Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Radolfshausen Anbau für Kita „St. Martin“ steht bevor
Die Region Radolfshausen Anbau für Kita „St. Martin“ steht bevor
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:00 17.05.2019
Die Kindertagesstätte "St. Martin" wird umgebaut und erhält Anbauten. Kita-Leiterin Margarita Reinhardt mit einem Bauplan, der in Rot die Anbauten in diesem Bereich zeigt. Quelle: Niklas Richter
Anzeige
Seeburg

Rund 560000 Euro investiert die Gemeinde Seeburg, um dem Bedarf auf Betreuungsplätze gerecht zu werden. Der Platz für 15 zusätzlichen Krippenkinder wird mit einer Erweiterung der Kita „St. Martin“ geschaffen. Am 3. Juni ist Spatenstich, Ende Oktober sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Schon 2017 hatte sich abgezeichnet, dass in der Gemeinde Seeburg mit dem Ortsteil Bernshausen mehr unter dreijährige Kinder einen Betreuungsplatz benötigen als die Gemeinde in der katholischen Kindertagesstätte „St. Martin“ zur Verfügung stellen kann. Grund seien die angestiegenen Geburtenzahlen gewesen, sagt Katharina Kerner, Verwaltungsmitarbeiterin und Projektleiterin für den nun geplanten An- und Umbau. Gemeinsam hätten Verwaltung, Bürgermeister, Kirche, Kita-Leitung, Landesschulbehörde und Architekt überlegt, wie sich das Raumproblem lösen lässt, blickt Kerner zurück.

Einstimmiger Beschluss im Gemeinderat

Schnell habe sich die Lösung mit Anbau an das Bestandsgebäude und Umbau der vorhandenen Räume herauskristallisiert. „Der Gemeinderat hat sich von Anfang an hinter das Projekt gestellt und einen einstimmigen Beschluss gefasst“, so Gemeindebürgermeister Martin Bereszynski (CDU). Im November 2017 wurden bereits der Bauantrag gestellt.

Die Gesamtinvestition beziffert Kerner auf rund 560000 Euro. Der Landkreis Göttingen habe einen Investitionskostenzuschuss von 90000 Euro zugesagt, und über die Richtlinie Ausbau Tagesbetreuung (RAT) steuert das Land 180000 Euro zu dem Projekt zu. „Die Zuwendungsbescheide liegen vor“, so Kerner. Den Rest muss die Gemeinde Seeburg stemmen. Das sei „eine riesige finanzielle Belastung“, kommentiert Bereszynski, doch das investiere man gern, „um etwas Druck aus dem Kessel zu nehmen“. Denn die Erweiterung des Betreuungsangebots sei aufgrund des Bedarfs dringend notwendig gewesen. Immerhin hätten Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für ihr Kind. „Wir wollten uns mögliche Klagen ersparen.“

Außerdem wolle die Gemeinde allen Generationen gerecht werden, um in beiden Ortsteilen als Wohnort attraktiv zu bleiben, betonte der Bürgermeister. „Wenn wir Neubaugebiete in Seeburg und Bernshausen wollen“, so Bereszynski weiter, „dann müssen wir auch versuchen, die Kinderbetreuung sicherzustellen“. Bereszynski betont in dem Zusammenhang auch, dass der Bereich Kinderbetreuung mit Betriebs- und Personalkosten für die katholische Einrichtung schon jetzt „gut ein Drittel des Gemeindehaushalts ausmacht“. Das sei vielen gar nicht bewusst.

Platz für neue Kita-Gruppe mit 15 Kindern

Mit der jetzt geplanten Erweiterung wird also Platz für eine weitere Kita-Gruppe geschaffen. 15 Kinder sollen dort Platz finden. „Mehr geht derzeit nicht“, sagt Bereszynski und meint damit nicht nur die finanziellen Möglichkeiten, sondern auch die örtlichen Gegebenheiten beziehungsweise die Grundstücksgröße. Und den Aussagen von Verwaltungsmitarbeiterin Kerner zufolge zeichne sich jetzt schon ab, dass sich mit der Erweiterung der Gesamtbedarf nicht abdecken lassen werde. Es sei schon absehbar, dass es weitere Fehlplätze geben werde.

Ende vergangenen Jahres sei nun die Baugenehmigung für das Projekt erfolgt, berichtet Kerner. Und nach „guten Ausschreibungsergebnissen“ steht nun am 3. Juni der Spatenstich an. Der derzeit aus drei Gruppen bestehende Kindergarten hat drei Gebäudeflügel, die in südlicher Richtung liegen. Das Gebäude werde um einen weiteren Flügel in östlicher Richtung erweitert, erläutert Architekt und Bauleiter Holger Kwoczek vom gleichnamigen Büro in Breitenberg. Der Anbau im Bereich des Mehrzweckraums werde einen neuen Gruppenraum sowie einen kleinen Sozialraum, einen Waschraum samt behindertengerechtem WC und eine Garderobe erhalten. „Damit wäre hier auch eine I-Gruppe möglich“, sagt Kwoczek. Der östliche Anbau wird eine Gesamtfläche von rund 100 Quadratmetern haben.

Arbeiten auch im Innern und im Außenbereich

Ein weiterer Anbau ist in westlicher Richtung geplant. Dort soll ein Personalraum samt Abstellraum auf etwa 33 Quadratmetern Platz finden, erklärt der Architekt. Außerdem sind Umbauarbeiten im Innern notwendig. Im östlichen Gebäudeteil werden künftig die Kindergartenkinder untergebracht sein, im westlichen Teil finden dann zwei Krabbelgruppen Platz. Der bestehende Schlafraum wird um die Fläche des Büros der Kita-Leitung auf dann etwa 30 Quadratmeter erweitert.

Schließlich sei es auch erforderlich, dass der Außenbereich etwas umgestaltet und einige Spielgeräte versetzt werden. Auch sollen dabei die Bereiche der Kindergartenkinder und der Krabbelgruppe voneinander abgegrenzt werden, so Kowczek. Die Bauarbeiten werden während des laufenden Betriebs ausgeführt. Ende Oktober soll alles fertig sein.

Von Britta Eichner-Ramm

Aus alt mach neu: Derzeit werden abschnittsweise an der Bundesstraße 446 die alten Schutzplanken gegen neue ausgewechselt. Warum, erklärt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau in Goslar.

15.05.2019

Die Camper sind auf dem Vormarsch. Die Branche boomt in ganz Deutschland, 2018 wurde ein historischer Höchststand verzeichnet. Auch in Südniedersachsen steigen die Übernachtungszahlen seit Jahren.

16.05.2019

Das Naturschwimmbad am Seeburger See startet am Sonnabend, 18. Mai, in die Badesaison. Mit Ulrich Jung vom angrenzenden Bootsverleih hat ein neuer Pächter die Leitung übernommen.

16.05.2019