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Radolfshausen Sechs Bands aus der ganzen Republik rocken den Grillplatz in Holzerode
Die Region Radolfshausen Sechs Bands aus der ganzen Republik rocken den Grillplatz in Holzerode
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20:17 30.05.2019
„Rekkorder“ mit Frontfrau Nina Lucia Medina Muños ist auch in diesem Jahr erneut dabei. | Quelle: Helge Schneemann
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Holzerode

Aus Berlin, Hamburg, Hannover, Dresden, Karlruhe und Osnabrück kommen die sechs Bands, die am 1. Juni im beschaulichen Holzerode spielen und viel Frontfrauen-Power mitbringen. Das zur Gemeinde Ebergötzen gehörende Dorf hat knapp 700 Einwohner, das Festival „Rock unterm Hünstollen“, das seit 2011 Jahr für Jahr von Familie Ronge organisiert wird, in der Regel 350 bis 400 Besucher. Viel mehr sind auf dem Grillplatz in Holzerode auch nicht drin. Alle Bands verzichten auf Gage, der Erlös ist wie in den Vorjahren für die Häusliche Kinderkrankenpflege Göttingen (Kimbu) bestimmt. Folgende Bands sind in diesem Jahr dabei: OX, Dysfunktion, Therapiezentrum, Morlas Memoria, Rekkorder und Waldmeister ist Retro.

Dysfunktion

Dysfunktion aus Hannover spielen powergeladenen Deutschrock. Quelle: r

Wer „Dysfunktion“ googelt, bekommt erst einmal Links zu erektiler Dysfunktion. Davon weit entfernt ist der powergeladene Deutschrock der Band Dysfunktion aus Hannover, die mit treibenden Beats und Riffs und Tendenz zum Pop-Punk Opener beim Festival ist. In Songs wie „Pseudohippies“ oder „Ich bin mir egal“ teilt das Quartett gesellschaftskritische Spitzen aus, kreist aber auch um alltägliche Themen wie Liebe, Hass und Maikäfer.

„OX“

"OX" ist aus einer Prog-Rock-Band hervorgegangen. Quelle: r

Aus der Prog-Rock-Band „Fire on Dawson“ hervorgegangen ist „OX“. In klassischer Rock-Besetzung setzt die Band aus Karlsruhe auf „harte Riffs, melodiöse Refrains und eingängige Songs“. Ihr erstes Studioalbum „Rewind to Overwrite“ wurde von Soundengineer Robin Schmidt (Black Keys, Beatsticks) gemastert, gefolgt von Club-Gigs in Süddeutschland und einer Osteuropa-Tournee. Im vergangenen Jahr folgte das zweite Studioalbum „Breaking Point“, das die vier musikalisch gereiften Karlsruher auch in Holzerode präsentieren wollen.

Therapiezentrum

„Therapiezentrum“ hat sich schon die Bühne mit „Extrabreit“ geteilt. Quelle: diverse

In Musikvideos von „Therapiezentrum“ reizt Frontfrau Gianna ihre Weiblichkeit ebenso wie ihre Wut aus. Zur neuen Single „Gib mir Strom“ heißt es auf der Homepage der Band aus Osnabrück: „Hier singt kein nettes Mädchen, sondern eine Frau, die abgefuckt ist von einem Umfeld, in dem Sexismus immer noch alltäglich ist.“ Mit „aggressiver Musik“ gibt die Single den Ton an für das gleichnamige Album, das in diesem Jahr erscheinen soll und dessen Co-Produzent schon die Guano Apes ihren Sound anvertrauten, „Therapiezentrum“ haben bis jetzt knapp 300 Auftritte absolviert, sich

„Morlas Memora“ aus Dresden spielen Symphonic-Metal. Quelle: diverse

die Bühne dabei mit Bands wie Jennifer Rostock und Extrabreit geteilt.

Morlas Memoria

Sängerin Leandra Johne, die auch Querflöte spielende Frontfrau von „Morlas Memoria“, könnte auch eine Elbin in einem Fantasy-Film abgeben. Mit ihrem prägnanten Belcanto durchbricht sie den donnernden Sound der Symphonic-Metal-Band aus Dresden, die sie 2011 mit ihrem Bruder Theo (Gitarre, Gesang) gegründet hat. Komplettiert wird „Morlas Memoria“ durch Florian Baum (Gitarre), Sebastian Leibe(Bass) Samuel Clauß (Schlagzeug) und Oliver Kunze (Keyboard). Das erste Album „Follow the wind“ erschien 2014 und bescherte der Band Auftritte bei internationalen Festivals, drei Jahre später folgte „Mine of Pictures“.

Rekkorder

„Rekkorder“ besticht durch eine charismatische Kolumbianerin als Frontfrau. Quelle: r

Klangvoll ist nicht nur der Name der temperamentvollen Frontfrau von „Rekkorder“ aus Hamburg. „Die Stimme von ist der Hammer“, sagt Ulrike Ronge. Und weil die Band, deren gitarrengetriebener Alternativ-Rock den Teppich für die kolumbianische Sängerin ausrollt, im Vorjahr bei „Rock unterm Hünstollen“ so gut angekommen ist, steht sie dort auch in diesem Jahr wieder auf der Bühne. Nach dem Debüt-Album „Breaking Silence“ strickt die Band, die im vergangenen Jahr auch in Timbuktu in Mali Konzerte für die UN-Friedenstruppen gegeben hat, zurzeit an einem neuen Album.

Waldmeister ist Retro

"Waldmeister ist Retro" ist auch wieder dabei. Quelle: r

Ebenfalls schon im Vorjahr bei „Rock unterm Hünstollen“ mit deutschsprachiger Rockmusik mitgemischt hat die Zwei-Mann-Combo „Waldmeister ist Retro“ aus Berlin. Auf ihrer Homepage preisen die beiden Musiker ihren Sound an als getragen von „treibenden Beats, fetten Gitarrenriffs im Stil der Foo Fighters oder Wirtz und mit der Leichtigkeit der Sportis“, ihre Texte „vom Leben, Scheitern und von Erinnerungen, vom Erwachen und Träumen“ als „ehrlich in einer Zeit, in der das nicht mehr selbstverständlich scheint“.

Von Kuno Mahnkopf

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