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Radolfshausen Umzug ins alte Schulhaus 2019 geplant
Die Region Radolfshausen Umzug ins alte Schulhaus 2019 geplant
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19:47 19.11.2018
Ortstermin unterm Dachboden: Die Ortsarchive von Seeburg und Bernshausen sollen in der ehemaligen Grundschule von Seeburg zusammengelegt werden. Bürgermeister Martin Bereszynski (Mitte), Seeburgs Ortsheimatpfleger Peter Goldmann (rechts) und Bernshausens Ortsheimatpfleger Bernd Siebert (links) besichtigen die Räume. Quelle: Christina Hinzmann / GT
Seeburg

Geplant ist, in der alten Schule eine gemeinsame Arztpraxis unterzubringen. Außerdem sollen Gemeindeverwaltung, Bauhof, die Gemeindebücherei und Jugendraum vom jetzigen Standort ins benachbarte Schulhaus umziehen –ganz gleich, ob Seeburgs Antrag auf Förderung Erfolg hat oder nicht, betonte Gemeindebürgermeister Martin Bereszynski. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 564000 Euro, auf bis zu 90 Prozent Förderung aus dem sogenannten ZILE-Programm hofft die Gemeinde. Dahinter verbergen sich Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung.

„Sobald wir wissen, ob beziehungsweise wie viel wir an Förderung bekommen“, könne entschieden werden, was alles gemacht werden könne. Bereszynski denkt dabei zum Beispiel auch an die Neugestaltung des Schulhofes zu einer Multifunktionsfläche. Der Bauantrag zur Neunutzung des alten Schulhauses wurde bereits gestellt.

Vor-Ort-Termin mit Ortsheimatpflegern

Im alten Schulhaus sollen künftig auch die beiden Ortsarchive von Seeburg und Bernshausen zusammengeführt werden. Bereszynski traf sich vor wenigen Tagen mit den beiden Ortsheimatpflegern vor Ort, um die künftigen Räumlichkeiten zu besichtigen. Dabei wurde auch über die Anforderungen ans künftige Gemeindearchiv gesprochen. Bernd Siebert (Bernshausen) und Peter Goldmann (Seeburg) haben dabei ihre Wünsche geäußert.

Ganz wichtig seien ausreichend Regal- und Ablageflächen sowie Schränke für alte Akten wie Unterlagen zur Flurbereinigung, Sitzungsprotokolle, Haushaltspläne oder Wahlunterlagen. Dazu soll es einen Tisch geben, an dem „man sich auch mal hinsetzen und beispielsweise in eine Akte hineinschauen kann“. Bisher sind die Voraussetzungen, unter denen Siebert und Goldmann arbeiten, wenig angenehm, wie beide schildern.

„Ein Riesenberg Altpapier“

Das bestehende Archiv im Gemeindehaus in Seeburg befinde sich über der früheren Lehrerwohnung und dem Sitzungszimmer der Verwaltung. „Dort ist es komplett verstaubt“, schildert Siebert seinen Eindruck und stellt klar: „Das ist so nicht nutzbar.“ Dort könne man nicht arbeiten“, da der Raum in dem Halbstockwerk viel zu klein sei. Mitten im Raum befinde sich ein „Riesenberg Altpapier“, der dort unsortiert abgelegt worden sei. Nachgesehen, um was es sich dabei handelt, habe er bisher nicht. „Es ist nicht mein Job, im Dreck zu wühlen“, sagt der Bernshäuser, der seit 1988 zum Ortsheimatpfleger bestellt wurde. Einige Jahre zuvor hatte er bereits die Orts-Chronik Bernshausens ergänzt. Schon damals griff er lieber auf andere Quellen zurück als auf Unterlagen im Gemeindearchiv.

Ähnlich sieht das auch der Seeburger Ortsheimatpfleger Peter Goldmann, der das Amt vor anderthalb Jahren von Marianne Burgstaller übernommen hat. Mit seiner Vorgängerin sei er einmal auf dem Dachboden gewesen, sagt Goldmann und spricht unter anderem von „Gerümpel“. Im Gemeindebüro befinde sich außerdem ein Aktenschrank der Ortsheimatpflege, sagt er, der inzwischen aber aus allen Nähten platze. Ausreichend Schränke und Regale sollten nach dem Umzug in die alte Schule zur Verfügung stehen – und zwar sowohl unter dem dortigen Dachboden, als auch im künftigen Gemeindebüro. Dort soll es dem Bürgermeister zufolge Stellflächen geben, die für das Gemeindearchiv genutzt werden könnten.

Digitalisieren statt kleben und abheften

Wenn der Umzug des Gemeinderarchivs bevorsteht, haben Siebert und Goldmann die Aufgabe, all die alten Papiere zu sichten, zu sortieren, zu beschriften und zu inventarisieren. „Damit man mal weiß, was überhaupt alles da ist“, so der Bernshäuser. Viele alte Unterlagen, so vermutet er, könnten nämlich über die Jahre verloren gegangen oder ins Kreis- beziehungsweise Staatsarchiv ausgelagert worden sein. Auch Goldmann sagt, dass ein Ordnungssystem erstellt werden müsse. Bei dieser Gelegenheit hofft der Seeburger Ortsheimatpfleger auch, dass die Gemeinde einen neuen Drucker und Rechner zur Verfügung stellt, denn das, was derzeit im Gemeindebüro stehe, sei „Elektroschrott“. Überhaupt wäre zu überlegen, ob er künftig überhaupt noch Tageblatt-Berichte über das Geschehen in der Gemeinde ausschneiden, aufkleben und abheften muss, oder ob nicht viele Dinge digitalisiert archiviert werden können. „Die Gemeinde selbst legt bereits schon zum Teil einiges digital ab“, ergänzt der Bürgermeister.

Von Britta Eichner-Ramm

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