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Radolfshausen Kindertagesstätte in Seeburg hat Krippenbereich erweitert
Die Region Radolfshausen Kindertagesstätte in Seeburg hat Krippenbereich erweitert
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15:41 16.11.2019
Pastorin Wiebke Vielhauer, Pater Matthias Balz und Kita-Leiterin Margarita Reinhardt (am Fenster, stehend, v.l.) leiten die Feier mit einer Andacht ein. Quelle: Markus Hartwig
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Seeburg

Die Kindertagesstätte St. Martin in Seeburg stand vor einem Dilemma. 29 Kinder waren für die Einrichtung angemeldet, man konnte jedoch nur 15 aufnehmen. Seit Sonnabend ist das Problem gelöst: Der Anbau, dessen Spatenstich am 3. Juni dieses Jahres erfolgt war, wurde feierlich übergeben. Nun können doppelt so viele Kinder unter drei Jahren aufgenommen werden. 30 Kinder haben Platz im Bereich der Kindertagesstätte.

Eltern mit ihren Kindern waren am Sonnabend eingeladen, dabei zu sein, wenn der Anbau seiner Bestimmung übergeben wird. Außer ihnen und offiziellen Vertretern ließen es sich auch einige Handwerker nehmen zu erleben, wie das Ergebnis ihrer Arbeit in Besitz genommen wird. Und dies erfolgte musikalisch. „Wir feiern heut ein Fest … und laden alle ein“, hatte der Kindergarten vorbereitet, ehe Pater Matthias Balz und Pastorin Wiebke Vielhauer die Feier mit einer Andacht einleiteten. Später wurden die einzelnen Räume der katholischen Einrichtung gesegnet.

Sportliche Leistung

Margarita Reinhardt erinnerte während der Feier an die Worte des Architekten im Vorfeld der Umsetzung des Bauvorhabens: „Es wird eine sportliche Leistung, aber wir schaffen das.“ Jetzt habe man das Ziel, eine zweite Krippengruppe zu errichten, erreicht, so die Leiterin der Einrichtung. Auch für den Elternbeirat seien die Wochen bis zum Richtfest am 11. Juli „eine turbulente Zeit“ gewesen. Und zu ihrer Überraschung hätten sich die Kinder weniger gestört gefühlt, als gedacht. Sicher, die Kinder hätten auf manches verzichten müssen. Aber die Neugierde habe gesiegt. Die Kinder hätten die Baustelle samt aller Bauwagen und Bauarbeiter beobachtet und aufgepasst, dass auch alles richtig gemacht wird, berichtete Reinhardt augenzwinkernd von den zurückliegenden Wochen. „Die Kinder“, sagte sie, „haben das Schauspiel geliebt.“

Einstimmig vom Rat beschlossen

Elternvertreter bestätigten, dass die Zeit nicht einfach gewesen sei. Dafür aber das Ergebnis umso erfreulicher: Viele Eltern hätten auf dieses Mehr-Angebot im Krippenbereich gewartet. Und für die Kinder sei es zweifelsohne eine spannende Zeit zwischen Bauwagen und Bauarbeitern gewesen. Gemeindebürgermeister Martin Bereszynski betonte in seiner Ansprache, dass die Erweiterung einstimmig vom Rat beschlossen und später Hand in Hand von Bauhof und Verwaltung umgesetzt worden sei. Der Architekt habe sich durch viele Varianten gearbeitet und die beste am Ende realisiert. Bereszynski zeigte sich beeindruckt, dass der Kindergartenbetrieb während der Umbauarbeiten nicht pausiert hat.

Die Fertigstellung des Umbaus sei für Anfang November geplant gewesen, man habe die Arbeiten aber bereits im Oktober beenden können, freute sich Architekt Holger Kwoczek rückblickend auch über die „top funktionierende“ Zusammenarbeit der am Bau beteiligten 20 Gewerke. Notwendige Arbeiten im Altbaubereich hätten in den Ferien, alles andere im laufenden Betrieb stattgefunden. Im Rahmen des Neubaus hat die Kindertagesstätte St. Martin – schaut man aus der Vogelperspektive auf das Areal – einen vierten „Finger“ sowie einen überarbeiteten Außenbereich bekommen. Zudem erfolgte ein Tausch von Schlaf- und Personalraum, sodass die beiden Schlafräume für die Kleinen jetzt nebeneinander liegen. Zusätzlich hat der 50 Plätze starke Kindergartenbereich eine eigene Tür zu den Außenanlagen erhalten.

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Von Markus Hartwig

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