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Herzberg Lkw-Fahrer stirbt nach schwerem Unfall im Wald bei Herzberg
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Herzberg: Holz-Lkw-Fahrer stirbt nach schwerem Unfall im Wald

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14:50 06.10.2021
Ein Lkw-Fahrer ist im Harz tödlich verunglückt.
Ein Lkw-Fahrer ist im Harz tödlich verunglückt. Quelle: Feuerwehr Herzberg
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Herzberg

Tödlich verunglückt ist am Dienstagabend der Fahrer eines Holz-Lkw in einem Waldgebiet bei Herzberg am Harz (Kreis Göttingen). Nach Angaben der Polizei deuten erste Ermittlungen auf einen Krankheitsfall als Unfallursache hin.

Wie der Kreisfeuerwehrverband Osterode am Mittwochmittag mitteilte, hatte der Fahrer gegen 19.40 Uhr auf der Forststraße zur Steilen Wand im Waldgebiet der Herzberger Grafenforst die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Der Lastwagen stürzte anschließend rund 15 Meter in die Tiefe, so die Feuerwehr weiter. Nach Angaben der Polizei wurden der Leichnam des Getöteten und die Unfallstelle beschlagnahmt. Die Ermittlungen zum Unfall dauern an.

Lastwagen droht weiter abzurutschen

Der nächtliche Bergungseinsatz gestaltete sich in dem Waldgebiet äußerst schwierig. Wegen der schmalen Forstwege konnten lediglich die ersten Einsatzkräfte die Unglücksstelle direkt anfahren. Weitere Helfer warteten an der L 521 und rückten je nach Bedarf nach. Erschwerend kam hinzu, dass Forst- und Holzrückearbeiten sowie Regenfälle die Forstwege stark in Mitleidenschaft gezogen hatten.

Der nächtliche Bergungseinsatz gestaltete sich in dem Waldgebiet äußerst schwierig. Quelle: Feuerwehr Herzberg

Da der abgestürzte Lastwagen weiter abzurutschen drohte, musste das Fahrzeug mit einem Seilzug von der Feuerwehr gesichert werden. Zuvor hatten die Einsatzkräfte am Hang mithilfe von Steckleiterteilen einen sicheren Weg zum Unfallfahrzeug geschaffen. Durch die Windschutzscheibe wurde ein Zugang in das Fahrerhaus geschaffen. Dort konnte der Notarzt nur noch den Tod des Fahrers feststellen.

Bergung durch Spezialfirma

Gegen 2.15 Uhr war der Einsatz der Feuerwehr beendet. Die Bergung des Lkw sollte im Laufe des Mittwochs durch eine Spezialfirma erfolgen.

Im Einsatz waren nach Angaben des Kreisfeuerwehrverband Osterodes 25 Einsatzkräfte der Feuerwehr Herzberg, sechs Einsatzkräfte der Feuerwehr Gieboldehausen, der Rettungsdienst mit vier Einsatzkräften und einem Notarzt. Ebenfalls an der Unglücksstelle war die Geländerettung des DRK und des ASB sowie die Polizei mit zwei Beamten aus Herzberg und einer Ermittlungsgruppe aus Göttingen.

Von Vicki Schwarze