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Radolfshausen Holzrücken statt Reitsport
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14:42 05.01.2018
Die 15-Jährige Lara Ueckert liebt Pferde, aber statt sich draufzusetzen, ist sie lieber mit den Kaltblütern von Norbert Rudolph unterwegs und lernt Holzrücken, hier mit Kaltblüter "Fuchs". Quelle: Peter Heller
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Ebergötzen

Ihr vierbeiniger Partner Fuchs ist ein kräftiger, dreieinhalbjähriger Noriker-Mix. Sein Besitzer Norbert Rudolph aus Ebergötzen bildet das Kaltblut aus, um mit ihm an Meisterschaften im Holzrücken teilzunehmen. „Jedes Pferd ist dazu nicht geeignet. Ein Rückepferd muss vor allem ruhig und trittsicher sein“, sagt der Fachmann, der in Ebergötzen alljährlich einen Holzrücketag mit bundesweiter Beteiligung veranstaltet. Das junge Kaltblut Fuchs bringt die Eigenschaften für ein gutes Rückepferd mit und bleibt in allen Situationen cool.

Vor rund einem Jahr kam Pferdefan Lara auf den Hof, um ein bisschen bei der Pferdepflege zu helfen. Familie Rudolph hat nicht nur Kaltblüter, sondern auch einige Ponys. Am ihrem dritten Tag hat Rudolph Lara dann mit auf die Kutsche genommen. „Als sie das erste Mal die Leinen in der Hand halten durfte, hat sie die Begeisterung gepackt“, sagt Rudolph über seine Schülerin. „Ich wäre vorher nie auf die Idee gekommen, Kutsche fahren zu wollen. Aber als ich es ausprobiert habe, hat es richtig Spaß gemacht“, erzählt die Schülerin, die nach den ersten Erfahrungen auf dem Kutschbock jetzt auch das Holzrücken übt. Dabei werde das Pferd vor allem mit den Leinen und mit der menschlichen Stimme dirigiert. Fuchs kennt die Kommandos „hi“ (links), „hott“ (rechts), „hüa“ (vorwärts) und „brr“ (halt) und reagiert auch sofort entsprechend. „Wenn er beim Antreten erst überlegt, ist das okay, aber das Halten ist das wichtigste Kommando und muss sofort klappen bei einem 600-Kilo-Kaltblut“, weist Rudolph auf die Sicherheitsaspekte hin. Schon die Fohlen sollten das Anhalten auf Kommando lernen.

Lara Ueckert (15): „Ich wäre vorher nie auf die Idee gekommen, Kutsche fahren zu wollen. Aber als ich es ausprobiert habe, hat es richtig Spaß gemacht.“

Für das Jahr 2018 ist einiges geplant mit den schweren Pferden. „Wir wollen zum ersten Mal eine Niedersachsenmeisterschaft im Holrücken ausrichten“, kündigt Rudolph an. Zusammen mit der Interessengemeinschaft Zugpferde (IGZ) laufen die Vorbereitungen. Am Wochenende 7. und 8. Juli 2018 soll die Meisterschaft erstmals, und dann in Verbindung mit einer offenen Meisterschaft, stattfinden. Austragungsort wird am Ortsausgang Seeburger Straße in Ebergötzen sein. „Andere Bundesländer führen schon länger Landesmeisterschaften durch, in Niedersachsen gab es das bisher noch nicht“, sagt Rudolph. Bei der offenen Meisterschaft sind Teilnehmer aus allen Bundesländern zugelassen. Wer aus Niedersachsen kommt und teilnimmt, kann sein Zugpferde-Gespann zusätzlich für die niedersächsische Landesmeisterschaft bewerten lassen, muss also keine Extra-Prüfungen absolvieren.

Um den Zuschauern und Gästen weitere unterhaltsame Einblicke in die Rücke- und Fahrkunst zu bieten, werden auch Pony-Gespanne im Programm aufgenommen. Wer sein Gespann präsentieren möchte, kann sich bei Norbert Rudolph über Facebook anmelden oder über Telefon unter 0151/58751229.

Von Claudia Nachtwey

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