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Osterode Polizei durchsucht Objekte in Südniedersachsen und Sachsen-Anhalt
Die Region Osterode

Polizei durchsucht Objekte in Südniedersachsen und Sachsen-Anhalt

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17:27 14.07.2020
Durchsuchung in Bad Harzburg. Quelle: dpa
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Osterode

Ermittler der Polizeiinspektion Goslar sowie Beamte verschiedener Unterstützungskräfte zu Durchsuchungsmaßnahmen von zunächst 17 Objekten in Südniedersachsen und Sachsen-Anhalt sind am Dienstagmorgen ausgerückt. Hintergrund sind verschiedene Gewaltdelikte in Goslar und Umgebung, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten ereignet haben und von Ermittlern der Polizeiinspektion Goslar gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Braunschweig bearbeitet werden. Danach wurden die Durchsuchungen noch ausgeweitet.

Die Razzien in Südniedersachsen und Sachsen-Anhalt am Dienstagmorgen haben zu weiteren Durchsuchungen in Hamburg geführt. Wie ein Polizeisprecher sagte, ist ein Hotel in der Hansestadt betroffen. Dort war die Polizei Hamburg im Einsatz.

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Mehrere Strafverfahren

Auslöser für die Ermittlungsaktionen waren der Polizei zufolge Gewaltdelikte zwischen März und Mai dieses Jahres im Landkreis Goslar. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig führt in diesem Zusammenhang mehrere Strafverfahren, unter anderem wegen eines versuchten Totschlags in Seesen.

Zunächst hatte die Polizei über 17 Durchsuchungen seit den frühen Morgenstunden informiert. Durchsucht wurden größtenteils Wohnhäuser im Stadtgebiet Goslar, in Clausthal-Zellerfeld, Bad Harzburg und Seesen, in Osterode, Göttingen, Peine und Salzgitter in Niedersachsen sowie in Ilsenburg in Sachsen-Anhalt. Nähere Angaben, um was für Gewaltdelikte es sich handelt, machte die Polizei zunächst nicht.

Umfangreiches Beweismaterial sichergestellt

Noch am Dienstagmittag stellten die Ermittler in Goslar Hintergründe und erste Ergebnisse des Einsatzes während einer Pressekonferenz vor. Demnach erweiterte sich die Anzahl der zu durchsuchenden Objekte auf 21, teilte die Polizei Goslar im Nachgang der Konferenz mit.

Bei den Durchsuchungen sei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden. „Hierbei handelt es sich um gefährliche Gegenstände, Mobiltelefone und weitere Datenträger sowie Tabakgemisch im mittleren dreistelligen Kilogrammbereich. Sämtliche Beweismittel werden derzeit ausgewertet“, teilte die Polizei weiter mit. Demnach richten sich die polizeilichen Maßnahmen gegen insgesamt 13 beschuldigte Männer, die größtenteils im Landkreis Goslar ansässig sind. „Bei einer festgenommenen Person hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig einen Antrag auf Erlass eines Haftbefehls gestellt“, heißt es vonseiten der Polizei weiter. Die Vorführung vor dem Haftrichter soll am Mittwoch erfolgen. „Intensive monatelange Ermittlungen, akribische Vorbereitungen und Kontrollen im öffentlichen Raum haben zu diesem heutigen Erfolg geführt“, erklärte abschließend die Leiterin der Polizeiinspektion Goslar, Polizeidirektorin Petra Krischker. dpa/r

Von dpa