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Radolfshausen Schmutzwassergebühr sinkt nach 18 Jahren Stabilität
Die Region Radolfshausen Schmutzwassergebühr sinkt nach 18 Jahren Stabilität
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09:00 25.09.2019
Die Abwassergebühr in der Samtgemeinde Radolfshausen soll zum kommenden Jahr gesenkt werden – von 2,55 Euro auf 2,50 Euro pro Kubikmeter. Quelle: dpa
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Ebergötzen

Die Einwohner der Samtgemeinde Radolfshausen müssen ab dem Jahreswechsel eine etwas geringere Abwassergebühr zahlen. Die Gebühr für die Regenwasserbeseitigung bleibt unverändert. Bereits seit 2002 liegen die Kosten für einen Kubikmeter Schmutzwasser nach Auskunft von Verwaltungsvertreter Frank Wilde im Sinne der Gebührenkontinuität durch Überschuss- und Ausgabenverrechnung bei 2,55 Euro. Die in der Regel alle drei Jahre erfolgende Neukalkulation sieht jetzt eine Senkung um fünf Cent auf 2,50 Euro vor.

Die Berechnungsmodalitäten sind nicht einfach. Die Samtgemeinde betreibt und unterhält lediglich Kanalanlagen und Pumpstation in Holzerode, das Schmutzwassernetz aller anderen Orte gehört zum Abwasserverband Seeburger See. Der habe bereits signalisiert, seine festen Gebühren von 2,35 Euro pro Kubikmeter beibehalten zu wollen, sagt Wilde.

Sanierungsbedarf in Holzerode

Zu berücksichtigen ist bei der Kalkulation aber auch der Sanierungsbedarf in Holzerode. Kanaluntersuchungen im vergangenen Jahr hatten zu der Annahme geführt, dass die Rücklagen für die Sanierungen nicht ausreichen würden. Die spätere Auswertung hat dann aber ergeben, dass das Sanierungsvolumen geringer ausfällt als befürchtet. Hinzu kommen Mehreinnahmen durch höheren Verbrauch in den trockenen Jahren 2018 und 2019. Wegen der Trockenheit stockte aber auch die Untersuchung von Fremdwassereinträgen, für die wiederum Kosten einzuplanen sind. Unter Berücksichtigung aller Faktoren hat sich unter dem Strich erstmals ein Spielraum für eine Gebührensenkung ergeben.

Stabil bleibt die Gebühr für die Regenwasserbeseitigung, die ebenfalls bereits seit 18 Jahren auf dem Niveau von 30 Cent pro Quadratmeter eingefroren ist. Wie beim Abwasser wird auch hier keine Grundgebühr erhoben, immer wieder aber Kanalkontrollen vorgenommen. In allen elf Ortsteilen unterhält die Samtgemeinde Hauptleitungen und Hausanschlüsse, teilweise auch Gräben und Regenrückhaltebecken. Abflussprobleme bei Starkregen, Absackungen oder bei Straßenerneuerungen zu Tage tretende marode Kanäle wie zuletzt in Seeburg würden immer wieder Handlungsbedarf aufzeigen, sagt Wilde.

Regenwasserkanäle werden untersucht

Für die kommenden Jahre seien deshalb weitere Untersuchungsarbeiten an den Ortsnetzen festgesetzt worden, um einen dauerhaften und sicheren Betrieb gewährleisten zu können. In Seulingen wurde die Untersuchung bereits abgeschlossen. Allein dort summieren sich die Unterhaltungs- und Investitionsmaßnahmen auf bis zu einer halben Million Euro. Für die in diesem Jahr beauftragte Untersuchung von Falkenhagen steht das Ergebnis noch aus.

„Da größere Unterhaltungsarbeiten anstehen, haben wir keinen Spielraum für eine Gebührensenkung“, sagt Wilde: „Abzuwarten bleibt, ob sich die Investitionen und Unterhaltungsarbeiten auf die künftige Gebührenentwicklung nach Ende des Kalkulationszeitraumes 2020 bis 2022 auswirken werden.“ Auf jeden Fall sei zu vermeiden, dass der Regenwasser-Gebührenhaushalt am Ende durch Mittel des allgemeinen Haushalts mitfinanziert werde.

Von Kuno Mahnkopf

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