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Osterode „Musik war immer mein Leben“ – DJ Bonsay feiert 50-jähriges Bühnenjubiläum
Die Region Osterode „Musik war immer mein Leben“ – DJ Bonsay feiert 50-jähriges Bühnenjubiläum
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17:30 29.11.2019
DJ Bonsay alias Detlev Schulz feiert am Sonnabend sein 50-jähriges Bühnenjubiläum mit einer Ü-40-Party im Alten Tanzsaal am Kehr. Quelle: Niklas Richter
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Wulften

Wie ist die Person angezogen? Was isst sie gerne? Fragen wie diese stellt sich Detlef Schulz alias DJ Bonsay. Sie verraten ihm, welche Musik die Gäste hören wollen, sagt der 66-Jährige. Seit 50 Jahren legt Schulz als DJ auf, erst in Clubs, mittlerweile hauptsächlich auf Hochzeiten, Geburtstagen und anderen privaten Feiern. Er sagt: „Musik war immer mein Leben.

Eigentlich ist der gebürtige Bielefelder gelernter Friseur. Doch schon als Jugendlicher wollte er andere mit seiner Musikauswahl unterhalten. Das erste Mal, bei der Party zu seinem 14. Geburtstag, baute er sich die Boxen noch selbst – aus alten Radiolautsprechern, die er mit Pappe isolierte und mit Watte auskleidete. Mit 15 nervte er einen professionellen DJ so lange, bis der ihn seinem Chef vorstellte. Schulz durfte zur Probe auflegen und überzeugte – trotz Stromausfall. Die Reaktion des Chefs schildert er so: „Verdammt noch mal, der hat vor gar nichts Angst. Der ist ne‘ Rampensau.“ Doch bis Schulz so richtig loslegen konnte, musste er noch bis zu seinem 16. Geburtstag warten. Ab dann durfte er jeden Freitag von 20 bis 22 Uhr auflegen. 30 DM bekam er damals für zwei Stunden Arbeit – die Hälfte, die er als Lehrling im Friseursalon im ganzen Monat verdiente.

Abschied vom Club-Leben

Seine Lehre aufzugeben, kam für Schulz trotzdem nicht infrage. „Ein Beruf, das war für mich wichtig“, sagt er. In den nächsten Jahren arbeitete er tagsüber im Salon und legte abends in verschiedenen Clubs in Bielefeld auf. Auch nach dem Umzug nach Bernshausen 1995 und dem vor vier Jahren nach Wulften pendelte er weiter, um Aufträge zu übernehmen. „Wenn ich mich irgendwo festgebissen habe, bin ich da geblieben“, sagt Schulz. Weil er dann immer öfter gefragt wurde, ob er nicht auch auf privaten Festen auflegen würde, ließ Schulz das Club-Leben in den 90er-Jahren hinter sich und konzentriert sich auf Privatpartys. Immer nebenberuflich. Doch dann entwickelte er eine Allergie gegen eine Chemikalie, die bei Dauerwellen zum Einsatz kommt, und musste seine drei Friseurläden aufgeben.

Zwar sei der Wechsel von Diskotheken zu Hochzeitsfeiern, seine „Haupteinnahmequelle“, eine Umstellung gewesen, aber Schulz gefällt es, so viele verschiedene Musikrichtungen spielen zu können. Auch kann er mit der heutigen Party- und Clubszene nicht mehr viel anfangen. „Ich hasse die jungen Kollegen, die keine Ausbildung haben und alles nur illegal runterladen. Die haben die Musik nicht gelebt und wissen nicht, wo sie herkommt“, sagt er. Und auch die Aggressivität und vor allem die Anspruchshaltung der Leute hätten ihn zunehmend genervt. „Früher war der DJ Gott auf der Kanzel“; heute solle er (verbotenerweise) nur noch Spotify-Playlisten abspielen.

Zwei Arten von DJs

Überhaupt gibt es für DJ Bonsay, der seinen Namen einem Fan verdankt („weil ich so klein bin“), nur zwei Arten von DJs: Die, die gut im Club auflegen können, weil sie eine Stilrichtung und das Abmischen der Musik beherrschen. Und die mobilen DJs, die wie er selbst auf den verschiedensten Feiern auftreten. Anders als die Club-DJs müsse er vom Jugendlichen bis zur Oma alle mitnehmen. „Da gehört ein gewisses Repertoire zu, man darf keine Angst vorm Mikro haben.“ Denn wenn sich mal eine Flaute auf der Tanzfläche andeutet, muss Schulz sich etwas einfallen lassen. „Dann hole ich die auch mal aus dem Publikum ab. Da kenne ich gar nichts.“

Früher hat Schulz mit Vinyl-LPs gearbeitet, dann mit CDs und heute läuft alles digital ab. Sollte der Laptop mal nicht mitspielen, hat er immer noch zwei Koffer mit 2000 CDs dabei. Zum Spaß hat er vor drei Jahren mal sein Sortiment gesichtet: Würde er alle Songs abspielen, hätte er Musik für neuneinhalb Jahre.

Sein Bühnenjubiläum feiert DJ Bonsay am Sonnabend, 30. November, ab 21 Uhr mit einer Ü-40-Party im Alten Tanzsaal auf dem Kehr.

Von Nora Garben

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