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Osterode Volks- und Raiffeisenbanken werden Partner des Fachwerkfestivals
Die Region Osterode Volks- und Raiffeisenbanken werden Partner des Fachwerkfestivals
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00:17 01.06.2017
Quelle: Daniel Li
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Osterode

Am Montag schlossen sich im Blauen Salon der Schachtrupp-Villa die Bankhäuser als Partner des Festivals zusammen und unterzeichneten den Sponsoringvertrag: die Bankvorstände sowie der Vorstand der VR-Stiftung, Harald Lesch, mit den Festivalveranstaltern Bernd Demandt, dem Intendanten Bernhard Kühne und der Vorsitzenden des neugegründeten Vereins „Freundeskreis des Festivals Denkmal! Kunst Kunst Denkmal!“, Kathrin Janßen.

Problemlagen der Städte erfasst

„Für uns ist das Denkmalfestival ein einzigartiger Anlass, um gemeinsam ein förderungswürdiges Projekt zu unterstützen“, sagte Folkert Groeneveld, Vorstandsvorsitzender der VR-Banken. Das Kunstformat fasse die Problemlagen in den Städten mit historischem Baubestand zusammen und sei weitgehend getragen vom Engagement Ehrenamtlicher. „Bürger helfen sich selber und gehen Probleme gemeinsam an. Das passt in unsere Sicht der Dinge“, erklärte Groeneveld.

Das unterstrich auch Harald Lesch, der durch die Veranstaltung eine nachhaltige Belebung der Städte erwartet. Mit im Boot sind die Volksbanken Einbeck, Göttingen, die Volksbank im Harz, die Volksbank Mitte, die VR-Bank und die Stiftung Niedersächsischer Volks- und Raiffeisenbanken in Norddeutschland.

Osterodes Bürgermeister Klaus Becker dankte den Sponsoren im Namen der beteiligten fünf Mittelzentren für die Unterstützung sowie Veranstalter Bernd Demandt für eine „tolle Idee“. Er erläuterte zudem kurz die Vorgeschichte zur Bildung des Fachwerk-Fünfecks als Städtekooperation. Eckdaten zur Festivalstruktur gaben anschließend die Veranstalter. An neun Festivaltagen werden sich in den beteiligten Städten mindestens 80 Denkmale, Türme, Gewölbekeller, Hinterhöfe und andere verlassene Orte in Galerien, Ateliers oder Theater und Konzertsäle verwandeln.

Festivalstruktur

Dabei sind auch viele Gebäude, die leerstehen oder nicht zu jeder Zeit offenstehen. „Nicht zuletzt wegen solcher außergewöhnlicher Orte bewerben sich immer wieder internationale Künstler um eine Teilnahme beim DKKD“, erläutert Demandt, der in Hann. Münden solche Events organisiert hat. Wenn man dem Festival in diesem Jahr ein Motto geben wollte, dann wäre es wohl „Die Welt zu Gast im Fachwerk“, meint das Festivalteam, denn nie sei DKKD so international gewesen wie in diesem Jahr.

Internationales Programm

Das spiegele sich auch im Kulturprogramm wider, so Festival-Intendant Bernhard Kühne. Rund 250 Abendveranstaltungen sind zwischen der Auftaktveranstaltung am 29. September in Osterode bis zum Abschlusstag am 8. Oktober in Northeim geplant. Für die Denkmalaktivisten steht fest: „DKKD wird Einwohner und Gäste die Einzigartigkeit der historischen Altstädte erleben lassen und deren Aufmerksamkeit auch auf unsanierte und ungenutzte Baudenkmale lenken.“ Nur so sei dem Verfall oder Verlust historischer Bausubstanz vorzubeugen und seien Impulse für die Bekämpfung von Leerständen in den Städten zu geben.