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Radolfshausen Schüler setzen Protest gegen Klimawandel in Szene
Die Region Radolfshausen Schüler setzen Protest gegen Klimawandel in Szene
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17:37 12.01.2020
„Denkt mal drüber nach“: Schüler proben für ein Theaterstück zum Klimawandel. Quelle: Markus Hartwig
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Seulingen

„Durch den CO2-Ausstoß wird die Erde immer mehr erwärmt“, meint Emma. Und Siri ergänzt: „Durch die Erwärmung gibt es mehr Dürren und deshalb mehr Hungersnöte.“ Cleo und Luisa führen fort: „Genau! Und alle Kinder haben ein Recht auf ausreichend Nahrung. Und außerdem wird der Meeresspiegel steigen.“ Wir sind in der Aula der Grundschule Seulingen und erleben eine der letzten Proben zu „Denkt mal drüber nach“. Das Stück ist angelehnt an die freitäglichen Klima-Demonstrationen und hat eine Message: „Wir haben ein Recht zu demonstrieren!“. Eingebettet ist die Aufführung in das Theaterprojekt „Eine Bühne für Eure Rechte“ des Instituts für angewandte Kulturforschung (ifak). Die Vorstellung kommt am 2. Februar im Rahmen eines Theaterfestes im Jungen Theater auf die Bühne.

Kreative Beteiligung

Das Wissen um Kinder- und Menschenrechte auf die Bühne bringen – das ist das Ziel des Jugendtheaterprojekts, das vom Institut für angewandte Kulturforschung bereits zum zweiten Mal organisiert wird. Dabei geht es darum, Jugendliche über Menschenrechte und die Kinderrechtskonvention zu informieren sowie sich mit konkreten Lebensumständen in anderen Ländern und Kulturen auseinanderzusetzen. Das Projekt sei extra für Kinder und Jugendliche konzipiert worden, damit diese sich auch als direkt Betroffene kreativ am politischen Miteinander beteiligen und selbst aktiv Themen zu setzen können, sagt Projektleiterin Eva Söhngen. Dafür sei ein Theaterstück gut geeignet: „Wir haben es den Kindern freigestellt, wie sie ihre Vorstellungen zum Thema umsetzen.“

Und wie beim vorherigen Projekt in 2017/18 ist auch das Kinder- und Jugendbüro der Samtgemeinde Radolfshausen mit am Start. „Vor genau 30 Jahren wurde die UN-Kinderrechtskonvention angenommen. Da passt das Theaterprojekt doch gut“, meint Rainer Uthmann, Jugendreferent im Kinder-und Jugendbüro der Samtgemeinde, der das Projekt als lokaler Ansprechpartner organisiert hat. Das UN-Jubiläum hat das ifak nun zum Anlass genommen, sein Theaterprojekt zu wiederholen.

Ausstellung geplant

Vier Gruppen mit mehr als 50 Kindern und Jugendlichen aus Göttingen und Umgebung nehmen an diesem Theaterprojekt teil, das mit einem einwöchigen Sommercamp im August 2019 begonnen hat. Nachdem sich die Teilnehmer dort mit Kinder- und Menschenrechten beschäftigt, Themen ausgewählt und Szenen geschrieben haben, sind sie nun beinahe fertig mit den Proben.

Wenn das Stück „Denkt mal drüber nach“ Anfang Februar über die Bühne gegangen ist, soll im März ein Ausflug nach Berlin samt Besichtigung des Deutschen Bundestages folgen. Und weil das Projekt neben Göttingen auch in Hildesheim und Lüneburg umgesetzt wird, findet im April ein Treffen in Göttingen statt, bei dem alle Teilnehmer gemeinsam eine Ausstellung zum Thema erarbeiten.

„Meine Aufgabe ist es, die Kinder dabei zu unterstützen, die eigenen Ideen umzusetzen und darzustellen“, skizziert Theaterpädagogin Christina Moosauer-Abboud ihren Teil am Projekt. Neben einem Schuss Verantwortung für die Requisite gehöre zum Theaterspiel auch Gefühl für das Setting und Präsenz auf der Bühne, so Moosauer-Abboud, die mit Stimmtraining zum Gelingen beiträgt. Und mit welcher Motivation nehmen die Kinder am Theaterprojekt teil? Die elfjährige Ruth beispielsweise fühlt sich dadurch angespornt, dass sie etwas umsetzt, was die Menschen bewegt: „Klar werde ich nervös sein, vor Publikum zu spielen. Dem Selbstbewusstsein tut das auf jeden Fall gut.“

Kostenlose Aufführung im Jungen Theater

Das Stück „Denkt mal drüber nach“ wird am Sonntag, 2. Februar, von 16 bis 18.30 Uhr im Jungen Theater Göttingen, Bürgerstraße 15, aufgeführt. Der Eintritt ist frei, der Veranstalter empfiehlt jedoch, die kostenlosen Karten vorzubestellen, da die Anzahl begrenzt ist. Die Karten können bis zum 31. Januar reserviert und abgeholt werden beim Institut für angewandte Kulturforschung, Eva Söhngen, eva.soehngen@ifak-goettingen.de, sowie an der Theaterkasse des Jungen Theater Göttingen, Tel.: 0551/495015; kasse@junges-theater.de

Von Markus Hartwig

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