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Radolfshausen Richtfest am Anbau der Kita St. Martin in Seeburg
Die Region Radolfshausen Richtfest am Anbau der Kita St. Martin in Seeburg
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15:35 11.07.2019
Zimmermann Thilo Diedrich verliest den Richtspruch zum Richtfest. Quelle: Rüdiger Franke
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Seeburg

„Entstanden ist ein neuer Anbau, bei dem das Dach jetzt aufgericht’, in Maß und Räumen ganz genau, wie es dem guten Zweck entspricht“, trug Zimmermann Thilo Diedrich aus Rüdershausen in seinem Richtspruch vor. „Wohlige Wärme in kalten Tagen spende das Haus in trautem Behagen, und in des Sommers erdrückender Schwüle biete die Kita erquickende Kühle.“

Eröffnung am 1. November

Es habe einige Zeit gedauert, bis die Entscheidungen gefallen waren, sagte der stellvertretende Bürgermeister Bernd Knöchelmann (CDU). „Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen.“ Besonders dankte er den Handwerkern für ihre schnelle Arbeit, so dass der Termin des Richtfestes gehalten werden konnte. „Den Zeitplan und auch die Baukosten halten wir ein“, sagte Architekt Hans Kwoczek. Die Eröffnung ist für den 1. November geplant. Zurzeit seien die Zimmerleute noch mit einigen Arbeiten beschäftigt.

Bauleute, Gemeindevertreter und Kindergartenkinder haben Richtfest des Anbaus an der katholischen Kindertagesstätte St. Martin in Seeburg gefeiert. Quelle: Rüdiger Franke

„Wir müssen noch das Flachdach zwischen Anbau und Altbau machen“, erklärte Diedrich. Mitte der kommenden Woche wolle er mit seinem Team damit fertig sein. Hinzu kämen noch einige Verschalungsarbeiten und einige Anschlüsse. Während die Dächer für den Personalraum und den Zwischenraum aufgrund ihrer Größe sich selbst tragen, sei beim Anbaudach der spannendste Moment gewesen, ob die Nagelplattenbinder passen. Die sorgen dafür, dass das Gewicht auf die Außenwände abgeleitet werde, so dass der Gruppenraum frei einteilbar sei. Die Binder dürften wegen der Vorgaben an die Statik nur von speziellen Herstellern angefertigt werden, erklärt Diedrich.

Im Zeitplan

„Ab Montag beginnen die Dachdeckerarbeiten“, blickt der Architekt auf die weiteren Abschnitte. In der Woche sollen auch die Fenster im Anbau eingesetzt werden. „Wenn die Ferien anfangen, beginnen wir mit den Arbeiten im Altbau“, so Kwoczek. Dort müssten dann unter anderem die Durchbrüche geschaffen werden. Ein Bad werde ausgebaut und in einen Flurbereich umgewandelt. Der Anbau biete eine Fläche von ungefähr 120 Quadratmetern, die für einen Gruppenraum sowie die dazugehörenden Sozialräume, also Waschraum und Garderobenbereich, genutzt werden sollen.

„In den Anbau zieht unsere Marienkäfergruppe“, erzählt die Kita-Leiterin. Die frei gewordenen Räume sollen dann von der neuen Hasengruppe in der Krippe genutzt werden. Den Namen durften übrigens die Kinder der Einrichtung auswählen. Bislang gibt es außer der Marienkäfer- die Bärengruppe im Kindergartenbereich und die Entengruppe im Krippenbereich. Insgesamt besuchen zurzeit 65 Kinder die Einrichtung. Nach der Eröffnung des Anbaus werden es 80 sein. Die neue Gruppe könne problemlos gefüllt werden. „Wir hatten zwischenzeitlich 29 Kinder auf der Warteliste.“ Viele aus der Gemeinde seien froh, dass das Bauvorhaben jetzt realisiert worden sei, bestätigte Katrin Ballhausen, Vorsitzende des Elternbeirates. Es habe zwischenzeitlich schon viel Unruhe unter den Eltern gegeben, weil es zu wenig Plätze gab, ergänzte ihre Stellvertreterin Ivonne Peter Walthelm.

Spannende Zeit

„Für die Kinder ist es eine spannende Zeit“, sagte Reinhardt. „Sie haben richtig an der Scheibe geklebt, als die großen Baufahrzeuge kamen.“ Seitdem bringen sie jeden Tag Werkzeug mit, dass sie auch beim Besuch beim Richtfest anlegten. Die Fröhlichkeit der Kinder hatte auch der Zimmermann in seinem Richtspruch bedacht: „Ein Kinderlachen, froh und rein, voll Übermut und Innigkeit soll immer hier zu hören sein. Von heute an für alle Zeit!“

100 000 Euro teurer als ursprünglich geplant

Die ersten Planungen für den Anbaus an die Kindertagesstätte St. Martin in Seeburg begannen im August 2017, berichtet Verwaltungsvertreterin Katharina Kerner, die sich federführend um Baugenehmigung, Antragstellung und Zuschüsse gekümmert hat. „Es ist zu ihrem Projekt geworden“, bedankte sich der stellvertretende Bürgermeister Bernd Knöchelmann. Nach den ersten Ausschreibungsergebnissen sei deutlich geworden, so Kerner, dass die geplante Summe von 460 000 Euro nicht ausreiche. Aufgrund der gestiegenen Preise in der Bauwirtschaft werde das Projekt jetzt 100 000 Euro mehr kosten. Das Vorhaben wird mit dem Höchstsatz des ursprünglichen Betrages gefördert. Eine Anfrage auf Erhöhung des Zuschusses habe das Land innerhalb von zwei Wochen abgelehnt.

Von Rüdiger Franke

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