Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Osterode Coronavirus: Wie digitale Angebote helfen, in Kontakt zu bleiben
Die Region Osterode Coronavirus: Wie digitale Angebote helfen, in Kontakt zu bleiben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
10:34 24.03.2020
Mit dem Tablet oder Smartphone gibt es verschiedene Möglichkeiten über Apps miteinander in Kontakt zu treten, ohne dabei an einem Ort sein zu müssen. Quelle: dpa
Anzeige
Region

Experten sind sich einig, dass eine konsequente räumliche Distanzierung (engl. social distancing) das beste Mittel ist, das Coronavirus auszuhungern, um eine exponentielle Ausbreitung zu verhindern.

Deshalb haben Politiker in Bund und Ländern in den vergangenen Tagen verstärkt dazu aufgerufen, soziale Kontakte so weit wie möglich einzuschränken.

Digitale Angebote wie WhatsApp, FaceTime, Skype und Instagram können dabei helfen, trotz räumlicher Distanz mit Familie und Freunden in Kontakt zu bleiben und die soziale Herausforderung der freiwilligen oder verordneten Isolation zu meistern. Und wer sich selbst die Installation der digitalen Helfer nicht zutraut, für den gibt es einen kleinen Helfer: Dank „TeamViewer“ können Freunde und Verwandte dabei helfen die Anwendungen zu bedienen.

Digitale Lösungen

Voraussetzung für die Nutzung dieser kostenlosen Angebote ist ein Smartphone, ein Tablet, ein Laptop oder ein stationärer Computer mit einer funktionierenden Internetverbindung. Diese kann über einen WLAN-Zugang oder eine mobile Datenverbindung hergestellt werden. Letztere ist gewöhnlich bereits als festes Datenkontingent im Tarif des Mobilfunkanbieters enthalten. Ist das monatliche Datenvolumen erschöpft, kann die Übertragungsgeschwindigkeit gesenkt werden oder es können zusätzliche Kosten entstehen.

Angebote für den PC können in der Regel über die Internetauftritte der Anbieter heruntergeladen oder genutzt werden. Alternativen für Smartphones und Tablets lassen sich über einen vorinstallierten App-Shop herunterladen. Auf I-Phones heißt dieser Shop „App Store”, auf Android-Smartphones „Play Store”. Je nach Betriebssystem können die Schaltflächen innerhalb der Apps leicht voneinander abweichen. Schritt-für-Schritt-Anleitungen Im Folgenden ist schrittweise genau erklärt, wie die einzelnen Angebote gefunden, installiert und genutzt werden können.

WhatsApp

Um die Messenger-App WhatsApp nutzen zu können, wird ein Smartphone oder ein Tablet mit einer funktionierenden Internetverbindung benötigt.

Die App WhatsApp muss über den App-Shop des jeweiligen Anbieters heruntergeladen werden. Für die Anmeldung wird die eigene Handynummer benötigt. Wird das grüne Symbol der App angewählt, öffnen sich die Chatübersichten.

Damit der Chat mit einer Person gestartet werden kann, muss die Nummer dieser Person in der Kontaktliste des jeweiligen Smartphones gespeichert sein. Um der ausgewählten Person zu schreiben, wird WhatsApp geöffnet und das Symbol für eine neue Nachricht betätigt. Bei Apple-Geräten ist dies auf dem iPhone ein Stift-Symbol in der oberen rechten Ecke, bei Android-Geräten ein Sprechblasen-Symbol unten rechts.

Dies ist die Chatübersicht auf dem iPhone. Um einen neuen Chat anzulegen, muss das blaue Symbol mit dem Stift oben rechts ausgewählt werden. Quelle: Screenshot

In dem sich öffnenden Fenster kann dann der gewünschte Kontakt ausgewählt werden. Dadurch öffnet sich der Chat. Von dieser Seite aus kann entweder eine Textnachricht gesendet werden, indem in das freie Feld im unteren Bereich geklickt und die Nachricht eingetippt wird, oder es wird eine Sprachnachricht versendet.

Eine Sprachnachricht wird über das Mikrofon-Symbol unten rechts versendet. Ein Anruf wird über das Telefon-Symbol oben rechts getätigt und ein Videoanruf über das Kamera-Symbol daneben. Hier bitte auch alles unkenntlich. Quelle: Screenshot

Soll eine Sprachaufnahme versendet werden, wird das Mikrofon-Symbol, unten rechts, gedrückt, und gedrückt gehalten, während gesprochen wird. Soll es eine längere Aufnahme werden, kann, durch Nach-oben-Ziehen des Symbols, auf das Halten der Taste verzichtet werden. Zum Senden der Nachricht wird das Symbol losgelassen, wenn es gedrückt gehalten wurde, oder das blaue beziehungsweise grüne Pfeilsymbol ausgewählt.

