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Osterode Feuer im Seniorenheim: Feuerwehren und Rettungsdienst proben den Ernstfall
Die Region Osterode Feuer im Seniorenheim: Feuerwehren und Rettungsdienst proben den Ernstfall
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16:38 06.09.2019
Feuerwehren und Rettungsdienst proben bei einer Großübung in Wieda den Ernstfall. Quelle: Thorsten Berthold
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Wieda

Es ist ein Worst-Case-Szenario für Einsatzkräfte: der Brand in einem Seniorenheim. Genau diesen Ernstfall haben etwa 90 Mitglieder von Feuerwehr und Rettungsdienst am Donnerstagabend erstmals gemeinsam in der Gemeinde Walkenried geprobt. Mit Erfolg: Das simulierte Feuer wurde gelöscht, die Verletzten gefunden und versorgt – und mit am wichtigsten an diesem Tag – das Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzkräfte funktionierte.

Starke Rauchentwicklung

Das Szenario war dabei keinesfalls einfach für die Retter: In einem Zimmer mit zwei pflegebedürftigen und bewegungsunfähigen Personen des Altenpflegeheims Lamm sollte ein durch einen Fernseher ausgelöstes Feuer mit starker Rauchentwicklung ausgebrochen sein. Auf dem Flur vor dem Zimmer befand sich zu diesem Zeitpunkt eine dreiköpfige Familie, die einen Angehörigen besuchte. Der Familienvater versuchte das Feuer zu löschen, was aber misslang – und durch die offene Tür verteilte sich der Rauch nun im gesamten Gebäude. Somit irrten Einwohner und Besucher orientierungslos umher.

Patienten Retten gehörte mit zu den Aufgaben bei der Übung. Quelle: Thorsten Berthold

Später kam zudem hinzu, dass einer der Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Probleme hatte – und ebenfalls von den Kameraden aus dem Gebäude gerettet werden musste.

Brandbekämpfung und Personenrettung

Neben der Brandbekämpfung und dem Retten der Personen durch die Feuerwehr waren auch der Aufbau einer Patientenablage und die Transportorganisation Herausforderungen der Großübung. Zudem musste zur Betreuung der Personen ein geeigneter Platz erkundet werden. Hierbei entschieden sich die Einsatzkräfte des Betreuungszuges Nord des Landkreises Göttingen für das Kurhaus und richteten es für die Aufnahme von unverletzten Betroffenen ein.

Alles nur Training für den Ernstfall. Quelle: Thorsten Berthold

Sowohl Gemeindebrandmeister Tobias Mielke als auch der Einsatzleiter der Feuerwehr, Wiedas Ortsbrandmeister Frank Melson, Fabian Nitzke von der DRK-Bereitschaft Bad Lauterberg und Sven Obermann vom ASB waren mit dem Verlauf der einstündigen Übung zufrieden. „In dieser Form haben wir noch nie zusammengearbeitet und getestet, es ist wirklich gut gelaufen“, fasst Frank Melson seine Eindrücke zusammen.

Mehr als 90 Einsatzkräfte

An der Übung beteiligt waren: Feuerwehren Walkenried, Wieda und Zorge, der Rettungsdienst der ASB-Rettungswache Barbis, die DRK-Bereitschaften Osterode, Bad Lauterberg, Bad Sachsa und Altes Amt, die SEG ASB Bad Lauterberg, das DRK Neuhof und Herzberg sowie die JUH Bad Grund – in der Summe mehr als 90 Einsatzkräfte.

Von Thorsten Berthold

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