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Radolfshausen Regen- und Schmutzwassergebühren sollen konstant bleiben
Die Region Radolfshausen Regen- und Schmutzwassergebühren sollen konstant bleiben
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13:49 21.09.2017
Quelle: GT
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Seulingen

„Die Gebühren müssen neu kalkuliert werden“, erläutert Wilde. Sie würden immer für einen Zeitraum von drei Jahren festgelegt. Da der aktuelle Zeitraum von 2015 bis 2017 gerade auslaufe, stünden nun die Kalkulationen für den am 1. Januar beginnenden neuen Abschnitt. Bislang habe die Samtgemeinde mit ihren Gebühren leichte Überschüsse erwirtschaftet. „Die fließen nicht in einen anderen Topf, sondern bleiben zum Beispiel für Gebührenausgleiche stehen“, so Wilde weiter. „Es ist so geregelt, dass wir kostendeckend kalkulieren müssen.“ Allerdings würde eine Senkung nur minimale Einsparungen bei den Bürgern bewirken. Außerdem gebe es weitere Gründe, die gegen eine Gebührensenkung sprechen. „Jährlich fallen rund 275000 Kubikmeter Schmutzwasser an“, erläutert Wilde. Bei einer Gebührensenkung von lediglich drei Prozent wäre die Überschussrücklage im Kalkulationszeitraum bereits aufgebraucht. Außerdem rechne die Samtgemeinde damit, dass der Abwasserverband Seeburger See seinerseits die Gebühren anheben müsse, da die Aufwendungen in den vergangenen Jahren stetig gestiegen seien.

Es sei der politische Wunsch, über die Jahre ein Konstanz in den Gebühren zu halten, sagt Wilde. Andererseits müssen die laufenden Kosten abgedeckt sein. „Wir müssen aufpassen, dass die Instandhaltung gewährleistet ist. Havarien und Schadstellen müssen ausgebessert werden.“ Bei den Regenwasserkanälen habe die Samtgemeinde in den vergangenen Jahren das Kanalnetz anlassbezogen saniert. Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Verwaltung, den Unterhaltungsaufwand in den kommenden Jahren zu intensivieren, um für die Bürger auch dauerhaft funktionierende Regenwasserkanäle vorhalten zu können. Das wäre durch die Rücklagen abgesichert.

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Sanierung in Holzerode

Für die kommenden Jahre seien bereits umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an den Schmutzwasserkanälen in Holzerode festgelegt worden, was den nicht unerheblichen Unterhaltungsaufwand begründe. Für den Kalkulationszeitraum werde bei den Schmutzwassergebühren mit einer jährlichen leichten Unterdeckung gerechnet, sagt Wilde. Diese könne aber durch die bestehende Überschussrücklage ausgeglichen werden.

Seit 2002 beträgt die Gebühr pro Kubikmeter Schmutzwasser 2,55 Euro und beträgt die Gebühr pro Quadratmeter versiegelte Fläche, von der Niederschlagswasser in den Kanal der Samtgemeinde eingeleitet wird, 30 Cent. Eine Grundgebühr wird in beiden Fällen nicht erhoben. Beide Beträge sollen auch für den Zeitraum 2018 bis 2020 unverändert bleiben. Der Bau-, Umwelt- und Feuerschutzausschuss tagt am Dienstag, 26. September, ab 16.30 Uhr im Feuerwehrwehrhaus Seulingen, Am Eutschenpfuhl. Der Rat kommt am Donnerstag, 28. September, um 19 Uhr im Rathaus in Ebergötzen, Vöhreweg 10, zusammen.

Von Rüdiger Franke

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