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Osterode Logistik-Spitzenverband trifft sich in Bad Lauterberg
Die Region Osterode Logistik-Spitzenverband trifft sich in Bad Lauterberg
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18:30 18.10.2019
35 000 bis 40 000 Lkw-Stellplätze fehlen nach BGL Angaben an deutschen Autobahnen. Quelle: Foto: Dpa
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Bad Lauterberg

Der Altkreis Osterode ist als Wirtschaftsstandort von zahlreichen großen Industriebetrieben geprägt, deren Produktion einen starken Güterverkehr mit sich bringt. Zudem gibt es hier mehrere Unternehmen, die in der Transport- und Logistikbranche tätig sind. Darüber hinaus kreuzen sich in Herzberg mit den Bundesstraßen 27 und 243 zwei wichtige und stark befahrene Verkehrsachsen, die Autobahnen 7 und 38 streifen die Region. Das Thema Güterverkehr hat also für den Altkreis Osterode eine große Relevanz.

In dieser Woche kam in Bad Lauterberg der Spitzenverband der Logistikbranche zusammen: Der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) hatte seine Mitglieder zur Versammlung eingeladen, rund 7 000 Unternehmen aus ganz Deutschland. In der Versammlung ging es unter anderem um den Beitrag der Branche zum Klimaschutz und die Debatte um Schadstoffemissionen durch Lastwagen sowie den Mangel an Parkplätzen für Lastwagen entlang der Autobahnen.

Dieses Thema brennt den Unternehmern besonders unter den Nägeln – und ist auch für andere Verkehrsteilnehmer ein mitunter lebensgefährliches Problem. Auf den Rastplätzen entlang der A7 spielen sich in den Abend- und Nachtstunden oft abenteuerliche Szenen ab, völlig überfüllte Parkplätze, riskante Manöver von nach einem Schlafplatz suchenden Truckern, Sattelzüge, die teilweise in die Abfahrten hinein abgestellt werden. Sogar entlang der Rastplätze an den beiden Bundesstraßen und in den Industriegebieten der Städte trifft man abends auf abgestellte Lastwagen.

Parkplatzsuche ist Alltag

35 000 bis 40 000 Lkw-Stellplätze fehlen an deutschen Autobahnen, beklagt der BGL in einer Pressemitteilung zur Mitgliederversammlung und fordert im Namen der Verkehrssicherheit verstärkte Anstrengungen im Kampf gegen den Parkplatzmangel. Die allabendliche, oftmals vergebliche Parkplatzsuche gehöre leider immer noch zum Arbeitsalltag zehntausender Lkw-Fahrer in Deutschland.

Das Problem ist nicht neu: Der BGL hatte das Thema „fehlende Lkw-Parkplätze“ bereits im Jahre 2002 mit der Übergabe von mehreren Tausend Unterschriften an den Bundesbauminister auf die politische Tagesordnung gesetzt. Die darauffolgenden Stellplatzzählungen im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums hatten die dramatische Lage dokumentiert. In der Zwischenzeit seien seitens der Politik zwar große Anstrengungen beim Parkplatzbau unternommen worden, jedoch sei zum einen die Lücke bereits am Anfang sehr groß gewesen, zum anderen wachse der Bedarf an Lkw-Stellplätzen angesichts des zunehmenden Straßengüterverkehrs mit jedem Jahr weiter. „Nur wenn der Zubau an Lkw-Stellplätzen schneller ansteigt als der hinzuwachsende Zusatzbedarf, werden wir das Problem irgendwann in den Griff bekommen“, so BGL-Vorstandssprecher Dirk Engelhardt.

Das System des sogenannten Kolonnenparkens erscheine nach den derzeit vorliegenden Praxiserfahrungen als eine geeignete Ergänzung zum Lkw-Stellplatzbau. Beim telematisch gesteuerten Kolonnenparken werden die Lkw-Fahrer mittels einer Schranke an einem Terminal angehalten, um ihre Abfahrtszeit einzugeben, wird die Methode auf der Internetseite des Bundesverkehrsministeriums beschrieben. Sie bekommen dann vom System eine Parkreihe zugewiesen. Im Ergebnis parken mehrere Lkw entsprechend ihrer Abfahrtszeit hintereinander.

Fahrer fehlen

Doch nicht nur an LKW-Parkplätzen mangelt es – die Branche leidet auch unter einem akuten Nachwuchsmangel. Anlässlich seiner Mitgliederversammlung verweist der Bundesverband auf drohende Versorgungsengpässe durch fehlende Lkw-Fahrer und will mit dem Förderverein „Profi – Pro Fahrer-Image“ gegen den Fahrermangel mobil machen. Der Verband zeichnet ein alarmierendes Bild: Die Versorgungssicherheit der Bevölkerung wie die der Wirtschaft sei in Gefahr.

Der in ganz Europa grassierende Fahrermangel habe demnach ganz konkrete Ursachen. Vor allem mache – speziell in Deutschland – die fehlende gesellschaftliche Anerkennung vielen Fahrern zu schaffen, beklagt der Spitzenverband. Das öffentliche Ansehen der Lkw-Fahrer müsse wieder besser werden, damit sie die Wertschätzung erhielten, die sie für ihre herausfordernde und unverzichtbare Arbeit verdienten.

Die Arbeitsbedingungen für Lkw-Fahrer müssten also generell wieder attraktiver werden. Hier setzt die Imagekampagne des Fördervereins an. Seine Ziele sind die Steigerung der Wertschätzung des Fahrerberufs, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für das Fahrpersonal und eine generelle Verbesserung des Logistik-Images.

Von Martin Baumgartner

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