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Osterode Glas- und Hüttenmuseum in Wieda bekommt 130 Jahre alten Ofen als neues Exponat
Die Region Osterode Glas- und Hüttenmuseum in Wieda bekommt 130 Jahre alten Ofen als neues Exponat
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10:00 27.11.2019
Ulrich Bornkessel mit einem Teilstück des Regulierofens. Seit vier Wochen arbeitet er an der Restaurierung. Quelle: Thorsten Berthold
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Wieda

Seit knapp vier Wochen ist Vorstandsmitglied Ulrich Bornkessel dabei, den Ofen wieder zusammenzusetzen. Gekauft hatte man das Stück dank der guten Kontakte, die man seit Jahrzehnten zum Deutschen Ofenmuseum in Ulm pflegt, aus der Sammlung eines Privatmanns.

„Ein Stück Wieda kehrt in den Ort zurück“, erklärt Bornkessel stolz, hat er doch eine besondere Beziehung zu den Öfen. Sein Großvater arbeitete in der Wiedaer Hütte, die seit dem Jahr 1700 Öfen hergestellt hatte. Am 10. Mai 1972 ging das Industrieunternehmen in Konkurs, bei einem Großbrand am 23. Juli 1973 brannte das komplette Firmengelände, auf dem sich heute der Kurpark befindet, ab.

Zu sehen ist der neue Regulierofen, der zusammengesetzt eine Höhe von knapp 1,90 Meter haben wird, am kommenden Freitag, 29. November, im Rahmen der verschiedenen Sonderausstellungen, die das Team vom Förderkreis während der Wiedaer Krippenweihnacht anbietet.

„Wir haben das Stück aus einer Privatsammlung gekauft“, erklärt Ulrich Bornkessel, der seit knapp einem Monat mit der Restaurierung beschäftigt ist. „Das war ein Geschenk, dass wir uns zum Jubiläum selbst gemacht haben“, erklären Rempel und Bornkessel unisono.

Zu sehen bei Wiedaer Krippenweihnacht

Zu sehen ist der neue Regulierofen, der zusammengesetzt eine Höhe von knapp 1,90 Meter haben wird, am kommenden Freitag, 29. November, im Rahmen der verschiedenen Sonderausstellungen, die das Team vom Förderkreis während der Wiedaer Krippenweihnacht anbietet.

Zinnober, Glas und Topfbinderei

In der Hüttenabteilung gibt es aber auch eine weitere Neuerung. Unter dem Titel „So ein Zinnober“ hat Ursula Rempel die Versuche der Gewinnung von Zinnober seit dem 16. Jahrhundert im Gebiet Kuckuck/Silberbach aufgearbeitet. Stolz ist sie dabei, einige Funde zeigen zu können, „die es so im gesamten Harz nirgends gibt“.

In der Glasabteilung hingegen nimmt man sich dem Thema Recycling in zweifacher Hinsicht an. Zum einen werden 400 Jahre alte Pfannen aus der Zeit der Glasmacher in Wieda gezeigt, die Ulrich Bornkessel zusammengesetzt hat.

Ferner wird Ursula Rempel Einblicke in die Arbeitsweise eines Topfbinders geben, der beispielsweise zerbrochene Gefäße mittels eines Drahtgeflechts zusammensetzte, um diese weiter nutzen zu können. „Einfach weggeschmissen wurde in der damaligen Zeit nichts“, erklärt sie.

25 Jahre Verein

Das Jahr 2019 ist ein besonderes für den Förderkreis Glas- und Hüttenmuseum Wieda. Am 7. Juli 1994 wurde der Verein gegründet, er kann somit auf sein 25-jähriges Bestehen zurückblicken.

Öffnungszeiten und neue Ausstellungen

Passend zum 25. Jahr des Bestehens des Förderkreises hat das Team vom Glas- und Hüttenmuseum Wieda sich für die diesjährige Wiedaer Krippenweihnacht gleich mehrere Aktionen und Ausstellungen überlegt.

Kernstück dabei ist das neue Exponat in der Hüttenabteilung, ein Regulierofen aus dem Jahr 1889. In der Hüttenabteilung wird zudem unter dem Titel „So ein Zinnober“ die Versuche der Gewinnung von Zinnober seit dem 16. Jahrhundert aufgearbeitet. Ferner wird es Teil 2 der Fotoausstellung „Schule ade“ mit Motiven der Wiedaer Grundschule geben, die Arbeit eines Topfbinders gezeigt und 400 Jahre alte Kochtöpfe präsentiert.

Geöffnet ist das Museum vom 29. November bis 29. Dezember freitags und samstags von 16.30 bis 20 Uhr, sonntags von 15 bis 17.30 sowie am 26. Dezember von 15 bis 17.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden erwünscht.

Von Thorsten Berthold

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