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Osterode Mit der Hebebühne zum Storchennest
Die Region Osterode Mit der Hebebühne zum Storchennest
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20:59 08.07.2016
Quelle: Niklas Richter
Hattorf

Mit einer Hebebühne ging es zum Nest auf dem Schornstein der alten Molkerei empor, 23 Meter in die Höhe. Nachdem der erwachsene Storch das Nest verlassen hatte, war der spannende Moment gekommen. Denn: „Es ist nicht immer sicher, ob die Jungstörche schon alt genug sind, das Nest zu verlassen und wegfliegen, sobald man sich ihnen nähert“, erklärt Friedel Bode, der in seiner Freizeit die Störche in und um Gieboldehausen beobachtet und mit seiner Frau Resi zur Beringung nach Hattorf gekommen war. Doch Fiedler hatte Glück. Der Storchennachwuchs blieb im Nest, sodass der Storchenbeauftragte sie mit einem Tuch bedecken konnte. Das stelle die Störche ruhig, damit sie beringt werden können. Vater und Mutter Storch beobachteten das Spektakel vom Dach des Nachbarhauses.

Neben einigen schaulustigen Einwohnern war auch Ursula Glock-Menger, erste Vorsitzende im Nabu Osterode, gekommen. Sie dankte Fiedler, der 90 Kilometer angereist war, für seinen Einsatz und zeigte sich stolz, dass zwei Störche zum Nachwuchs im Hattorfer Storchennest zählen. Diese seien in guter Verfassung, resümiert der Storchenbeauftragte nach der Beringung.

Die offiziellen Zählungen der Störche in Südniedersachsen seien nach Angaben von Fiedler noch im Gange. „Die Zahl ist allerdings konstant geblieben“, es gebe acht bis neun Storchenpaare im Raum Göttingen und Northeim. Dabei seien die diesjährigen Jungzahlen besonders erfreulich.

Die Besucher konnten anschließend selber in die Hebebühne steigen, um sich das Nest aus der Nähe anzusehen. Der achtjährige Clemens Geike, Sohn von Daniel Geike, der die Hebebühne zur Verfügung stellte, zeigte keine Scheu und fuhr mit seinem Vater in die Höhe. „Das war toll“ resümierte der Hattorfer.

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