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Radolfshausen Kneipp-Verein zertifiziert Wassertretbecken
Die Region Radolfshausen Kneipp-Verein zertifiziert Wassertretbecken
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00:19 18.09.2017
Mitglieder des Kneipp-Vereins Göttingen und des Heimatvereins Waake-Bösinghausen am zertifizierten Wassertretbecken Quelle: Rüdiger Franke
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Bösinghausen

„Den Kneippianern fällt solch ein Wasserbecken auf ihren Wanderungen auf“, sagte Kulle. Das Wassertretbecken bestehe seit etwa 30 Jahren. Der Heimatverein sei vor 38 Jahren gegründet worden und das Becken sei in den ersten Jahren angelegt worden. „Wasser zieht die Menschen an“, so Kulle weiter. Deshalb sei das Becken zusätzlich auch eine Spielstätte für Kinder. Die Menschen seien traurig gewesen, als die Quelle zwischenzeitlich versiegt war. Gemeinsam mit der Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungsgesellschaft (EEW) sei nach der Stelle gesucht worden, wo das Wasser versickert. Ein altes Rohr, das vom Hünstollen herunterführte, sei gebrochen gewesen und dann repariert worden.

Eine Hinweistafel zeichnet das Wassertretbecken in Bösinghausen als Kneipp-Gesundheitsanlage aus. Quelle: Rüdiger Franke

„Aus unserer Sicht ist es eine Freude, als Verein die erste Wasserstelle zertifizieren zu können“, so Schlotter. Für die Zukunft plane der Kneipp-Verein, eine Wassertretstelle an der Lutter zwischen der Knochenmühle und dem Ortseingang Herberhausen einzurichten. „Die Lutter bietet dort eine Fläche von sieben bis acht Metern als Grundlage, wo das Wasser für einen Moment ruht, bevor es weiterfließt“, so der Vorsitzende. „Man bräuchte nur einen Treppeneinstieg und einen Handlauf einsetzen.“ Der Leineverband habe bereits seine Zustimmung gegeben. „Jetzt warten wir auf das Okay der Stadt Göttingen, nachdem wir die Versicherungsfrage geklärt haben und dieses der Stadt weitergereicht haben.“

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Eine Wassertretstelle werde maximal ein bis zwei Minuten genutzt, erklärt Schlotter. Deshalb mache es keinen Sinn sie irgendwo in der Natur als Anlaufstelle einzurichten. „Sie muss an stark frequentierten Rad- und Wanderwegen liegen“, sagt er. „Sonst wird sie nicht genutzt.“

Von Rüdiger Franke