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Radolfshausen Vandalismus, Verschmutzung und Verkehrschaos
Die Region Radolfshausen Vandalismus, Verschmutzung und Verkehrschaos
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18:50 30.08.2017
Der Seeburger See, auf diesem Bild noch müllfrei. Quelle: Rüdiger Franke
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Seeburg

Hart durchgegriffen werden soll bei künftigen Formen von Vandalismus rund um den See, erklärt Seeburgs Bürgermeister Martin Bereszynski (CDU). „Das Naturschutz- und Erholungsgebiet ist außergewöhnlich und soll für künftige Generationen erhalten werden“, ergänzt sein Stellvertreter Bernd Knöchelmann.

Knöchelmann, auch stellvertretender Geschäftsführer des Zweckverbandes „Naturschutz- und Erholungsgebiet Seeburger See“, berichtet von einem Vorfall, als Jugendliche von Angler- und Badestegen Grillmüll im See entsorgten. In dem Fall sei noch einmal ein Auge zugedrückt worden, da sich die Schuldigen über ihre Eltern gemeldet hätten, so Knöchelmann. „Gegen eine Entschuldigung und freiwillig geleistete Stunden haben wir auf eine Anzeige verzichtet.“ Das werde künftig aber nicht mehr passieren. Unrat im See sei nicht die einzige Form von Vandalismus. So seien in der Vergangenheit Infotafeln und der Spendenautomat beschmiert worden.

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„Es ist auch nicht mehr akzeptabel, dass die Touristen ihren Müll am See hinterlassen“, so Knöchelmann weiter. Besonders schlimm sei es an langen Wochenenden. Die Wanderer würden ihren Müll an und auf dem Seerundweg entsorgen. So seien zum Beispiel am Vatertag mehr als zehn blaue Müllsäcke mit den Hinterlassenschaften von Touristen gesammelt worden. Knöchelmann fordert von den Seebesuchern mehr gegenseitige Rücksichtnahme im Naturschutzgebiet.

Das Müllproblem sei aber kein reines Seeproblem. Auch auf dem Spielplatz würden viele Menschen ihren Unrat nicht in die Tonne werfen, berichtet Bereszynski. Darüber hinaus gebe es an der Stelle zunehmend Beschwerden über Erwachsene und ältere Jugendliche. „Der Traumspielplatz ist für Kinder gebaut worden“, ermahnt der Bürgermeister zur Einsicht. Es seien aber immer häufiger junge Erwachsene gesehen worden, die sich auf den Kinderspielgeräten ausgetobt hätten. Das maximale Alter sei 14 Jahre.

Nächtliche Lärmbelästigung

Auch das Thema Lärmbelästigung komme in Hinblick auf den Spielplatz immer häufiger zur Sprache, sagt Bereszynski. Anwohner hätten sich beschwert, dass weit nach 22 Uhr auf dem Spielplatz Basketball gespielt worden sei. „Es hat ja niemand etwas dagegen, dass sie sich auf dem Spielplatz entspannen und chillen“, so der Bürgermeister. Aber zu später Nachtstunde gehe so etwas nun einmal nicht.

Vermittler zwischen Naturschutz und Tourismus

Der Zweckverband Naturschutz- und Erholungsgebiet Seeburger See wurde 1976 gegründet und soll für Harmonie zwischen Naturschutz und Tourismus sorgen. Geschäftsführerin ist Kreisrätin Christel Wemheuer. Getragen werde das Konstrukt nach Angaben ihres Stellvertreters Bernd Knöchelmann zu 50 Prozent durch den Landkreis Göttingen. Weitere Träger seien die Samtgemeinde Radolfshausen und die Gemeinde Seeburg sowie die Stadt Duderstadt und die Samtgemeinde Gieboldehausen.

Ebenfalls kein angenehmes Thema seien die Hundehaufen, die auf dem Spielplatz und auch am See zu finden seien. Nach Bereszynskis Angaben würden zunehmend Hunde die Wege verkoten und würden auch nicht angeleint. Es seien aber auch bereits Pferdeäpfel hinterlassen worden. Diese sollten ebenfalls entsorgt werden. „Aber nicht in Nachbars Garten“, verweist der Bürgermeister darauf, dass auch das bereits vorgekommen sei.

Zum Abschluss weist Bereszynski noch auf das Parkchaos an schönen Tagen hin. Er bittet Erholungssuchende zunächst den Außenparkplatz am Seerundweg zu nutzen. Erst wenn dort kein Platz mehr sei, sollten Besucher auf den Parkplatz am Campingplatz und am Graf Isang fahren. „In der Seestraße herrscht Parkverbot“, sagt der Bürgermeister. „Wer sein Auto trotzdem dort abstellt, könnte zum Beispiel Rettungskräfte behindern.“ Diese würden an manchen Tagen nicht mehr durchkommen. Staat das Auto in der Seestraße abzustellen, sollten die Besitzer den Ausweichparkplatz am Friedhof nutzen.

Von Rüdiger Franke

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