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Radolfshausen Samtgemeinderat beschließt Änderung des Flächennutzungsplans
Die Region Radolfshausen Samtgemeinderat beschließt Änderung des Flächennutzungsplans
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00:18 23.12.2017
Quelle: GT
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Landolfshausen

Seebode berichtete, dass mittlerweile alle Eingaben eingearbeitet seien. Während der Auslage im November seien lediglich zwei Eingaben für Waake gekommen. Dort hatte das Bergbauamt bereits im Mai auf geologische Unwegbarkeiten hingewiesen. Man könne auf den ausgewiesenen Flächen bauen. Allerdings müsse das in der Statik besonders beachtet werden. In den Eingaben hätten sich zwei Anwohnerinnen speziell gegen eine mögliche Bebauung in einem der Waaker Gebiete ausgesprochen unter anderem mit Hinweis auf die Geologie. „Das geologische Gutachten sagt, es gibt Auswaschungen, die einbrechen können“, erklärte Oliver Trisl (Bündnis 90/Die Grünen) während der Sitzung. Solche Erdfälle seien in der Vergangenheit aufgetreten. Die Gemeinde habe gerade im Burgfeld kleinere Stellen bereits ausgebessert. Er wolle „den Teufel nicht an die Wand malen“, aber er hätte Bedenken zuzustimmen. Waakes Bürgermeister Johann-Karl Vietor (CDU) entgegnete, dass die grünen Mitglieder im Rat der Gemeinde nicht gegen das Vorhaben gestimmt hätten und dort auch gebaut hätten. Auch junge Familien hätten sich dort angesiedelt, nachdem sie von den geologischen Besonderheiten erfahren hätten.

„Die Zeit des Wartens geht zu Ende“

Edeltraud Wucherpfennig (SPD) nannte den Beschluss zur Änderung des F-Plans „erst einmal sehr erfreulich“. „Solche Sachen dauern“, sagte sie. Die Mitglieder des Samtgemeinderates würden ja bereits sehr lange eng mit den Gemeinden in dieser Angelegenheit zusammenarbeiten. In Einzelfällen könne es bei solch einem Prozess auch zu Problemen kommen. So könne man im Bereich Waake sicherlich geteilter Meinung sein, wie es sich innerhalb der Gruppe SPD / Grüne ergeben habe. Doch mit dem Beschluss gehe die Zeit des Wartens nun zu Ende. Auch Samtgemeindebürgermeister Arne Behre (SPD) begrüßte den Beschluss als positives Zeichen, um den Gemeinden Planungssicherheit zu geben.

Änderungsflächen

In Ebergötzen soll zwischen Breslauer und Göttinger Straße eine unbebaute und bislang im Flächennutzungsplan dargestellte Grünfläche für eine Grünanlage zukünftig als gemischte Baufläche ausgewiesen werden. In Potzwenden soll die gemischte Baufläche im Norden der Ortslage auf ein vorhandenes Grundstück erweitert werden, um einen konkreten Bedarf in diesem Bereich zu decken. Um die Nachnutzung des vorhandenen Gebäudes planerisch zu unterstützen, soll die bisherige Gemeinbedarfsfläche für soziale Zwecke der ehemaligen Schule in die gemischte Baufläche einbezogen werden. Der Änderungsbereich in Seulingen hat eine Größe von 0,82 Hektar, aufgeteilt auf 0,42 Hektar Wohnbaufläche und 0,4 Hektar gemischte Baufläche. Außerdem wird der Bereich eines vor kurzem entstandenen Tagespflegeheims plane-risch in die Bauflächendarstellung einbezogen. In Waake sind insgesamt drei Änderungsbereiche vorgesehen.

Sechste Änderung

Die ursprünglichen Änderungsbereiche in Bernshausen, Mühlenweg, sowie der Änderungsbereich Seulingen Gewerbegebiet seien aus der Planung herausgenommen worden, erklärte Seebode. Diese würden in der sechsten Änderung berücksichtigt. Für den Bereich westlich von Seulingen, einer Ausweisung von Wohnbauflächen, sei auf Anregung der Landwirtschaftskammer inzwischen ein Geruchsgutachten durch den TÜV Nord erstellt worden. Im Ergebnis wurde eine erhöhte Geruchsbelästigung durch angrenzende, landwirtschaftliche Betriebe in der Winkelstraße festgestellt, die zu einer Überschreitung der Grenzwerte für reine Wohngebiete im unmittelbaren Umfeld führt. Deshalb hatte der Planer empfohlen, die vorgesehene Änderungsfläche in reines Wohngebiet und Mischgebiet zu unterteilen, da im Mischgebiet mehr Geruchsstunden zulässig seien. Die erste Runde des Beteiligungsverfahrens sei nun für Januar/Februar 2018 vorgesehen. Der Samtgemeinderat werde sich voraussichtlich wieder im März 2018 mit der sechsten Änderung befassen.

Von Rüdiger Franke

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