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Osterode Löschkübel-Aktion beschert Feuerwehr neue Mitglieder
Die Region Osterode Löschkübel-Aktion beschert Feuerwehr neue Mitglieder
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19:30 17.10.2019
Eine Werbeaktion hat der Freiwilligen Feuerwehr Zorge sechs neue Mitglieder beschert. Quelle: dpa
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Zorge

. Was ist zu tun, wenn es einmal brennt? Klar, die Feuerwehr alarmieren. Doch was ist, wenn diese mangels Personal nicht kommen kann? Genau diesen Denkansatz hatten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Zorge an die Einwohner des Ortes weitergegeben – in Form einer provokanten Werbeaktion.

Ende Mai wurden 500 sogenannte Haushalts-Löschkübel inklusive einem Anschreiben und einer nicht ganz ernst gemeinten Gebrauchsanleitung verteilt – mit dem Ziel, die Einwohner von der Notwendigkeit zu überzeugen, sich in der Feuerwehr ehrenamtlich zu engagieren.

Und das letztlich mit Erfolg: „Die Zorger sind aufgerüttelt worden, aus 17 aktiven Mitgliedern sind nun 23 geworden, fördernde sind auch dazugekommen und auch im Bereich der Jugendfeuerwehr hat es zu einer Vergrößerung der Truppe geführt“, bilanziert Zorges Ortsbrandmeister Martin Neulen.

Dabei sah es zunächst nicht danach aus: Die Aktion selbst löste zwar ein großes, überregionales Medienecho aus – unter anderem produzierte der Radiosender ffn einen Werbespot für Brandschützer – aber die Resonanz auf den Informationsabend, zu dem die Zorger Feuerwehr Interessierte mit der Aktion einladen wollte, war mehr als ernüchternd. Gerade einmal vier Personen, darunter ein Ehepaar, waren erschienen. Deutliche Worte fand Neulen auch hierzu: „Ich finde es erschreckend, wie gleichgültig den Zorgern ihre eigene Sicherheit ist. Letztendlich ist es ja das Problem jedes Einwohners, wenn die Feuerwehr erst später zu einem Einsatzort kommt“, erklärte er.

Dass die Situation zu dem Zeitpunkt im Mai kritisch war, gab er unumwunden zu. Wie bundesweit leidet auch die Zorger Feuerwehrl seit Jahren Mitgliederschwund. Im Mai waren es gerade einmal noch 17 aktive Kameraden – viel zu wenig, um im Einsatzfall agieren zu können. Im Ernstfall wurden deshalb die Einsatzkräfte aus dem benachbarten Walkenried beziehungsweise Wieda stets mit hinzugezogen.

Am Ende hat sich diese Situation wieder etwas entschärft, sechs neue aktive Wehrkräfte wurden inzwischen gefunden. „Zurückblickend muss man sagen: Alles richtig gemacht“, so das Fazit des Ortsbrandmeisters – und das nicht nur in Bezug auf die eigene Lage. „Wir gehen davon aus, dass auch andere Freiwillige Feuerwehren sicherlich profitiert haben.“

Dankbar ist er aber nicht nur für die neuen Mitglieder, sondern auch für die Hilfe von Sponsoren und Unterstützern – insbesondere der Harz Energie. „Ohne das finanzielle Engagement hätten wir die Werbeaktion nicht finanzieren können“, verdeutlicht Martin Neulen.

Von Thorsten Berthold

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