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Radolfshausen Kinder vermitteln Familiendrama mit Humor
Die Region Radolfshausen Kinder vermitteln Familiendrama mit Humor
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11:30 31.03.2019
Familiendrama mit Humor: Darsteller der Theatergruppe des Bürgervereins in der Kirche Landolfshausen. Quelle: Helge Schneemann
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Landolfshausen

Die Theatergruppe des Bürgervereins „Lebendiges Landolfhausen“ hat am Sonnabend das Stück „Hugo oder ein Mann für Mama“ in der örtlichen Kirche aufgeführt.

Wenn sich die eigene Mutter einen neuen Mann sucht, ist das Drama meistens vorprogrammiert. Dass schwer lösbare Situationen allerdings auch immer mit einer Prise Humor betrachtet werden können, bewiesen die 18 Kinder der Theatergruppe des Bürgervereins Lebendiges Landolfshausen. Seit Januar probten die jungen Schauspieler zwischen 9 und 14 Jahren nach Angaben von Monika Jünemann. Als Projektleiterin der Theatergruppe, die sich in die Kinder- und Jugendgruppe und die Seniorengruppe unterteilt, koordiniert Jünemann die Veranstaltungen. „Jeweils abwechselnd präsentieren die Kinder und die Senioren jährlich ein Theaterstück.“ Das Stück wurde von den Gruppenleiterinnen der Kindergruppe, Valerie Sambale, Carolin Tappe und Michaela Kühn, ausgesucht und mit den Kindern einstudiert.

Stiefvater – ja oder nein?

Der Inhalt: Der Vater von Stefan und Marie ist vor vier Jahren gestorben, und die Geschwister machen sich nun Gedanken, ob ihre Mutter und vor allem sie selbst für einen neuen Mann bereit sind. Marie ist älter und auch schon reifer als Stefan und kann sich gut vorstellen, dass ein neuer Mann ihrer Mutter gut tun würde. Dabei stößt sie allerdings auf vehementen Widerstand von Stefan. „Du spinnst wohl“, sagt der auf Maries Andeutung über einen neuen Mann im Haus. „Ich will keinen Stiefvater, du blöde Kuh.“

Kindertheater in Landolfshausen – das Publikum zeigte sich von der Darstellung der jungen Schauspieler begeistert. Quelle: Helge Schneemann

Stefan erscheint bei seinen Bemühungen, seine Mutter von den Männern fernzuhalten, der Kobold Hugo. Dieser kann jedoch nur von ihm selbst gesehen werden. Schnell hält ihn sein Umfeld für verrückt, doch Hugo hat auch seine guten Seiten, denn er kann zaubern. „Wieso kann ich dich sehen und die anderen nicht?“, fragt Stefan. „Weil ich nur für dich gekommen bin“, antwortet Hugo. Mit kleinen Tricks und Gemeinheiten verhindert er jedes Treffen zwischen Stefans Mutter und den Männern.

Gelungene Aufführung in der Kirche in Landolfshausen. Quelle: Helge Schneemann

Während Marie mit ihren Freunden heimlich Kontaktanzeigen für ihre Mutter arrangiert, gelingt es Hugo immer wieder, diese Treffen zu sabotieren. Maries Freunde schlagen vor, dass sich ihre Mutter mit einem ihrer Lehrer treffen sollte. „Nein, ein Lehrer kommt mir nicht ins Haus“, reagiert Marie. Erst als diese einen Mann, Friedrich, kennenlernt, von dem Hugo weiß, dass dieser ebenfalls als Kind einen Kobold an seiner Seite hatte, kann Hugo Stefan davon überzeugen, dass Friedrich als Freund für seine Mutter geeignet ist. „Kinder sehen häufig Dinge, die Erwachsene nicht sehen können“, erklärt Friedrich Stefans Mutter.

150 Zuschauer lachen lauthals

Das Skript geizt nicht mit allerlei Schimpfwörtern und umgangssprachlichen Phrasen, die den humoristischen Part des Stücks unterstützten – und die rund 150 Zuschauer mehrfach lauthals zum Lachen brachten. „Ich hatte zunächst die Befürchtung, dass nicht genügend Zuschauer kommen, aber das war offensichtlich vollkommen unbegründet“, bemerkte Jünemann erfreut. Die Gruppe habe bereits überlegt, ob das Stück mehrfach aufgeführt werden solle. „Es ist ja auch ein Thema, das durchaus zeitgemäß ist.“

Von Lisa Hausmann

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