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Radolfshausen Hinweise zum Lärmaktionsplan ernst nehmen
Die Region Radolfshausen Hinweise zum Lärmaktionsplan ernst nehmen
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18:15 26.03.2019
Ortsumgehung im Zuge der B 27 bei Waake. Quelle: Christina Hinzmann / GT
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Ebergötzen

Die Kommunen, in deren Gebiet Hauptverkehrsstraßen liegen, sind nach Vorgaben des Europäischen Parlaments und des Bundesimmissionsschutzgesetzes verpflichtet, einen Lärmaktionsplan (LAP) aufzustellen. Betroffen ist jede Gemeinde, für die vom staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim eine Lärmkartierung erfolgt ist. Auch die Samtgemeinde Radolfshausen muss dem nachkommen.

Stellungnahmen bewertet

Der vereinfachte LAP war samt der dazugehörigen Unterlagen für vier Wochen öffentlich ausgelegt worden. Bürger hatten in dieser Zeit die Möglichkeit, sich zu äußern. Die Stellungnahmen zum Entwurf des Lärmaktionsplans wurden bewertet und eingearbeitet. Jetzt liegt der aktualisierte LAP-Entwurf dem Bau-, Umwelt- und Feuerschutzausschuss der Samtgemeinde in seiner Sitzung am Donnerstag, 28. März, vor.

Zu wenige Betroffene in Seeburg, Seulingen und Waake

Laut Sitzungsvorlage war innerhalb der Samtgemeinde für die Ortschaften Ebergötzen, Seeburg, Seulingen und Waake eine Lärmkartierung vorgenommen worden. Anhand der zugrunde liegenden Kriterien ist aber die Zahl der Betroffenen in Seeburg, Seulingen und Waake zu gering. In Ebergötzen wurden in der Nähe der Bundesstraße 27 im Bereich Pappelnberg Schallpegel von unter 60 Dezibel nachts bzw. 70 Dezibel über 24 Stunden erreicht. Das bedeutet, dass nur ein vereinfachter LAP aufgestellt werden muss, konkrete Maßnahmen zur Lärmminimierung jedoch nicht erforderlich sind.

Bei der Analyse der Ist-Situation wurde ermittelt, dass mögliche Grenzwerte in Ebergötzen nicht überschritten wurden und damit keine lärmmindernde Maßnahmen nach Maßgabe der EU-Richtlinie vorgeschrieben sind. Während der Auslegung wurden unter anderem die Rahmenfaktoren wie Vegetation, Straßenbelag oder Windrichtung hinterfragt. Auch sei es zu Irritation darüber gekommen, warum die B 27 und die B 446 von Seulingen bis Ebergötzen in die Berechnung einbezogen wurden, die B 446 von Ebergötzen in Richtung Holzerode aber nicht.

Lärmwahrnehmung subjektiv

Zugrunde gelegt wurden für die Berechnungen allerdings nicht subjektiv wahrgenommene Lärmwahrnehmungen sondern die einheitlichen Rahmenbedingungen. Darunter fallen die Verkehrsbelastungen von durchschnittlich 8000 Fahrzeugen pro Tag. Tatsächlich wurden in der Samtgemeinde sogar an Straßen mit 7400 Kfz in 24 Stunden die Schallbelastungen gemessen. An der b 27 in Waake hat sich dabei eine tatsächliche Belastung von 14600 und bei Ebergötzen von täglich 20700 Fahrzeugen sowie an der B 446 bei Seeburg von 7800 Fahrzeuge ergeben. An der B 446 von Ebergötzen Richtung Holzerode waren es jedoch nur 5100 Kfz pro Tag – für eine Erfassung zu wenig.

Tempolimit für B 446?

Der Vorsitzende des Bauausschusses, Detlef Jurgeleit (SPD), kündigte an, dass die Ratsgruppe SPD/Bündnis 90 Die Grünen trotzdem die Anliegen der Bürger aufnehmen will. Es werde überlegt, für den Bereich an der B 446 eventuell eine Geschwindigkeitsbegrenzung beantragt werden soll. Während der Sitzung soll unter anderem darüber beraten werden. Die öffentliche Sitzung beginnt am Donnerstag, 28. März, um 16.30 Uhr im Sitzungszimmer des Rathauses, Vöhreweg 10, in Ebergötzen.

Von Britta Eichner-Ramm

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