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Radolfshausen Theatergruppe Seulingen spielt Komödie
Die Region Radolfshausen Theatergruppe Seulingen spielt Komödie
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00:17 23.10.2018
Das Ehepaar Jäger, gespielt von Kerstin Robitzsch und Dieter Kopp, genießt die Ruhe vor dem Campingplatz.| Quelle: hs
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Seulingen

Als der Vorhang sich öffnete, blickten die Zuschauer auf die Kulisse eines Campingplatzes. Vor ihrem Campingwagen saßen das vermögende Ehepaar Doris (Kerstin Robitzsch) und Dieter Jäger (Dieter Kopp). Der Gatte las seiner Frau einen Zeitungsartikel vor, in dem von Diebstählen auf benachbarten Zeltplätzen die Rede war. Beide genossen die Ruhe auf dem Platz bis der rechthaberische Stänkerer und leidenschaftliche Biertrinker Klaus Muffel (Olaf Robitzsch) und seine ausgleichende, aber nicht auf den Mund gefallenen Ehefrau Erika (Doris Burchard) eintrafen.

Schwiegemutter im Schlepptau

Im Schlepptau hatten sie Erikas Mutter Martha (Roswitha Rudolph), die im Dauerstreit mit ihrem Schwiegersohn war. Beide lieferten sich immer wieder heftige Wortduelle. Welten prallten nicht nur im Verhalten aufeinander. Während bei den Jägers alles vom Feinsten war und Geld keine Rolle zu spielen schien, kamen die Muffels mit einem alten Zelt und einer „Dackelgarage“ für die Schwiegermutter an.

Die Theatergruppe der Kolpingsfamilie Seulingen spielt im örtlichen Bürgerhaus den Dreiakter “Endlich Ferien“ von Bernd Gombold. Das Publikum ist begeistert.

Rüpelhaftes Verhalten von Klaus rief Campingplatz-Nachbarin (Julia Kopp) auf den Plan. Die alleinerziehende Mutter und temperamentvolle Erziehungsberaterin wollte Klaus mit Sprechstein, Stuhlkreis und weiteren Therapieansätzen zu einem besseren Menschen bekehren.

Alarmanlage sorgt für Aufregung

Um gegen die vermeintliche Diebesbande gewappnet zu sein, rüsteten die Jägers mit einer Alarmanlage auf. Klaus sorgte für Lärm um nichts, als er die Technik das erste Mal auslöste. Vom Hunger getrieben wurde er bei seinen Nachbarn fündig und machte sich nichts ahnend über das Futter ihres Hundes her.

Auch bei den Jägers war die Welt nicht in Ordnung. Ihr großspuriger Sohn Benjamin (Hendrik Burchard), der einen Modellagenturbesitzer spielte, finanziell immer klamm war und Geld benötigte, erschien mit dem Nachwuchsmodell „Baby“ Jenny (Franziska Burchard), der er eine große Karriere versprochen hatte. Da die Eltern durch einen Anruf vorgewarnt waren, tauschten sie kurzerhand mit den Jägers die Verhältnisse und Behausung, der Sohn ging leer aus. Jenny wendete sich von ihm ab und dem angeblich reichen Klaus zu, während sich der Sohn und Erika näher kamen.

Und dann war da noch der unscheinbare Peter (Reinhard Jung), der meist in den unpassendsten Situationen auftauchte, um sich Lebensmittel wie Backpulver und Mehl oder Tolilettenpapier ausleihen wollte.

Beifall belohnt Laiendarsteller

Szenenapplaus und lang anhaltender, kräftiger Beifall belohnte die Laiendarsteller für ihre textsicheren und mimisch überzeugenden Auftritte. „Es ist super, wie das Publikum mitgeht“, zollte Olaf Robitzsch den Besuchern großen Dank.

Regisseur Hans-Günter Rudolph hatte zu Beginn daran erinnert, dass Theaterspielen in der Kolpingsfamilie als „einmalige Sache“ zur 100-Jahr-Feier gedacht gewesen sei. „Wir sind in der Folge von ganz vielen Leuten angesprochen worden, ob wir das nicht noch einmal machen können“, berichtete Rudolph dem Publikum. Daraus seien mittlerweile fünf Aufführungen entstanden. Übereinstimmungen mit real existierenden Personen seien dieses Mal nicht rein zufällig, sondern „voll beabsichtigt“ gewesen. Die Charaktere seien aber so belassen wurden, wie es der Textbeschreiber bedacht hatte.

Weitere Aufführungen gibt es am Sonnabend, 21. Oktober, um 20 Uhr und Sonntag, 22. Oktober, um 16 Uhr im Bürgerhaus.

Von Axel Artmann

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