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12:58 21.12.2016
Grenzlandmuseum Bad Sachsa
Prunkstück der Ausstellung: der Nachbau eines Kommandopostens. Quelle: Berthold
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Bad Sachsa

Unter dem Motto „Bewahren – Erinnern – Mahnen“ hat das Team vom Trägerverein um den Vorsitzenden Klaus Koch ein neues Konzept erstellt, um den Besuchern die deutsch-deutsche Teilung zwischen den Jahren 1945 und 1990 am Beispiel der Grenze im Südharz zu verdeutlichen.

Originalgetreuer Nachbau

Auf etwa gleicher Fläche wie zuvor in Tettenborn wird beispielsweise mittels Dioramen relativ detailgetreu der Grenzaufbau und -ausbau gezeigt. Prunkstück ist dabei der Nachbau eines Kommandopostens der DDR-Grenztruppen bei Mackenrode inklusive der Original Gerätschaften der Bewacher.

Dass der Aufbau originalgetreu ist, das kann Vize-Vereinschef Falk Pavlitschek garantieren. Der frühere NVA-Grenzaufklärer aus Bleicherode hat selbst auf dem Turm gestanden.

Recherche in Archiven

Aber nicht nur in diesem Bereich haben die Verantwortlichen viel Wert auf die Details gelegt. Für die Schautafeln ist man tief in die Archive abgetaucht – unter anderem in Nordhausen und Göttingen – und hat Fotos und Schriftstücke aus der Zeit, die klar dokumentieren, wie das Leben auf beiden Seiten des Zaunes sich entwickelte, reproduzieren lassen. Wichtig ist dem Team des Grenzlandmuseums dabei, dass die Darstellung wertfrei erfolgt. „Der Besucher soll sich selbst ein Urteil einholen“, so Klaus Koch.

Konzipiert hat die Ausstellung Uwe Oberdiek aus Göttingen, der auch den Großteil aller Ausstellungsmöbel, Modelle usw. selbst gebaut hat. Ihm ist es wichtig, dass das Thema Innerdeutsche Teilung und Grenze vor allem jüngere Generationen vermittelbar ist. „Der Entschluss für diesen radikalen Schnitt und Umbau ist uns nicht leicht gefallen, aber wir wollen Jüngere für einen Besuch im Museum gewinnen.“

Viel Lob ausgesprochen

Dass der Neustart gelungen ist, bewiesen die Reaktionen am Tag der Wiedereröffnung. Bürgermeister Dr. Axel Hartmann betonte, dass dieses Museum ein Alleinstellungsmerkmal in der Region geworden sei. Auch Ralph Boehm, Vorsitzender der Kulturoffensive Südharz, war voll des Lobes: „Dieses Museum hat seinen Platz gesucht – und es hat ihn eindeutig gefunden.“

Von Thorsten Berthold