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Radolfshausen Entschuldung sorgt für Freiräume
Die Region Radolfshausen Entschuldung sorgt für Freiräume
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00:18 21.12.2017
Quelle: GT
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Ebergötzen

Ziele seien auch künftig eine Stärkung der Schulen, des Brandschutzes, der Mitgliedsgemeinden und eine weitere Entschuldung. Neue Kredite würden nicht aufgenommen. Ende des Jahres 2018 betrage die Kredithöhe nur noch knapp über 350000 Euro. Damit lägen sie rund 90 Prozent unter dem Stand von Ende 2002. „Die konsequente Entschuldung schafft uns die finanziellen Freiräume, die uns helfen, die Mitgliedsgemeinden finanziell besser auszustatten“, betonte Wilde. Der Schuldenstand sei in diesem Zeitraum von 441 auf 49 Euro je Einwohner gesunken.

Erhöhte Schlüsselüberweisungen bringen Mehrerträge

Erhöhte Schlüsselzuweisungen des Landes brächten 2018 Bruttomehrerträge von rund 80000 Euro gegenüber dem Vorjahr mit sich. Hinzu komme ein unveränderter Kreisumlagehebesatz von 50 Prozent, woraus sich netto Mehrerträge von rund 44000 Euro ergeben würden. Der Ergebnishaushaltsentwurf weise ein Minus von rund 72000 Euro und der Finanzhaushalt von rund 147000 Euro aus.

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484500 Euro seien für Investitionen vorgesehen. Als größte Positionen weist der Plan den Abwasserkanal und den Niederschlagswasserkanal im Seeburger Neubaugebiet „Kohlenberg Il“ aus. Stellenzuwächse werde es nicht geben. „Wir haben ein relativ homogenes, kompetentes und motiviertes Team im Haus, so dass wir auch mehr Dinge auf mehrere Schultern verteilen können und wollen“, sagte Wilde.

„Auch wenn der Haushalt formal keine schwarze Null hat, kann man doch von einem guten Ergebnis sprechen“, erklärte Edeltraud Wucherpfennig (SPD). Es seien auch „Reserven eingebaut, so dass wir nicht gleich bei der kleinsten Schwankung in Schwierigkeiten kommen“, betonte das Ausschussmitglied und verband dies mit einem Dank an die Verwaltung für die „vorausschauende Strategie“. Den auf 49 Euro gesenkten Schuldenstand je Einwohner bezeichnete sie als „Traumzahl“.

Von einer „sehr soliden Leistung“ sprach Viola von Cramon-Taubadel (Bündnis 90 / Die Grünen). Dazu habe die „makroökonomische Situation“ mit niedrigen Zinsen und einem erhöhten Steueraufkommen beigetragen. „Wenn sich die gesamtwirtschaftliche Situation mal verändern sollte, müssen wir auch auf soliden Füßen stehen, aber ich glaube, dass dürfte kein Problem sein“, gab sie zu bedenken.

Fette Jahre für Rücklagen genutzt

„Ich finde es bemerkenswert, dass wir die fetten Jahre dazu genutzt haben, diesen Wert zu erreichen“, äußerte Petra Strüber (FDP). „Wir sind jetzt auf Ballhöhe und können für die nächsten Jahre generationsgerecht weiter hier verwaltungsmäßig für unsere Bürger da sein“, lautete das Fazit von Samtgemeindebürgermeister Arne Behre (SPD). Von einem „zweifelsohne sehr schönen Erfolg“ sprach Johann-Karl Vietor (CDU) mit Blick auf die im Jahre 2021 erwartete Ergebnisrücklage von fast 1,2 Millionen Euro und einen Liquiditätsbestand von einer Million Euro.

Von Axel Artmann