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Radolfshausen Stopp und Kritik an der Ortsumgehung Waake
Die Region Radolfshausen Stopp und Kritik an der Ortsumgehung Waake
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16:59 26.07.2018
Um die 180 Radfahrer fuhren bei der Tour de Natur von Göttingen nach Duderstadt. Quelle: hein
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Waake

Am morgendlichen Stau auf der B 27, sagte Jule-Viola von Cramon, Sprecherin des Göttinger Kreisverbandes der Grünen, habe sich durch die Waaker Ortsumgehung nichts geändert. Das Nadelöhr sei jetzt nicht die Ampel in Waake, sondern diejenige an der Knochenmühle. Außerdem sei die Umgehung doppelt so teuer geworden wie geplant – ein Anstieg von 11,8 auf 24 Millionen.

Trick mit Gefahrgut

Der Bau der Umgehung sei nur mit einem Trick durchgedrückt worden, sagte von Cramon. Die B 27 müsse als Umleitungsstrecke für Gefahrguttransporte auf der Autobahn 38 dienen, die den Heidkopftunnel nicht durchfahren dürften. Mit dieser Argumentation stufte der damalige Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) die B 27-Umgehung bei Waake als einziges Projekt per Exekutiventscheidung hochgestuft. Zuvor war die Umgehung im Bundesverkehrswegeplan von 2004 nur als „weiterer Bedarf“ vorgesehen. Für Projekte dieser Kategorie hätten keine Bundesmittel verwendet dürfen, wodurch die Waaker Umgehung nicht hätte realisiert werden können. Der im Jahr 2006 fertiggestellte Heidkopftunnel wurde jedoch 2012 für Gefahrguttransporte freigegeben – eine aus Sicht Von Cramons bereits damals absehbare Entwicklung.

Nur mit dem Gefahrgut-Trick sei dies möglich geworden, erklärte von Cramon. Ausgesprochen ärgerlich sei, dass die Umweltorganisation BUND damals ihre Klage gegen das Projekt zurückgezogen habe: Die Organisation habe sich mit der Zusage des Baus der Wildtierbrücke zwischen Roringen und Waake einseifen lassen. An dem dann realisierten Standort sei die Brücke jedoch nahezu nutzlos. Von Cramon: „Das waren 2,7 Millionen Euro für eine völlig verrückte Maßnahme.“

„Nicht weniger Verkehr“

Zudem nütze auch die Umgehung nicht sonderlich viel. In den Morgenstunden sei die Neubaustrecke manchmal derart voll, dass Autofahrer aus Waake, Bösinghausen oder Mackenrode gar nicht auf die B 27 auffahren könnten. „Insgesamt“, so von Cramon, „gibt es ja nicht weniger Verkehr.“

Nach dem Info-Stopp der Tour de Natur zur Waaker Ortsumgehung ging es weiter zum Brothof Waake und zur Mittagspause im Restaurant „Graf Isang“ in Seeburg. Am späten Nachmittag trafen sich die Radler zur Kundgebung vor dem Rathaus Duderstadt, bevor es abends Informationen zum lokalen Anbau von Eiweißpflanzen als Sojaersatz gab. Am Freitag macht sich der Zweirad-Tross auf den Weg ins 54 Kilometer entfernte Nordhausen – eine hügelige Etappe. Endstation ist am Sonnabend, 4. August, Leipzig.

Von Matthias Heinzel

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