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Walkenried Alexander Calvelli stellt Malerei in Walkenried aus
Die Region Osterode Walkenried Alexander Calvelli stellt Malerei in Walkenried aus
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21:00 22.03.2019
Alexander Calvelli und Wendy Eixler bereiten die Sonderausstellung WeltErbeBilder aus dem Harz vor. Quelle: Felix Gräber
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Walkenried

Calvelli ist bekannt für seine detailgetreue und realistische Darstellung der Industriekultur. Vor gut 20 Jahren habe er mit der Industriemalerei begonnen, erzählt er. „Ich bin da über das Ruhrgebiet und das absehbare Ende der Hütten und Steinkohlezechen reingerutscht“, so Calvelli zu seinen Anfängen. „Ich habe Blut geleckt, die besondere Architektur abzubilden.“

Sein Ziel sei es gewesen, die in Deutschland verschwindende Arbeiterkultur festzuhalten. Hierzulande seien ganze Industriezweige praktisch ausgestorben. Die Deutschen würden sie nicht vor der Haustür haben wollen, notwendig seien sie trotzdem. Im Ruhrgebiet habe er viele Anlagen besucht und gemalt, als sie noch in Betrieb waren. Absehbar sei deren Ende jedoch bereits gewesen.

Bergbau mit den Mönchen aus Walkenried

Im Harz sei die Entwicklung weiter fortgeschritten, meint Calvelli. Mit dem Bad Grunder Bergwerk endete 1992 der Bergbau im Harz. Begonnen habe er Jahrhunderte zuvor, unter anderem mit den Mönchen aus Walkenried. Eines von Calvellis Gemälden zeigt genau das: Den Anfang und das Ende des Harzer Bergbaus, zwei Zisterziensermönche inmitten der stillgelegten Grube „Hilfe Gottes“. Ein symbolisches Werk, denn die Mönche waren nicht dort.

Wie Malen nach Zahlen ohne Zahlen

Ein Bild „sollte besser sein als das Foto“, so Calvelli. „Man kann auch mal Förster spielen“, im Gemälde einige Bäume weglassen, die in Wahrheit aber da sind. Er könne als Maler „vieles zurechtrücken“, so einzelne Elemente des Bildes fokussieren und seine Version verdeutlichen. Dabei konstruiert er zunächst ein Bild vor. Gerade in der Industriemalerei seien viele Motive sehr detailreich, man könne deswegen nicht einfach drauflos malen.

Zuerst zeichnet er mit Bleistift die gesamte Szenerie vor, plant so das Gemälde. Dann kommen die Farben, Acryl auf Papier. Das sei „wie Malen nach Zahlen, nur ohne Zahlen“. Für die kleineren der ausgestellten Werke brauche er auf diese Weise etwa zwei Tage, bei den großen können es auch mal zwei bis drei Wochen werden.

Vielfalt des Welterbes

„Wir möchten vermehrt thematisch passende Ausstellungen anbieten“, sagt Museumsdirektorin Wendy Eixler. Deswegen sei diese besonders wichtig, denn sie sei die erste Sonderausstellung im Kloster seit 2012. Sie zeige die Vielfalt des Welterbes, und man wolle damit auch das Thema Welterbe für das Zisterziensermuseum weiter fokussieren, das sich seit Beginn dieses Jahres in der Trägerschaft der Welterbe-Stiftung befindet. Aus diesem Grund sei die Ausstellung auch zwischen Rammelsberg und Kloster aufgeteilt. Dazu kommt die Menge der Bilder: Etwa 60 werden in Walkenried zu sehen sein, weitere 130 in Goslar, so Calvelli.

Die Sonderausstellung „WeltErbeBilder aus dem Harz“ beginnt am 31. März und läuft bis zum 27. Oktober. Sie ist in Goslar täglich von 9 bis 18 Uhr, in Walkenried bis 7. April Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr, danach auch mittwochs von 10 bis 17 Uhr.

Von Felix Gräber

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