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Osterode Neue Leiter für drei Schulen in Gieboldehausen, Bad Lauterberg und Dransfeld
Die Region Osterode Neue Leiter für drei Schulen in Gieboldehausen, Bad Lauterberg und Dransfeld
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07:32 30.01.2020
Schulausschuss und Kreistag des Landkreises Göttingen haben für die Bewerber auf die Schulleiterstellen gestimmt. Quelle: Christina Hinzmann / GT
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Göttingen

Im Schulausschuss des Landkreises Göttingen haben sich die Bewerber auf die Stellen als Schulleiter an den KGS in Gieboldehausen und Bad Lauterberg sowie eines Oberschulrektors an der OBS Dransfeld vorgestellt. Am Mittwoch stimmte auch der Kreistag einstimmig für die Kandidaten.

Heike Lautenbacher war die einzige verbliebene Bewerberin für den zu besetzenden Dienstposten einer Gesamtschuldirektorin als Leiterin der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Gieboldehausen. Die zweite Kandidation hatte ihre Bewerbung im Vorfeld zurückgezogen, erklärte die Ausschuss-Vorsitzende Nadia Affani (SPD) zu Beginn der Vorstellungsrunde.

Von Schulform begeistert

Heike Lautenbacher, neue Gesamtschuldirektorin und Leiterin der KGS Gieboldehausen Quelle: Rüdiger Franke

Lautenbacher erzählte den Ausschussmitgliedern, dass sie seit drei Jahren den Gymnasialzweig an der KGS Bad Lauterberg leite. „In den vergangenen beiden Jahren war ich auch für das Abitur zuständig.“ Durch diese intensive Zeit sei in ihr der Wunsch gewachsen, sich für eine Schulleitung zu bewerben. „Ich komme aus aus einem Schulsystem in Bayern, in dem es Gesamtschulen nicht gibt“, sagte sie. Sie sei aber sofort von der Schulform begeistert gewesen, als sie diese kennenlernte. Durch die Auflösung der Astrid-Lindgren-Schule in Duderstadt werde der Anteil der Hauptschüler an der KGS steigen. Ein besonderes Augenmerk komme der Integration von Schülern mit Migrationshintergrund zu. Bei der Unterstützung der zahlreichen Romafamilien könne ihr eventuell ihr Aufenthalt in Bulgarien helfen. Wichtig sei ihr ein enger Kontakt zu den Eltern, auch im Bereich der Inklusion.

Nach Veränderungen nun Routine

Inger Schweer, neue Gesamtschuldirektorin und Leiterin der KGS Bad Lauterberg Quelle: Rüdiger Franke

An der KGS Bad Lauterberg gab es ebenfalls die Stelle als Gesamtschuldirektorin als Leiterin zu besetzen. Für den Posten stellte sich Inger Schweer vor. Die 47-Jährige ist seit 18 Jahren als Lehrerin tätig, aktuell als Didaktische Leiterin an der KGS in Bad Lauterberg. Dort unterrichtet sie Englisch und Deutsch sowie darstellendes Spiel. „Die Schule hat in den vergangenen Jahren viele Veränderungen durchlaufen“, sagte sie. Es sei ein sehr junges Kollegium, dem es ein bisschen an Erfahrung fehle. Deshalb sei jetzt die Zeit gekommen, nach den Veränderungen Routine einkehren zu lassen. Voranbringen will sie an der Schule das Projekt Soziales Lernen. Schweer hatte auch gleich einige Wünsche mitgebracht. So müsse die Raumsituation besprochen werden. „Den Bedarf hat nicht die Oberstufe ausgelöst“, sagte sie. „Der Bedarf besteht eigentlich seit Gründung der Schule.“ Auch die Situation bei den Schülertransporten sei nicht befriedigend. „Wir sind die einzige Gesamtschule im Altkreis Osterode“, sagte sie. Der Unterricht beginne um 7.30 Uhr sehr früh. Der Bus für die Schüler aus Herzberg komme bereits um 6.57 Uhr an. Und die Schüler aus Osterode müssten noch früher mit dem Zug losfahren, um den Bus in Herzberg zu bekommen.

Authentisch an der Oberschule

Mark Bödefeld, neuer Oberschulrektor an der OBS Dransfeld Quelle: Rüdiger Franke

Für den Posten als Oberschulrektor an der Oberschule (OBS) am Hohenhagen Dransfeld stellte sich Mark Bödefeld den Ausschussmitgliedern vor. Er habe vor und nach seinem Referendariat jeweils ein Jahr in der Industrie gearbeitet, erzählte er. Die Zeit der beruflichen Erfahrung unter anderem im Schichtdienst möchte er nicht missen, da sie ihm als Hintergrund für Gespräche mit Eltern diene. Begonnen habe er an der Schule für emotional auffällige Kinder. Nach einem Jahr sei er an die Aueschule in Hann. Münden gewechselt. Drei Jahre lang leitete er danach die Grundschule Hermannshagen in Hann. Münden. „Ich habe dann aber gemerkt, dass mein Herz eher bei den älteren Kindern ist. Dort bin ich authentischer als an einer Grundschule.“ Deshalb nahm er die Konrektorenstelle in Dransfeld an. Nach zwei Jahren Stellvertretung habe er sich nun für die Leitung beworben. Trotz des großen Einzugsgebiets zwischen Hann. Münden und Göttingen sei die Schule recht unbekannt. Auch er bemängelte die Transportsituation. „Wir sind busabhängig“, sagte er. „Nur mit Dransfelder Kindern können wir den Standort nicht sichern.“

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Von Rüdiger Franke

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