Anrufe und Videoanrufe

Um einen Anruf oder einen Videoanruf über WhatsApp zu starten, muss der Chat der Person ausgewählt werden, mit der man sprechen möchte. Neben dem Namen der Person befinden sich zwei blaue beziehungsweise grüne Symbole: Eine Kamera und ein Telefonhörer. Zum Starten eines Anrufes muss der Telefonhörer ausgewählt werden, dadurch wird die andere Person angerufen.

Bei einem eingehenden Anruf muss das Telefon-Symbol gedrückt werden, welches im unteren Bereich des Smartphones erscheint, um das Gespräch anzunehmen. Um einen Videoanruf zu starten, muss das Kamera-Symbol gedrückt werden. Das weitere Vorgehen gleicht dem eines normalen Anrufs, allerdings können sich die beteiligten Personen nun sehen.

Hier bekommen Sie das Tool

Face Time

Bei Face Time handelt es sich um eine vorinstallierte App auf Apple-Endgeräten, wie dem I-Phone oder dem I-Pad.

Ähnlich, wie bei einem Videoanruf über WhatsApp, können andere Menschen über FaceTime kostenlos angerufen und live auf dem Display gesehen werden. Dafür benötigen sowohl der Anrufer als auch der Empfänger ein Apple-Gerät. Zuerst muss die Person unter „Kontakte“ ausgewählt werden, mit der telefoniert werden soll.

Dann muss das Kamera-Symbol angeklickt werden, welches neben der Funktion „FaceTime“ erscheint. Dann wird die Verbindung zu der Person aufgebaut.

Snapchat

Die Smartphone-App Snapchat lässt sich sowohl über die App-Shops als auch über die Website von Snapchat (snapchat.com) herunterladen, benötigt wird lediglich eine Handynummer. Die Eigenart von Snapchat liegt darin, dass sich versendete Fotos, Videos und Nachrichten nach dem Anschauen selbst zerstören.

Bei der Registrierung fragt Snapchat nach Berechtigungen für Funktionen, die die App benutzt.  Quelle: Screenshot

Beim erstmaligen Öffnen der App besteht die Wahl zwischen „Anmelden“ und „Registrieren“ – Letzteres ergibt Sinn, sollte noch kein Benutzerkonto vorliegen. Die App führt daraufhin durch die Erstellung eines Kontos und fragt nach Berechtigungen für Kontakte, Fotos, Telefon und Audioaufnahmen: Funktionen, mit denen sie arbeitet. Anschließend wird ein Benutzername ausgewählt und schon geht es los.

Um Snapchat sinnvoll nutzen zu können, braucht die App Zugriff auf Kontakte. Das ist entweder während des Anlegens eines Benutzerkontos möglich, oder im Nachhinein: Nach dem Öffnen der Snapchat-App in der Suchleiste oben auf das „Freunde finden“-Symbol tippen (Person mit Plus-Zeichen). Auch über die Funktion „Chat“, unten links auf dem Bildschirm, werden Vorschläge für mögliche Kontakte aus den auf dem Gerät gespeicherten Handynummern gemacht. Über diese Funktion können auch neue Unterhaltungen gestartet und schon bestehende Chat-Verläufe weiter verfolgt werden.

Der Kameramodus von Snapchat. Über den runden Knopf unten können Aufnahmen gemacht werden. Unten links lässt sich die Chat-Übersicht aufrufen, oben in der Suchzeile können neue Freunde hinzugefügt werden. Quelle: Screenshot

Insgesamt funktioniert die App ähnlich wie die Kamera auf den meisten Smartphones: Fotos, so genannte „Snaps“ werden über den großen Knopf unten im Bildschirm gemacht – dafür wird einmal kurz darauf gedrückt. Für ein Video muss der Knopf zehn Sekunden gedrückt bleiben. Falls Bild-Effekte gewünscht sind, lassen sich diese über den Smiley-Knopf neben der Aufnahme-Taste hinzufügen. Nach der Aufnahme gibt es noch die Möglichkeit für Filter und das Bearbeiten der Snaps über verschiedene Funktionen.

