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Radolfshausen Betreuungszeiten im Kindergarten Seeburg erweitert
Die Region Radolfshausen Betreuungszeiten im Kindergarten Seeburg erweitert
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15:17 30.07.2019
Die Seeburger Kindergartenkinder haben das Richtfest des Anbaus mitgefeiert. Quelle: Rüdiger Franke
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Seeburg

In der Kindertagesstätte St. Martin in Seeburg werden zurzeit 65 Kinder betreut, in zwei Kindergartengruppen mit jeweils 25 Plätzen und einer Krippengruppe mit 15 Plätzen. Im November wird eine zweite Krippengruppe mit weiteren 15 Plätzen eingerichtet. Der Bedarf an längeren Betreuungszeiten in den Kindergartengruppen ist vorhanden. Deshalb haben sich die Mitglieder des Rates der Gemeinde einstimmig dafür entschieden, die Betreuungszeit der Marienkäfergruppe von 14 auf 16 Uhr auszuweiten und damit den Zeiten der Bärengruppe anzupassen.

Ausgiebig diskutiert

Im Vorfeld der Entscheidung sei in Kleingruppen sehr ausführlich darüber diskutiert worden, erzählte Gemeindebürgermeister Martin Bereszynski (CDU). Zu den Gesprächsteilnehmern zählten außer ihm Verwaltungsvertreterin Katharina Kerner, Kindergartenleiterin Margarita Reinhardt, ihre Stellvertreterin Reinhilde Schwedhelm sowie die Elternvertreterinnen Ivonne Peter-Waldhelm und Anja Keitz.

Deutlicher Mehrbedarf

„Wir haben einen deutlichen Mehrbedarf an Ganztagesplätzen im Kindergarten“, erklärt Kerner. Ab August seien dies sechs Kinder, wie die Liste mit den zugesagten Plätzen zeige. Die Zahl steige in der Folge ab Oktober auf sieben, ab Dezember auf acht und ab Januar auf elf Kinder. Wenn man auf die Liste mit den nicht zugesagten / abgesagten Plätzen schaue, sei der Mehrbedarf noch größer. Dort seien ab August neun, ab Oktober zehn, ab Dezember elf und ab Januar 14 Kinder vermerkt.

Auf drei Jahre befristet

Die Ausweitung der Betreuungszeiten sei zunächst auf drei Jahre befristet, erklärte Kerner. Danach werde die Gemeinde die Zahlen kontrollieren und gegebenenfalls neu beraten. Während die Situation für eine Ausweitung im Kindergartenbereich eindeutig gegeben sei, sehe es im Krippenbereich ganz anders aus. Dort gebe es aktuell nur einen Mehrbedarf von einem Platz ab November / Dezember, weshalb sich der Rat dagegen entschied, die neue Gruppe mit längeren Öffnungszeiten zu versehen.

Kein Bedarf im Krippenbereich

„Im Krippenbereich lohnt sich eine Ausweitung nicht“, sagte Bruno Kluge (SPD), stellvertretender Bürgermeister. Bei der Marienkäfergruppe im Kindergarten habe es hingegen keine große Diskussion gegeben. „Mit der Entscheidung für drei Jahre können wir gut leben. Das ist ein guter Kompromiss.“ Dann habe die Gemeinde einen Überblick, auch über die Belegung der Baugebiete. „Denn wer heute baut, geht auch mit zwei Leuten arbeiten.“

Zusätzliche Personalkosten

Die verlängerte Öffnungszeit der Marienkäfergruppe kostet die Gemeinde rund 10 800 Euro mehr. Die zusätzlichen Personalkosten hatte Katharina Jung, Verwaltungsbeauftragte der Rendantur für die katholischen Kirchengemeinden im Dekanat Untereichsfeld, errechnet. Insgesamt ergebe sich ein zusätzlicher Stundenaufwand von 20 Stunden pro Woche. Die Mehrkosten für das Personal belaufen sich also auf rund 24 000 Euro. Vorausgesetzt, dass alle Kinder das dritte Lebensjahr vollendet haben, gebe es einen Finanzhilfezuschuss von etwa 13 200 Euro.

Finanzielle Belastung

Bereszynski wies darauf hin, dass die Entscheidung mit einer „riesen-finanziellen Belastung“ verbunden sei. „Es ist wichtig, dass wir so viel wie möglich für die Kinder tun.“ Aber die Gemeinde sei für alle Generationen da. Deshalb fände er es als eine nette Geste, wenn die Kinder bei den nächsten Seniorentreffen und Weihnachtsfeiern mit Beiträgen teilnehmen. Ebenso wünscht er sich eine noch stärkere Beteiligung von Eltern bei Arbeitseinsätzen, um den Bauhof der Gemeinde zu entlasten.

Neuer Anbau bietet zusätzlichen Platz

Die katholische Kindertagesstätte St. Martin wird im Herbst um eine zweite Krippengruppe erweitert. Dann können statt zurzeit 65 Kinder insgesamt 80 Kinder in der Kindertagesstätte betreut werden – jeweils 25 in den beiden Kindergartengruppen und jeweils 15 in den Krippengruppen. Derzeit wird der für eine Erweiterung notwendige Anbau errichtet. Am 11. Juli ist dort das Richtfest gefeiert worden. Der Zeitplan sieht vor, dass der Anbau am 1. November eröffnet wird. Einziehen werden dort nicht die Krippenkinder, sondern aus logistischen Gründen die Kinder der Marienkäfergruppe. Insgesamt wird der Anbau eine Fläche von ungefähr 120 Quadratmetern für einen Gruppenraum sowie die dazugehörenden Sozialräume bieten. Während der Sommerferien haben auch die notwendigen Arbeiten im Altbau begonnen.

Von Rüdiger Franke

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