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Radolfshausen 16000 Euro für „kleinen Busbahnhof“
Die Region Radolfshausen 16000 Euro für „kleinen Busbahnhof“
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17:48 15.12.2017
Quelle: GT
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Ebergötzen

Die Gemeinde Ebergötzen befinde sich in „Planungsüberlegungen“ zur Neugestaltung der Bushaltestelle. Diese habe sich während der vergangenen Jahre faktisch zu einem „Umsteige-Bahnhof“ unter anderem für die Linien 170, 171 und 172 entwickelt, obwohl die örtlichen Rahmenbedingungen derzeit „mehr als unglücklich“ seien, heißt es in der Begründung des Antrages von der Gruppe SPD- Bündnis 90 / Grüne.

Der Ausbau der bisherigen Bushaltestelle zu einem kleinen Busbahnhof sei aus Gründen der Verkehrssicherheit „unbedingt erforderlich“. Das Einsetzen eines Betrages von 50 Prozent der tatsächlichen Baukosten, welche die Gemeinde Ebergötzen als Eigenanteil zu leisten habe, sei ein „Zuschuss an den potenziellen Bauträger“. Das solle der Gemeinde signalisieren, dass sich die Samtgemeinde Radolfshausen verbindlich an den Kosten beteiligen würde, „so dass die Gemeinde bei ihren Finanzplanungen über mehr Planungssicherheit verfügt“.

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„Ziel ist es, dass wir mit einem Betrag hier letztendlich auch unsere Verantwortung anerkennen“, sagte Edeltraud Wucherpfennig (SPD) als Sprecherin der Gruppe. Damit würde deutlich gemacht, dass ein Ausbau nicht nur Ebergötzen diene. „Es ist ein Thema, was uns auch tangiert“, betonte das Ausschussmitglied.

Die jetzige Situation bezeichnete Wucherpfennig als „sehr unerquicklich“. „Wer immer an dieser Bushaltestelle gestanden hat, der weiß, dass wir gar nicht anders können als diese Bushaltestelle gefahrenmäßig zu entschärfen“, betonte Wucherpfennig und fügte hinzu: „Da sind wir in der Pflicht“.

Solidarität mit Ebergötzen

Der Betrag orientiere sich an den voraussichtlichen Baukosten. „Wenn diese Kosten ein bisschen höher sind, dann müssen wir solidarisch mit Ebergötzen sein“, betonte Wucherpfennig. Die 16000 Euro betrachte sie als „sehr, sehr gut angelegt“. Aufgrund der neuen Lage der Samtgemeinde Radolfshausen im Großkreis Göttingen sei dies „mehr als eine gute Infrastrukturmaßnahme, was wir dort machen“. Sie hoffe, dass es ein kleines, aber doch wichtiges Projekt sei, „um auch den öffentlichen Personennahverkehr hier in unseren Bereichen hier wieder ein Stück akzeptabler und attraktiver zu machen“.

Sie verwies darauf, dass sich in der Nähe ein kleines Einkaufszentrum befinde. „Vielleicht entstehen da auch noch andere Dinge um diesen kleinen Busbahnhof herum, die für uns zukunftsweisend sind“, sagte Wucherpfennig.

Von Axel Artmann

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