Ein Klick auf das „Senden an“-Symbol (weißer Pfeil auf blauem Untergrund) genügt, um die Aufnahme an den ausgewählten Chat zu verschicken. Wahlweise können Snaps auch als „Story“ gespeichert werden, sodass sie 24 Stunden für Freunde sichtbar sind.

Instagram

Instagram gehört zu den Sozialen Netzwerken und ist über die Internet-Adresse instagram.com erreichbar. Die dazugehörige App kann über den App-Shop des Smartphones heruntergeladen werden. Die App wird benötigt, um Aufnahmen für den eigenen Account aufzunehmen. Für die Registrierung wird Handynummer oder E-Mail Adresse benötigt, wahlweise kann auch ein bereits bestehendes Facebook-Konto genutzt und verknüpft werden.

Der Startbildschirm der Instagram-App. Oben sind die Storys der abonnierten Kanäle zu sehen. Mit dem Kreuz unten können Fotos aufgenommen werden. Quelle: Screenshot

Auf Instagram lassen sich Kanäle, etwa von Nachrichtenportalen, und Personen, Verwandte, Freunde oder auch Prominente, abonnieren: Über die Suchfunktion kann einfach nach interessanten Kanälen gesucht werden. Danach deren Seite anwählen und auf "Folgen" klicken. Der Kanal oder die Person wurde somit „abonniert” und dessen/deren neueste Nachrichten werden auf der eigenen Startseite angezeigt. Haupt-Medium zur Kommunikation sind Fotos und Videos.

Auch mit Freunden chatten, also Textnachrichten zu verschicken, ist bei Instagram möglich. Bitte Namen unkenntlich machen. Quelle: Screenshot

Außerdem hat sich Instagram von Snapchat das „Story“-Format abgeguckt, bei welchem ausgewählte Aufnahmen in einer Fotogeschichte gebündelt werden können. Das Prinzip der Aufnahme-Funktion ähnelt ebenfalls dem von Snapchat: Für ein Foto die Kamerafunktion der Instagram-App öffnen (das Plus unten in der Leiste der App) und einmal auf den großen Aufnahme-Knopf unten im Bildschirm des Smartphones drücken, für ein Video den Knopf 10 Sekunden gedrückt halten. Danach lassen sich die Aufnahmen bearbeiten und hochladen. Einmal hochgeladen sind sie für alle sichtbar, die auf den Account klicken.

Das ist ein Chatfenster. Unten lassen sich Fotos aufnehmen, Nachrichten schreiben, Sprachnachrichten aufnehmen oder Bilder und “Sticker” verschicken.  Quelle: Screenshot

Schutz der Privatsphäre

Den eigenen Account auf „privat“ setzen, sodass nur ausgewählte Personen auf die hochgeladenen Dateien zugreifen können, funktioniert über die Option „Profil bearbeiten“, „Privatsphäre und Sicherheit“ – dort muss ein Häkchen bei „Privates Konto“ gesetzt werden. Nach der Anwahl dieser Option muss jeder neue Abonnent vom Kontoinhaber manuell bestätigt und somit zugelassen werden.

Der Kameramodus von Instagram bietet neben einfachem Fotografieren über den weißen Knopf auch die Möglichkeit, Filter und Effekte zu nutzen. Unten rechts kann zwischen der vorderen und hinteren Kamera des Geräts gewechselt werden. Quelle: Screenshot

Skype und Google Hangouts

Beide Programme haben dieselben Funktionen: Telefonieren, Nachrichten Schreiben und Videoanrufe – auch mit mehreren Personen. Besonders wegen der Gruppenanruf-Funktion sind diese Apps beliebt. Beide Apps können auf Laptops, PCs, Tablets oder Smartphones genutzt werden. Die neueren Geräte haben bereits eine Kamera und ein Mikrofon integriert.

Mit der Suchfunktion oben links können neue Kontakte gesucht und hinzugefügt werden. Um mit jemandem mit Video zu telefonieren, muss der Kontakt angeklickt werden. Oben rechts ist das Kamerasymbol. Wird dieses angeklickt, startet der Videoanruf. Ansicht von einem Windows-Laptop. Quelle: Screenshot

Für Smartphones: Skype ist in den App-Shops zu finden. Außerdem kann Skype unter skype.de heruntergeladen werden. Eine andere Möglichkeit ist es, sich direkt unter web.skype.com anzumelden. Das hat den Vorteil, dass die App keinen Speicherplatz braucht.

