, deren Leiterinnen und Leiter in großer Zahl erschienen waren. Weiterbildung und Ausbildung ist bei Piller ein wichtiges Thema.

Stolz könnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter laut Seidel sein auf ihre Leistung, auf das was aufgebaut wurde, auf die vielen positiven Rückmeldungen zufriedener ausländischer Kunden und auf das Wohlergehen der Stadt Osterode. Diesen Stolz, so verdeutlichte Dr. Seidel, empfinden viele Mitarbeiter, was auch die geringe Fluktuation im Betrieb belege. Lösungskompetenz, Verlässlichkeit und Kundenorientiertheit: Diese Komponenten zusammen mit den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern machten den Erfolg von Piller aus. Wichtig war auch Dr. Seidel, zu bekräftigen, wie eng sich das Unternehmen mit der attraktiven Region und dem Standort verbunden fühlt.

Aufschrei der Zufriedenen

In lockerem Plauderton tauschten sich dann Landrat Bernhard Reuter und der Osteroder Bürgermeister mit dem Moderator aus, lobten die hochwertigen Arbeitsplätze des Unternehmens, die, so Reuter; für den ländlichen Raum wichtig seien, während Becker launig über seine ersten Berührungen mit dem Jubilar als Praktikant bei Piller berichtete und schon damals den „Spirit“ des Unternehmens gespürt zu haben glaubte. Becker griff den Faden von Dr. Seidel auf, der den Standort Osterode gelobt hatte und verwies auf die guten Strukturen: „Was wir brauchen ist ein Aufschrei der Zufriedenen“, wand er sich gegen jene, die Osterode stets schlechtreden.

Gefragt nach der Bedeutung von Unternehmen wie Piller hob der Landrat heraus: „Unsere Mittelzentren leben von ihren industriellen Kernen. Ihre Innovationskraft ist unerlässlich für die Zukunft.“ Probleme für die Betriebe sieht Reuter künftig weniger in konjunkturellen Verwerfungen als im Fachkräftemangel, dem man im Landkreis Göttingen mit gezielten Maßnahmen entgegensteuere.

Von Michael Paetzold

Etwa 60 Feuerwehrwehrleute sind am Sonntagabend bei Neuhof im Einsatz gewesen. Der Grund: Rund 150 Strohballen standen im Flammen.

02.09.2019

Wegen Bauarbeiten wird der Butterbergtunnel in Osterode für etwa zwei Monate voll gesperrt. Darüber hinaus gilt ein Halteverbot.

28.08.2019
Osterode „Blick zurück bringt nur Verlierer“ Debatte um Vor- und Nachteile kommunaler Fusionen

Möglicher Zusammenschluss der Städte Bad Sachsa und Bad Lauterberg sowie der Gemeinde Walkenried: Kreisrat Marcel Riethig diskutiert über die Vor- und Nachteile kommunaler Fusionen.

27.08.2019