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Osterode Kreisstraße 427 bietet sich für Rad-Schutzstreifen an
Die Region Osterode Kreisstraße 427 bietet sich für Rad-Schutzstreifen an
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18:38 02.06.2019
Landrat Reuter (Mitte vorn) mit Kreisrätin Wemheuer beim Aktionstag auf der Kreisstraße 427 bei Aschenhütte. Quelle: Martin Baumgartner
Aschenhütte

Landrat Bernhard Reuter war am Sonntag bei hochsommerlichen Temperaturen mit dem Rad im Landkreis unterwegs und genoss es sichtlich: „Mir mach die Hitze nichts aus“, sagte der sportlich gekleidete Verwaltungschef, der regelmäßig mit dem Rad ins Büro fährt, gut gelaunt beim Halt in Aschenhütte. Wenn das Tempo stimmt, kühle einen der Fahrtwind ausreichend, so Reuter.

Dort an der Kreisstraße 427 war das Ziel einer Sternfahrt zum Auftakt der Kampagne „Stadtradeln“ des Vereins Klima-Bündnis, an dem sich der Landkreis erneut beteiligt. Es werden Deutschlands fahrradaktivstes Kommunalparlament, die fahrradaktivste Kommune, die aktivsten Teams sowie die aktivsten Einzelfahrer aus Landkreis und Stadt Göttingen gesucht.

Unterstützung auch für umliegenden Kommunen

Reuter wurde bei seiner Radtour unter anderem von Kreisrätin und Umweltdezernentin Christel Wemheuer begleitet. Auch aus den umliegenden Kommunen beteiligten sich Kommunalpolitiker an der Aktion, die Werbung fürs Radfahren machen will. So waren auch die Bürgermeister Klaus Becker (Osterode), Lutz Peters (Herzberg) und Harald Dietzmann (Bad Grund) nach Aschenhütte gekommen.

Im Mittelpunkt dieses Fahrradaktionstag stand das Thema Sicherheit beim Radfahren. Zusammen mit Verkehrswacht, ADFC, Kreissportbund, VCD und regionalen Fahrradhändlern wurden auf dem Parkplatz an der Kreuzung der Kreisstraße 427 verschiedenen Aktionen angeboten. Die Teilnehmer konnten beispielsweise Fahrrad- und Rauschbrillenparcours absolvieren oder E-Bikes, Pedelecs und E-Lastenrädern Probe fahren.

Kurze Teststrecke für Schutzstreifen

Auf der in diesem Abschnitt gesperrten Kreisstraße waren rote Markierungen an beiden Fahrbahnrändern angebracht – es handelte sich um eine kurze Teststrecke für Schutzstreifen. Der Aktionstag diente nämlich für eine öffentlichkeitswirksame Demonstration zum Thema „Schutzstreifen außerorts“. Diese Fahrbahnmarkierungen zum Schutz des Radverkehrs auf Straßen im ländlichen Raum waren Gegenstand eines bundesweiten Modellprojekts mit positivem Resultat und sind seitdem landes- und bundesweit in der Diskussion. Landräte und Bürgermeister fordern, die Maßnahme in der Straßenverkehrsordnung zu verankern, dringen mit dieser Forderung im zuständigen Bundesverkehrsministerium aber nicht durch.

Landrat Reuter sagte, die Schutzstreifen seien eine einfache und im Vergleich zum Bau von Radwegen kostengünstige Alternative, um für mehr Sicherheit für Radfahrer auf den Straßen im Landkreis zu sorgen. In den Niederlanden gebe es solche Streifen seit Jahren und es gebe dort nachweislich weniger Unfälle mit Fahrradfahrern. „Wir haben 1000 Kilometer Straßen ohne Radwege im Landkreis“, sagte er. Der Ausbau würde circa 300 Millionen kosten, das ganze Verfahren wäre extrem aufwendig und deshalb „illusorisch“. Die Schutzstreifen könnten Abhilfe gegen den Mangel an Radwegen schaffen und eine „langfristige Zwischenlösung“ sein.

Von Martin Baumgartner

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