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Osterode Bauhistorie des Mönchsklosters nachvollziehen
Die Region Osterode Bauhistorie des Mönchsklosters nachvollziehen
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21:32 12.09.2019
In mühevoller Handarbeit erfolgt die Grabung in den Feldern. Quelle: Thorsten Berthold
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Walkenried

Ein Puzzle mit Teilen aus verschiedenen Jahrhunderten zusammensetzen, Informationen von Grabungen aus dem Jahr 1900 sowie den 1970er bis 1990er Jahren – und den aktuellen Arbeiten zusammenfügen: das war die Aufgabe, der sich 20 Architektur-Studierende in den vergangenen beiden Wochen im Kloster Walkenried bei einer Lehrgrabung stellten. Unter der Leitung von Dr. Markus C. Blaich, stellvertretender Leiter der Abteilung Archäologie des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege Hannover, zugleich Lehrbeauftragter an der Hochschule, galt es dabei für die angehenden Architekten vor allem, sich den Weg zur Information selbst, und dann auch passend digital, aufzuarbeiten.

Der Weg dorthin war dabei alles andere als einfach: Behutsam und vorsichtig galt es bei den Grabungsflächen die Erdschichten abzutragen, nach Fundstücken zu suchen. „Es ist so ein bisschen wie eine Suche im Nebel. Dabei will man schnell vorankommen und muss gleichzeitig größte Vorsicht walten lassen“, beschreibt Student Alexander Keuchel das Vorgehen.

Mauerreste gefunden

Seine Kommilitonen und er waren dabei, an einer Stelle die Grundmauern eines ehemaligen Nebengebäudes im Bereich der Infirmariumskapelle, dem Mönchskrankenhaus, freizulegen – das aber unter erschwerten Bedingungen. Aufgrund der Kanalisation, die in der Zwischenzeit in dem Bereich verlegt wurde, wurden die Spuren der Mauer, die man gefunden hatte, abgeschnitten.

Gelohnt hat sich die Arbeit in dem Bereich aber dennoch: Es wurden Mauerreste gefunden, die mittels der sogenannten Kletterschaltechnik, bei der Feldsteine und Gipsmörtel in Holzkästen übereinander geschichtet werden, erbaut wurden. „Im Kloster Walkenried ist ein Nachweis für diese Bauart bislang einzigartig“, freute sich auch Kuratorin Dr. Brigitte Moritz, die mit Wendy Eixler, Leiterin des Zisterziensermuseums, die Arbeiten verfolgte.

Tiefergehende Grabungen notwendig

Im Fundeimer an den Grabungsstellen findet sich aber auch manch Kurioses: eine alte Schnapsflasche, ein Teil eines Löffels, Keramik mit dem Schick der 1950er Jahre. Aber auch Besonderes wie überaus bunte Glasschmelze sichern die Studenten – und am westlichen Teil der Klosterruine gar ein vermutetes Stück einer Bodenfliese der ehemaligen Kirche. „Wir haben einige andere Stücke im Fundus, damit können wir abgleichen“, erklärt Dr. Moritz.

Gerade im Teil an der ehemaligen Kirche hatte man sich von der Grabung viel versprochen, versuchte man doch dort an den Resten eines freigelegten Pfeilers Hinweise auf den vermuteten romanischen Bau unter dem bekannten gotischen Teil zu finden. Einige vielversprechende Spuren wurden zwar gefunden, „um wirklich sicher zu gehen, müssen wir bei den Grabungen aber noch deutlich tiefer gehen“, betont Dr. Blaich.

Dafür haben er und die Studenten noch einiges an Zeit: Für die kommenden drei Jahre wurden etwa 300.000 Euro an Fördermitteln bewilligt. Unter anderem wird man damit im Jahr 2020 mit der Universität Heidelberg mit Drohnen das Klostergelände vermessen und kartieren.

Von Thorsten Berthold

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