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Osterode Wildwarnsystem: Erste Teststrecke führt von Sachsa nach Walkenried
Die Region Osterode Wildwarnsystem: Erste Teststrecke führt von Sachsa nach Walkenried
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18:18 09.09.2019
Dieses Gerät soll vor Wildunfällen schützen. Quelle: Mark Haertl
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Osterode

Der Kreistag Göttingen hatte dem CDU-Antrag auf Erprobung eines Wildwarnsystems mit optischen und akustischen Signalen der Firma WEGU-GFT zugestimmt, jetzt kann das Pilotprojekt in die Umsetzung gehen.

Bei einem Abstimmungstermin im Kreishaus in Osterode stellte Geschäftsführer Martin Drochelmann die wartungsfreien Geräte des Systems „day & night“ noch einmal vor, die durch Fahrgeräusche der Fahrzeuge als auch optisch durch das Scheinwerferlicht Tag und Nacht aktiviert werden, Pfeifgeräusche erzeugen und miteinander auf einer Strecke von 100 Metern kommunizieren (wir berichteten). Auf Straßen in Österreich sind die Geräte schon im Einsatz und sorgten dort für einen Rückgang der Wildunfälle von bis zu 90 Prozent. In Sachsen-Anhalt läuft derzeit eine vom ADAC mitfinanzierte Testphase.

Vor allen ging es im jüngsten Treffen mit Politik, Jägerschaft, Straßenverkehrsbehörden und Straßenmeistereien um eine passende Auswahl von Strecken mit erhöhtem Wildverkehrsunfallgeschehen, von denen es im Kreis Göttingen eine ganze Reihe gibt, etwa auf der B247 zwischen Gieboldehausen und Obernfeld, zwischen Strohkrug und Gieboldehausen, auf der K409 zwischen Auekrug und Scharzfeld oder der L523 zwischen Bilshausen und Bodensee. Eine der zwei Teststrecken für die Erprobung der 180 akustisch-optischen Wildwarner steht fest und ist auf Vorschlag vom stellvertretenden Kreisjägermeister Claus-Wilhelm Deig die L604 von Bad Sachsa, Höhe Parkplatz Friedwald, in Richtung Walkenried bis zur Kreuzung der L601. Auch die Straße zwischen Dorste und Wulften ist auf Vorschlag von Dr. Karl Schumann, Vorsitzender der Jägerschaft Osterode, als zweite Teststrecke ebenso im Gespräch wie die Vorschläge der Straßenverkehrsbehörde.

Um die Strecke zu ermitteln, wird sich die Behörde mit den entsprechenden Jagdpächtern in Verbindung setzen und erfragen, ob sie das Projekt begleiten wollen. Gleichzeitig werden die Wildunfallzahlen ermittelt, um der Entscheidung Vergleichswerte zugrunde zu legen. Die abschließende Auswahl des zweiten Testabschnitts soll im Einvernehmen aller Teilnehmer erfolgen.

Ziel ist es, die Testphase von einem halben Jahr ab dem 15. September oder dem 1. Oktober dieses Jahres zu starten. Für die Kosten des Projekts zeichnet die Firma WEGU-GFT verantwortlich, ebenso für das Anbringen der Warner, die Wartungsarbeiten und den abschließenden Abbau der Geräte. Für den Altkreis Göttingen wurden 2017 insgesamt 928, für den Altkreis Osterode 331 Wild-Verkehrsunfälle gemeldet.

Von Michael Paetzold

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