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Osterode So wappnet sich der Kreis Göttingen vor der Schweinepest
Die Region Osterode So wappnet sich der Kreis Göttingen vor der Schweinepest
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10:51 03.12.2019
Jäger und Behörden behalten die Afrikanische Schweinepest (ASP) im Blick. Quelle: dpa
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Göttingen/Osterode

Sie kommt immer näher, die Afrikanische Schweinepest (ASP). Jüngst ist das Virus bei Wildschweinen in Polen, rund 80 Kilometer von der Grenze zu Deutschland entfernt, nachgewiesen worden. Und im vergangenen Jahr war die Schweinepest im Süden Belgiens registriert worden, etwa 60 Kilometer von Deutschland entfernt. Sollte die Seuche im Harz ausbrechen, arbeiten Behörden, Einsatzkräfte und Jäger zusammen, um sie zu bekämpfen. Angst müssen die Bewohner nicht haben: Das Virus ist für Menschen und andere Haustiere als Schweine ungefährlich.

Das Veterinäramt des Landkreises Göttingen „beobachtet beständig die aktuellen Meldungen zum Seuchengeschehen europa- und weltweit“, teilt Kreissprecher Ulrich Lottmann auf Nachfrage mit. Das Amt „kooperiert eng mit den Jägerschaften des Landkreises. Diese sind aufgefordert, Proben von erlegten oder aufgefundenen verendeten Wildschweinen einzureichen. Das funktioniert vorbildlich.“

Sollte die Afrikanische Schweinepest im Harzer Wald nachgewiesen werden, werde in Zusammenarbeit mit dem Land Niedersachsen nachdem sogenannten „Rahmenplan zur Prävention und Bekämpfung der ASP“ gehandelt. Lottmann verdeutlicht: „Dazu gehören festgelegte Abläufe und der Zugriff auf zentral vorgehaltene Materialien.“ So befinden sich im Katastrophenschutzlager des Landes in Garbsen mobile Weidezäune, die vierreihig über 20 Kilometer aufgestellt werden können. Dafür hatte Hannover im vergangenen Jahr Geld bereitgestellt. Der mobile Zaun kann durch Duftzäuneergänzt oder mit stabilen Wildschutzzäunen verstärkt werden. Damit sollen die Wildschweine innerhalb eines Kerngebiets gehalten werden, das rund um den Fundort des Erregers festgelegt werden kann.

Die Schwarzkittel in diesem Areal und darüber hinaus – Experten empfehlen, einen 15-Kilometer-Radius um den Fundort als „Gefährdetes Gebiet“ festzulegen – müssen erschossen werden, damit sich das Virus nicht weiter ausbreitet. Im niedersächsischen Rahmenplan ist die Rede von einer „signifikanten Reduktion der Schwarzwildbestände“, im Ostharz in Sachsen-Anhalt wird angestrebt, 90 Prozent der Tiere zu erlegen.

„Die Verfahren und Kommunikationswege bei einem Ausbruch von Tierseuchen werden regelmäßig geübt“, erklärt Kreissprecher Lottmann. „Der Ausbruch der ASP war konkret im vergangenen Jahr das Szenario einer gemeinsamen Übung mit dem Landkreis Northeim.“ 40 Vertreter von Behörden und aus Jagd, Forst und Landwirtschaft besprachen unter der Leitung von Dr. Thomas Patzelt, Chef des Veterinäramts, wie die Zoneneinzurichten sind, wie verendetes Wild gesucht und auf das Virus überprüft wird, wie die Jagd zu organisieren ist. So sollen die Tierseuche bekämpft und Hausschweine geschützt werden.

Von Kjell Sonnemann

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