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Osterode Altkreis Osterode: Straßen gesperrt und die Schule fällt aus
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20:24 10.02.2020
Die Straße nach Riefensbeek musste, wie viele andere auch, gesperrt werden. Quelle: Michael Paetzold
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Osterode

War das ein Getöse in der Nacht von Sonntag auf Montag: Das Sturmtief Sabine fegte über den Harz und sorgte für reichlich Schäden. Die Schulen und viele Kitas im Landkreis Göttingen blieben am Montag geschlossen, offizielle Termine und Treffen wurde sicherheitshalber abgesagt.

Doch so schlimm wie befürchtet kam es dann doch nicht, im Altkreis Osterode war das Einsatzgeschehen laut der Feuerwehr überschaubar. So rückten die Wehrleute in Osterode mit der ersten Alarmierung am Sonntag gegen 21.45 Uhr aus. Gleichzeitig wurde, wie in anderen Gemeinden auch, eine Führungsstelle mit Ansprechpartnern für die Leitstelle eingerichtet, die die Einsätze koordinierte.

So wurde die B498 zwischen Osterode und Riefensbeek am Abend zunächst gesperrt. „Dort zu arbeiten war in der Nacht einfach zu gefährlich“, verdeutlicht Ortsbrandmeister Thomas Riedel. Im Hund­scher Weg in Osterode hatte der Sturm Gebäudeteile auf die Straße geworfen. Die K427 von Herzberg nach Osterode war in Höhe Düna wegen umgestürzter Bäume ebenso gesperrt wie die K426 Lerbach/Heiligenstock. Einsätze gab es laut Marcus Herzberg (Kreisfeuerwehrverband) zudem im Bereich von Herzberg. Auch hier war Schlimmeres erwartet worden.

Gegen 5 Uhr morgens stürzte am Montag ein Strommast auf den kommunalen Verbindungsweg an der Mülldeponie zwischen Schwiegershausen und Hattorf. Für die Aufräumarbeiten sperrte der Bauhof der Stadt Osterode die Straße ab, der Schaden wird von der Harz Energie behoben. Auch in anderen Teilen des Altkreises Osterode wie auf dem Ravensberg bei Bad Sachsa und in Wieda (Käseberg) stürzten in Folge des Sturmtiefs Äste herab und Bäume blockierten Straßen. In der Polizeidirektion Göttingen gab es für die Beamten insgesamt 269 sturmbedingte Einsätze.

Streifenwagen kollidiert mit umgekipptem Baum

Auf der A7 war am Sonntagabend ein Streifenwagen der Polizei mit einem umgekippten Baum kollidiert. Bei dem Zusammenstoß wurden zwei Polizisten verletzt. Auf dem Brocken wurden Orkanböen mit 171 Kilometer pro Stunde gemessen, meldet die Deutsche Presseagentur. Verkehrsbehinderungen gab es am Montagmorgen unter anderem noch auf der B4 nahe Torfhaus.

Im Vorfeld des Sturmtiefs waren überall im Kreis Göttingen die THW-Ortsverbände informiert worden, um bei der Bewältigung von möglichen Sturmschäden zu unterstützen. In Osterode musste das Technische Hilfswerk nicht eingreifen, „die anfallenden Aufräumarbeiten waren bei den Feuerwehren in besten Händen“, sagte der THW-Ortsbeauftragte Carsten Schmidt.

Große Sorgen hatten sich die Forstwirte um ihre durch Trockenheit und Borkenkäfer ohnehin geschwächten Bestände gemacht. Für den Osteroder Stadtwald gab Förster Rudolf Buff Entwarnung, die Schäden waren gering, sie sind für den Bestand ohne Bedeutung.

In den Landesforsten dauern die Aufräumarbeiten allerdings an, wo man sich zunächst auf das Freischneiden der öffentlichen Straßen fokussiert. „Das wird noch Tage dauern“, berichtet Pressesprecher Michael Rudolf. Am Mittwoch will man sich mit den Forstämtern treffen und eine erste Schadensbilanz aufstellen. Derzeit kann darüber noch nichts gesagt werden, weil man die Flächen nicht in Augenschein nehmen konnte. Die Landesforsten warnen vor Spaziergängen im Wald auch nach Abflauen des Sturmes, bis die Aufräumarbeiten abgeschlossen sind.

Landkreis Goslar ist mit blauem Auge davongekommen

Das Sturmtief „Sabine“, das auch über den Harz mit Orkanböen mit einer Stärke von bis zu 167 (Brocken) und 163 Stundenkilometern (Bad HarzburgBurgberg) hinwegfegte, hat vor allem am Sonntag die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei gefordert.

Insgesamt geht Goslars Kreisbrandmeister Uwe Fricke von mehr als 200 sturmbedingten Einsätzen aus. „Bei den meisten der Einsätze handelte es sich um typische Sturmschäden wie umgeknickte Bäume, die vor allem im Oberharz zur Sperrung mehrerer Straßen führten. Grundsätzlich lässt sich zusammenfassend sagen, dass wir im Vergleich zu ähnlichen Sturmlagen dieses Mal mit einem blauen Auge davongekommen sind“, berichtet Fricke.

Zu einem größeren Einsatz kam es in Seesen, wo das Dach einer Industriehalle beschädigt wurde. Im Okertal meldeten mehrere Anrufer am Sonntagabend gegen 19.30 Uhr Feuerschein. Nach schwieriger Suche konnte der Auslöser auf der Bundesstraße 498 zwischen Oker und Romkerhall ausgemacht werden. Eine Stromleitung war unter Funkenbildung gerissen und anschließend zu Boden gefallen.

Der Energieversorger sicherte die Leitung. Die Technische Einsatzleitung (TEL) war im Dreischichtbetrieb 22 Stunden im Einsatz. Neben der Feuerwehr waren die Polizei, das DRK, die IT-Abteilung des Landkreises und das Technische Hilfswerk als Fachberater im Einsatzstab vertreten. Landrat Thomas Brych zeigt sich erleichtert, dass keine Verletzten zu beklagen sind.

Am Montag waren noch die B498 Oker/Altenau und die K38 Clausthal/Altenau, die K35 Wolfshagen/Lauthental, die K46 Bettingerode/ Eckertal, die B241 Goslar/Kreuzeck, die B4 Roteshütte/Hohegeiß, die L500 Posthofkreuzung Upen/Ostharingen und die L519 St. Andreasberg/Sonnenberg gesperrt.

Von Michael Paetzold

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