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Radolfshausen Umstritten: Seulingen will marode Treppe sanieren
Die Region Radolfshausen Umstritten: Seulingen will marode Treppe sanieren
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08:37 21.12.2018
Die Treppe „Hellerstieg“ in Seulingen schafft in der Vergangenheit eine Verbindung zwischen den Straßen Am Berge und Tannenweg. Quelle: r
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Seulingen

Über die Sanierung des Hellerstiegs hat Gemeinderat von Seulingen in seiner Sitzung am Mittwoch beraten. Die marode Treppe zwischen Am Berge und Tannenweg müsste erneuert werden, doch im Ort schreckt man vor den Kosten zurück.

„Beim Preis kommen mir die Tränen“, sagte ein Einwohner während der Sitzung. 24 000 Euro soll die Instandsetzung kosten. Hinzu kommen etwa 3000 bis 4000 Euro für den Kauf der Fläche, die für die verbesserte Treppe benötigt wird. Der Rat hatte bereits zu einigen Firmen Kontakt, um passende Angebote einzuholen, sagte der Bürgermeister von Seulingen, Matthias Rink (CDU). „Aber keiner traut sich da so richtig ran. Die Leute schämen sich fast bei dem Preis.“

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Sicherer durch Zwischenpodest und flachen Anstieg

Der würde das Material beinhalten, dazu kämen noch die Kosten für den Lohn. „Das ist viel Handarbeit mit Spaten und Spachtel“, sagte Rink. „Es muss auch ein Bagger eingesetzt werden.“ Der inoffizielle Weg, der an einer steilen Böschung endet und mehr provisorisch, soll nach dem Umbau bereits an der Garagenzufahrt des Hauses am Tannenweg 6 beginnen und halbwegs parallel zur Garagenmauer und zu Am Berge verlaufen. Ein Zwischenpodest und ein flacherer Anstieg würden die Treppe, die länger als die bisherige wäre, sicherer machen.

„Im Augenblick ist es sehr sportlich, da hoch zu steigen“, sagte der Bürgermeister. „Die Treppe soll nicht mehr so steil sein und den heutigen Vorschriften entsprechen.“ Der Hellerstieg wurde vor mehreren Jahrzehnten errichtet. Er habe diesen Spitznamen wohl, weil er häufig von jemand namens Heller genutzt wurde. „Der Hellerstieg ist ein Traditionsweg“, warf ein Einwohner in die Beratung ein. „Es wäre schade, wenn das Projekt fallen gelassen wird.“

Haushalt für das Jahr 2019 noch im Minus

Auf einen vorläufigen Kompromiss konnten sich die Ratsmitglieder einigen: Bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird, sollen die Anlieger befragt werden. So soll festgestellt werden, ob die Nutzung der Treppe im Verhältnis zu den Kosten steht.

Die sind zunächst vorsorglich im Haushalt für das Jahr 2019 festgeschrieben. Ein Haushaltsentwurf wurde den Ratsfraktionen nun vorgelegt. In den kommenden Monaten soll er konkretisiert werden: Noch liege er im Ergebnis bei 140 000 Euro im Minus. Der größte Kostenpunkt sei mit 250 000 Euro der Kindergarten. „Der wird nicht infrage gestellt“, sagte Rink. „Das ist die ureigenste Aufgabe der Gemeinde.“

Wo sonst eingespart werden kann, wollen die Ratsmitglieder nun beraten. Auch die Anwohnerbefragung zum Hellerstieg soll in den kommenden Monaten durchgeführt werden.

Von Norma Jean Böger

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