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Osterode Wassergebühren in Hattorf sollen steigen
Die Region Osterode Wassergebühren in Hattorf sollen steigen
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13:36 31.01.2017
Quelle: dpa
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Hattorf

Die Wasserverbrauchsgebühr soll künftig 1,70 Euro pro Kubikmeter betragen, die Grundgebühr 7,25 Euro pro Monat für die kleinste Zählergröße. Dem Beschlussvorlage war eine Beispielrechnung angefügt, die die finanziellen Auswirkungen auf die Privathaushalte darstellt. Demnach müsste ein Ein-Personen-Haushalt pro Jahr künftig 11,74 Euro mehr bezahlen, eine Steigerung von 7,62 Prozent, ein Zwei-Personen-Haushalt 13,85 Euro mehr (plus 6,16 Prozent) und eine Familie mit zwei Kinder beispielsweise 18,07 Euro mehr pro Jahr (plus 4,94 Prozent).

Weiterer Beratungsbedarf bei den Ratsleuten

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Auch bei den Abwassergebühren ist eine Anhebung wahrscheinlich, wenngleich die Ausschussmitglieder zunächst noch Beratungsbedarf anmeldeten. Der ergab sich aus einem Vorschlag der Verwaltung, über die Einführung einer Grundgebühr auch für die Abwasserbeseitigung nachzudenken. Bisher ist es eine reine Verbrauchsgebühren.

Der ursprüngliche Beschlussvorschlag der Verwaltung sah eine Erhöhung der Schmutzwassergebühr auf 3,56 Euro pro Kubikmeter vor. Diese Gebühr wurde letztmalig 2008 erhöht und beträgt aktuell 3,25 Euro. Der Ausschuss gab dazu aber noch keine Empfehlung ab.

Ein Grund für die beabsichtigte Gebührenerhöhung ist, dass im Gebiet der Samtgemeinde eine flächendeckende Spülung des Kanalnetzes notwendig ist, wie aus der Erläuterung hervorgeht. Die eingeplanten Kosten dafür belaufen sich auf 15 000 Euro.

Außerdem stehen in Wulften noch Kanalsanierungsarbeiten in einem Teilbereich aus. Die Kosten sind mit 35 000 Euro veranschlagt. Bisher wurden Kanalsanierungsmaßnahmen als Investition betrachtet. Doch wie Barke erläuterte, müssen nach Vorgabe des Rechnungsprüfungsamtes derartige Ausgaben künftig im Haushalt als Aufwand gebucht werden. Das gleiche gelte für Ausgaben für die Erneuerung von Abstellern.

Darüber hinaus sei ein Anstieg der Personalkosten beim Eigenbetrieb Wasserwerk zu verzeichnen, zum einen wegen Tariferhöhungen, zum anderen weil ein Auszubildender eingestellt wurde.

Stetiger Rückgang der Wasserverbräuche

Barke wies auch darauf hin, dass einhergehend mit der demografischen Entwicklung - Stichwort: Bevölkerungsrückgang - auch ein stetiger Rückgang der Wasserverbräuche zu verzeichnen ist. Dies führt zwangsläufig zu höheren Abgaben für die verbliebenen Haushalte, da die fixen Kosten, etwa für das Leitungsnetz, dann von weniger Gebührenzahler aufgebracht werden müssen.

Auch die Gebühr für den Regenwasserkanal soll laut vertagtem Beschlussvorschlag angepasst werden, jedoch steht hier eine Entlastung von Haushalten in Aussicht, und zwar in Hattorf und Hörden. Die Gebühr soll in Hattorf auf 29 Cent pro Quadratmeter befestigte Grundstücksfläche gesenkt werden (bisher 38 Cent), in Hörden auf 16 Cent (bisher 27 Cent). Keine Änderung ist in Elbingerode (14 Cent) und Wulften (22 Cent) vorgesehen.

Von Martin Baumgärtner