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Osterode Eine Anleitung fürs Ausreißen
Die Region Osterode Eine Anleitung fürs Ausreißen
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15:05 05.04.2019
Wo kein Bus mehr fährt, wird jedes Auto zum Taxi. Wie in Marokko, hier mit dem kurzen Wegbegleiter Touareg Jama. Quelle: R
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Osterode

Eigentlich wollten Wendt und Stirnat nur ein halbes Jahr unterwegs sein. Die Reise im Land Rover sollte sie nach Südafrika führen. Der Trip hat dann zwei Jahre gedauert und in Kapstadt sind sie auch nie angekommen. Die Journalistin aus Osterode und ihr Lebensgefährte haben daraus einen Film gemacht, der jetzt in die Kinos kommt.

Unzähliges Bildmaterial ist auf den 46000 Kilometern durch 14 Länder in Westafrika zusammengekommen. Es erzählt von begeisternden Menschen und von prägenden Begegnungen, von beeindruckenden Landschaften, von Schwierigkeiten und Enttäuschungen. Aber die Fotos und Filmchen erzählen auch davon, wie es immer weiter geht, wenn man weiß, wo man hin will.

„Tipps umsetzen und einarbeiten“

Mehr als ein halben Jahr haben Wendt und Stirnat gebraucht, um das Material zu sichten, einzuordnen, zu bearbeiten und zu verwerfen.

Stirnat erinnert sich: „Fertig waren wir schon im Juli. Aber dann mussten wir hier noch nacharbeiten, dort etwas verbessern und einige Tipps umsetzen und einarbeiten.“ Doch seit dem 12. Dezember ist der Streifen fertig.

Wendt in Northeim

Ihren Film werden sie auch in Northeim präsentieren. Am Sonnabend, 6. April, ist Lena Wendt um 18 Uhr zu Gast in der Neuen Schauburg, Markt 10. Am selben Abend läuft der Film um 20.30 Uhr im Goslarer Theater, Breite Straße 86 in Goslar. pek

Herausgekommen sind zwei Stunden Film, die mit der Faszination und der Liebe zu Afrika anstecken können. Der Film zeigt die wunderbaren und auch die Schattenseiten des Reisens durch ein fremden Kulturen. Manches ist nur schwer zu verdauen, anderes begeistert. Wendt erklärt: „Wir wollen Mut machen, den eigenen Traum anzugehen.

Zugang zu den Fördertöpfen verwehrt

Schließlich haben sie damals erst kehrt gemacht, als sich ihre Einstellung zum Leben grundsätzlich geändert hatte.

Den Schritt in die Öffentlichkeit wagten Wendt und Stirnat im Januar. Sie stellten „Reiß aus“ in Hamburg erstmals dem Fachpublikum vor. Es folgen jeweils eine Vorführung in München und Berlin. Erst eine Crowdfunding-Aktion zum Jahreswechsel 2017/18 hatte den Film möglich gemacht. Der Zugang zu den Fördertöpfen des offiziellen Filmbetriebs blieb den beiden Außenseitern verwehrt. Immerhin konnten sie auf diesem Wege 700 Euro für eine Schule in der Westsahara und für eine Imker-Kooperative in Ghana einsammeln.

Versprechen wurden nicht eingehalten

In Sachen Vertrieb mussten Wendt und Stirnat Lehrgeld bezahlen. Versprechen wurden nicht eingehalten und Hoffnungen lösten sich auf. Doch nachdem man sich jetzt mit Profis zusammengetan hat, stehen beide nun in den Startlöchern.

Nach den Previews im Januar erfolgte der Start der Kino-Tour am 5. Februar. Am 14. März kam „Reiß aus“ dann in den offiziellen Film-Verleih.

„Das ist gewissermaßen wieder eine große Nord-Süd-Reise“, erklärt Stirnat. Ihren Film werden sie auch in Northeim präsentieren. Am Sonnabend, 6. April, ist Wendt um 18 Uhr zu Gast in der Neuen Schauburg. Am selben Abend läuft der Film um 20.30 Uhr im Goslarer Theater, Breite Straße 86 in Goslar.

Von Thomas Kügler

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