Für die Registrierung ist eine E-Mail-Adresse erforderlich. Bei der Registrierung muss ein Benutzername festgelegt werden. Der Benutzername ist nötig, um andere Benutzer, zum Beispiel Familienmitglieder, hinzufügen. Dazu wird der Benutzername über die Suchfunktion gesucht und dann in die Kontaktliste aufgenommen. Um einen Videoanruf zu starten, wird zuerst ein Kontakt angeklickt und dann das Kamerasymbol. Google Hangouts gibt es für Smartphones in den App-Shops oder kann zum Beispiel mit einem Laptop unter hangouts.google.com geöffnet werden.

Wird hier auf „Videoanruf“ geklickt, öffnet sich ein neues Fenster, um einen Kontakt hinzuzufügen. Ansicht: Windows-Laptop. Quelle: Screenshot

Für die Anmeldung ist ein Google-Konto erforderlich. Das bedeutet, dass eine E-Mail-Adresse bei Google eingerichtet sein muss. Wer ein Smartphone mit einem Android-Betriebssystem besitzt, benutzt hierfür bereits ein Google-Konto. Dasselbe Mailkonto kann auch für Hangouts verwendet werden.

Wird das Symbol „Videoanruf“ angeklickt, öffnet sich ein neues Fenster mit dem Titel „Personen einladen“. Dort wird die E-Mail-Adresse der Person eingegeben, mit der telefoniert werden soll. Diese bekommt eine Einladung per E-Mail.

Hier muss die E-Mail Adresse der Person eingegeben werden, mit der  man mit Video telefonieren möchte. Die Person erhält einen Link per Mail. Klickt sie auf diesen, erscheint sie automatisch auf dem Bildschirm. Ansicht: Windows-Laptop. Quelle: Screenshot

Klickt diese Person auf den Link in der Einladung, beginnt die Videounterhaltung automatisch.

Probleme mit der Technik? – So können Freunde und Verwandte aus der Ferne helfen

Mit dem Programm „TeamViewer“ kann eine Person auf die Geräte einer anderen Person zugreifen.

Bei der Installation auf dem Laptop beachten: Auswählen, dass der TeamViewer privat genutzt wird. Dann ist das Angebot kostenlos. Quelle: Screenshot

Diese Fernsteuerung ist zum Beispiel praktisch, wenn es Probleme mit den oben beschriebenen Apps gibt. Für Smartphones und Tablets gibt es in den App-Stores eine App. Außerdem kann der TeamViewer unter teamviewer.de heruntergeladen und anschließend installiert werden. Das Angebot ist für Privatpersonen kostenlos, eine Anmeldung oder Registrierung ist nicht notwendig.

Wenn das Gerät ferngesteuert werden soll, muss nur die helfende Person Daten eingeben. Sie benötigt die ID und das Passwort. Diese lassen sich am besten bei einem Festnetzgespräch mitteilen. Quelle: Screenshot

Für die Fernsteuerung muss das Programm geöffnet werden. Hier werden eine „ID“ und ein Passwort angezeigt. Die Person, die das Endgerät fernsteuern möchte, muss den TeamViewer ebenfalls herunterladen. Um die Fernsteuerung zu übernehmen, gibt die andere Person die ID von dem Gerät ein, das ferngesteuert werden soll. Außerdem benötigt die helfende Person das Passwort der fremden ID. Dann kann die Fernsteuerung beginnen.

So können zum Beispiel Verwandte aus der Ferne bei Problemen helfen, ohne selbst vor Ort sein zu müssen. Für den Austausch untereinander empfiehlt sich, währenddessen über das Festnetz zu telefonieren.

Lesen Sie auch:

Von Yasmin Dresser, Ronja Heinemann, Hannah Rudolph, und Asja Wortmann

Der Landkreis Göttingen hat die Test-Kapazitäten auf das Coronavirus ausgebaut. Seit Montag können Patienten auch in Hann. Münden und Herzberg getestet werden. Dafür gibt es aber eine Bedingung.

23.03.2020

Veranstaltungs-Absagen wegen des Coronavirus sind für jeden Ticket-Inhaber ärgerlich. Aber was bedeuten diese für die Organisatoren? Die Tanzstudio-Besitzerin Kerstin Baufeldt erzählt, wie sehr sie die Absage ihrer drei geplanten Musical-Shows in der Osteroder Stadthalle getroffen hat.

20.03.2020

Ungewisses Infektionsrisiko bei Mitarbeitern bereitet den Einrichtungen große Sorge.

20.03.2020