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Osterode Wo sind die Schwäne vom Jues geblieben?
Die Region Osterode Wo sind die Schwäne vom Jues geblieben?
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12:01 03.08.2019
Die verwaisten Schwäne. Quelle: Kirsten Buchwald
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Herzberg

Wo sind die Schwäne? Am Freitagmorgen viel auf, dass die Schwäne vom Jues hin sind. Die Jungen waren noch da, doch die Eltern seit Montag verschwunden.

Bei Bärbel Rogoschik, Diplom-Biologin und Geschäftsführerin vom Nabu-Artenschutzzentrum in Leiferde, waren am Freitag schon Anrufe besorgter Herzberger eingegangen. „Normalerweise verlassen die Schwäne ihre Jungen nicht“, erklärt sie. Wenn die Eltern wirklich so lange nicht mehr gesehen wurden, wäre der erste und wichtigste Schritt, sie zu suchen. „Dass die Alttiere weg sind, kann viele Gründe haben“, so Rogoschik. So könnten sie irgendwo feststecken. „Schwäne brauchen einen langen Anlauf zum Fliegen, bevor sie abheben“, erklärt Rogoschik. Sie können also nicht senkrecht starten. Es könnte auch sein, dass einer oder beide verletzt seien, sagt sie weiter. „Auch wenn nur einer der beiden verletzt ist, bleibt der andere bei ihm. Schwäne bleiben ein Leben lang zusammen.“ Im schlimmsten Falle könnten sie auch überfahren worden sein. Das müsse dann die Straßenmeisterei wissen.

Jungtiere sind allein nicht überlebensfähig

Bislang konnten sich die Jungschwäne auf dem Jues noch allein versorgen. Aber generell seien sie nicht allein überlebensfähig, sagt Rogoschick. Sollten die Elterntiere nicht wieder auftauchen, so würde der Nabu die Jungtiere aufnehmen. Man müsse die Tiere dann aber selbst einfangen und nach Leiferde bringen. „Deshalb ist es jetzt aber zuerst wichtig, dass die Alttiere gesucht werden.“

Auch bei der Stadt Herzberg hat man am Freitagvormittag über die Schwäne diskutiert und darüber, wer nun etwas unternehmen könnte, doch allenthalben gab es Ratlosigkeit. Immerhin ist schon Freitag und die Schwäne seit Montag verschwunden. „Wir wüssten ja gar nicht, wo wir suchen sollten“, sagt Kerstin Bührmann von der Stadtverwaltung.

Keine überfahrenen Schwäne gemeldet

Eine offizielle Suche nach den Tieren, so wie man nach vermissten Personen suche, sei nicht möglich. „Im Stadtgebiet wären die Schwäne sicher schon gefunden worden“, sagt Bührmann, die auch erklärt: „Wir müssen jetzt erst mal überlegen, wie wir weiter vorgehen.“

Die Straßenmeisterei bestätigt, dass bislang keine überfahrenen Schwäne gemeldet worden. Die Jungtiere haben derweil auch den Jues verlassen und spazieren durch Herzberg – auf der Suche nach Nahrung und wahrscheinlich nach ihren Eltern. Letztlich hat man in der Stadtverwaltung doch noch eine Lösung gefunden. Wie Wolfgang Nünemann erklärt, sollen die Jungschwäne jetzt mit Haferflocken gefüttert werden. Dies geschehe in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises.

Haferflocken für die Schwäne

Von dort habe man die Information, dass die Jungschwäne wahrscheinlich in zwei bis drei Wochen allein zurecht kommen werden. Außerdem habe man die Stadtverwaltung davor gewarnt, die Tiere einzufangen. „Es hieß, das könne zu viel Stress für die Tiere bedeuten, an dem sie im schlimmsten Fall auch sterben können“, so Nünemann.

Bis die Jungtiere alt genug sind, bekommen sie also Haferflocken. Gefüttert werden sie von einer Privatperson, die sich dazu bereit erklärt habe.

Von Kirsten Buchwald

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