Schmiedebergweg bei Landolfshausen für landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben
Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Radolfshausen Schmiedebergweg bei Landolfshausen für landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben
Die Region Radolfshausen

Schmiedebergweg bei Landolfshausen für landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:43 20.10.2020
Freigabe des Schmiedebergwegs bei Landolfshausen Quelle: Rüdiger Franke
Anzeige
Landolfshausen

Nach der Bauabnahme ist der Schmiedebergweg bei Landolfshausen am Dienstag seiner Bestimmung übergeben worden. Im Beisein von Vertretern des Gemeinderates und der Verkopplungsinteressenschaft haben Gemeindebürgermeister Michael Becker (SPD), Gemeindevertreter Hendrik Seebode, Bauleiter Marc Preilipper und Ingenieur Mark Hollenbach den Weg für den landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben.

Die alte Betonstraße von Landolfshausen über den Schmiedeberg sei marode gewesen, erzählt Preilipper, Bauleiter der ausführenden Firma Eurovia. Auf rund 950 Metern wurde die Straße erneuert. „Wir haben so viel wie möglich von der abgefrästen Betondecke wieder eingebaut“, erklärt er. „Denn Betonaufbruch ist gutes Material.“ Unterhalb der Straße sei der Boden verbessert worden, der durch das abfließende Wasser am Hang weich war. Darüber wurde die Asphaltdecke erneuert, ebenso wie der Bankettbereich.

Anzeige
Blick auf die Straße: Bauabnahme am Schmiedebergweg bei Landolfshausen Quelle: Rüdiger Franke

Wasserabfluss in Gräben gewährleistet

Die neue Straße ist 3,50 Meter breit. An den Seiten wird sie von 75 Zentimetern überfahrbaren Seitenstreifen erweitert. „Auch die Gräben haben wir teilweise erneuert“, berichtet Preilipper. An anderen Stellen seien die Gräben freigeräumt worden. „Der Wasserabfluss ist dadurch wieder gewährleistet.“ Dazu wurden die Zufahrten zur Straße verbreitert und verlängert sowie die Rohre angepasst.

Auch Gräben wurden erneuert. Quelle: Rüdiger Franke

Nicht ganz fünf Wochen habe die Bauzeit gedauert, so der Bauleiter weiter. Schwierigkeiten seien während des Baus nicht aufgetreten. Lediglich die Kabel und Leitungen nahe der Straße seien eine kleine Herausforderung gewesen. „Wir wurden unter anderem gebeten, alle 200 Meter eine Suchschachtung wegen des Glasfaserkabels zu machen.“

GT/ET-Update – Der Newsletter

Die wichtigsten Nachrichten aus Göttingen, dem Eichsfeld und darüber hinaus täglich um 17 Uhr in Ihrem E-Mail-Postfach.

Heimlich zur „Bürgerm.Becker-Str.“ ernannt

Probleme habe es auch bei der Planung keine gegeben, erzählt Ingenieur Mark Hollenbach. „Wir hatten im Vorfeld nur Bedenken, dass wir überhaupt eine Baufirma finden.“ Denn die Baumaßnahme musste relativ spontan umgesetzt werden, wie der Bürgermeister erklärt. Die Gemeinde hatte den Förderantrag im August 2019 gestellt, wollte das Vorhaben im Jahr 2021 realisieren. Doch als Ende Mai die Förderzusage kam, war sie mit der Auflage verbunden, dass die Maßnahme bis zum 1. November beendet ist. Die Investition beläuft sich auf rund 350 000 Euro, erzählt Becker. Die Förderquote betrage 73 Prozent, ergänzt Seebode. Die Förderung erfolgt über das Programm „Ländlicher Wegebau“ aus der Zuwendung zur integrierten ländlichen Entwicklung (ZILE). Darauf weist auch ein Schild hin, das an der Straße aufgestellt wird. Andere Schilder wurden bereits an der Straße angebracht – selbst gebastelte Straßenschilder, auf denen der heimliche Aufsteller „Bürgerm.Becker-Str.“ geschrieben hat. „Wir wissen bis jetzt allerdings nicht, wer die aufgestellt“, sagt der Bürgermeister.

Von unbekannter Seite wurde die Straße zur „Bürgerm.Becker-Str.“ ernannt. Quelle: Rüdiger Franke

Die Straße über den Schmiedeberg ist für den landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben. Erschlossen werden damit rund 150 Hektar an Ackerfläche, wie die Mitglieder der Verkopplungsinteressenschaft mitteilen. Jetzt müssen noch die Ausgleichsflächen hergerichtet werden. Die entstehen in direkter Nachbarschaft. „Das war uns wichtig“, sagt Becker. Zum einen sollen Bäume und Sträucher hinter einem kleinen Wäldchen gepflanzt werden. Zum anderen will Eberhard Prunzel-Ulrich auf seinem Feld neun mährische Ebereschen einpflanzen.

Hinter der Baumgruppe soll eine Ausgleichsfläche entstehen. Quelle: Rüdiger Franke

Den Autor erreichen Sie per E-Mail an r.franke@eichsfelder-tageblatt.de oder unter Telefon 05527/9499751.

Von Rüdiger Franke