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Osterode Wirtschaftsminister Althusmann auf Stippvisite im Harz
Die Region Osterode Wirtschaftsminister Althusmann auf Stippvisite im Harz
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19:31 04.07.2018
Bernd Althusmann besucht das Höhlenerlebniszentrum in Bad Grund und lässt sich von Museumsleiterin Ortrud Krause durch die Einrichtung führen. Quelle: Gießler
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Bad Grund

Krause führte Althusmann, der unter anderem von Kommunalpolitikern sowie Kreisrat Marcel Riethig in Vertretung für Landrat Bernhard Reuter begleitet wurde, zunächst in die Tropfsteinhöhle. Nicht ohne Stolz berichtete sie, dass etwa 70 000 Besucher im Jahr den Weg ins Erlebniszentrum finden: „Bei regnerischem Wetter zählen wir bis zu 800 Besucher am Tag.“ In Hinblick auf den möglichen Erweiterungsbau wies sie Althusmann auf die Notwendigkeit der Vergrößerung im Sanitärbereich hin. Auch fehlten ein separater Veranstaltungsraum sowie personelle Unterstützung im pädagogischen Bereich.

CDU und CSU zur Gemütsabkühlung in die Höhle?

In Anbetracht der kühlen Temperatur in der Höhle schlug Althusmann mit Blick auf Berlin vor, beide Unionsparteien bei weiterem Streit zwecks Gemütsabkühlung hierher zu bringen. Sichtlich beeindruckt zeigte er sich beim Rundgang durch den Ausstellungsteil des Hauses. Er erklärte, dass das HEZ trotz der bereits erteilten Ablehnung als außerschulischer Schul- und Lernort dafür geradezu geschaffen sei: „Das sollte auf jeden Fall noch mal thematisiert werden. Schüler könnten hier fachübergreifend viel lernen.“ Ortrud Krause ergänzte, dass die jetzige Ausstellung immer noch gut von den Besuchern angenommen werde.

Jedoch könnte die ein oder andere Neuerung nicht schaden, da man beobachte, wie Kinder gelegentlich bei Bildern versuchten, weiter zu „wischen“ – ganz so, wie sie es eben von ihren Smartphones kennen. Der Kreistag hatte unlängst mit großer Mehrheit beschlossen, einen Antrag für einen Erweiterungsbau zu stellen. Althusmann äußerte sich vorsichtig optimistisch, „dass es dann was wird, wenn dieser vorliegt.“

Ziel von Althusmanns Sommerreise: den Menschen nahe sein

Ziel der Sommerreise sei es, nahe bei den Menschen zu sein: „Ich möchte ins Gespräch kommen und mögliche Probleme kennenlernen. Heute wurde gezeigt, wie rasant sich der Harz entwickelt.“ Mit Blick auf die Koalitionsarbeit in der Landeshauptstadt führte er aus, dass sich kaum gestritten werde und es nur wenig Reibung gebe: „Wir arbeiten vertrauensvoll zusammen und haben schon viele Beschlüsse gefasst.“

Die bundesländerübergreifende Zusammenarbeit im Harz werde man weiter vorantreiben: „Jetzt geht es voran. Dazu gehört eine gemeinsame Strategie. Der Harz muss zu einem Juwel gemacht werden, denn das ist er“, so Althusmann.

Althusmann zum Asylstreit: „Niemandem nützt dieser Streit“

Angesprochen auf den bundespolitischen Streit zwischen den beiden Schwesterparteien, führte er aus: „Niemandem nützt dieser Streit, dieser Umgangston gehört sich nicht. Der Streit in Berlin war unnötig wie ein Kropf.“ Für Niedersachsen kündigte er an: „Der Masterplan für Digitalisierung steht und wird demnächst vorgestellt.“

Aber nicht nur die Bundes- und Landespolitik wurde thematisiert, hauptsächlich ging es um örtliche Belange. So nutzte CDU-Kommunalpolitiker Peter Schwinger aus Bad Grund die Chance, nach einer Landesunterstützung für die im Frühjahr durch Sturm zerstörte Minigolfanlage zu fragen. Zwar konnte Althusmann noch nichts Konkretes dazu sagen, bat aber um Zusendung der Unterlagen zu seinen Händen. Angesprochen auf eine bessere Finanzierung der Parteiverbände vor Ort, versicherte er, dass die Basis gestärkt werden solle. Abschließend sagte Althusmann einen weiteren Besuch des Höhlenerlebniszentrums zu, dann allerdings in Begleitung seiner Familie.

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