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Radolfshausen Erst Aussicht, dann Ausfahrt ins Eichsfeld
Die Region Radolfshausen Erst Aussicht, dann Ausfahrt ins Eichsfeld
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00:19 30.04.2019
Volvo-Treffen 2019 erstmals auf der Seulinger Warte: Bea Nünemann in ihrem zum Campingfahrzeug umgebauten Leichenwagen. Quelle: Eichner-Ramm
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Seulingen

„Die Stimmung war gut, die neue Location kam an.“ Hans Töllner, der zusammen mit Matthias Broderius das dritte Volvo-Treffen in der Samtgemeinde Radolfshausen organisiert hatte – nach zweimal in Landolsfhausen nun erstmals auf der Seulinger Warte. Diesmal sollte es ein kleineres, familiäres Treffen werden. Und das war es. „Die Volvo-Gemeinschaft ist relativ klein und ein bisschen wie Familie“, sagte einer der Teilnehmer. Im Gegensatz zu Markentreffen anderer Autohersteller, gehe es hier nicht darum, mit dem besten oder schönsten Wagen Neid zu erzeugen.

Volvo fahren ist Understatement

Ganz im Gegenteil – beim Volvo gehe es eher um Understatement, meinte Alex Stoll, der am Sonnabend zum Volvo-Treffen auf die Seulinger Warte gekommen war. Das Image des Fahrzeugs made in Schweden habe sich in letzter Zeit gewandelt, so Stoll. „Früher war das ein klassischer Lehrer-Wagen“. Heute entdeckten auch Jüngere den Volvo als angesagtes, robustes, hochwertiges, langlebiges und sicheres Fahrzeug.

Die Teilnehmer des Volvo-Treffens haben zunächst auf der Seulinger Warte die Aussicht genossen und sind dann mit ihren Fahrzeuge gemütlich durch das Eichsfeld gerollt.

Auch Johann Gerlach lobte die schwedische Autoschmiede. Er war aus Dresden zum Volvo-Treffen angereist. Die Region, durch die die gemeinsame Eichsfeld-Ausfahrt am Sonnabend führte, kannte der ehemalige Göttinger. Begeistert bewunderte er einen Volvo-Oldtimer, der auf der Wiese neben seinem Volvo geparkt war. Der 240er GLT sei „perfekt“, stellte er fest und schaute sich die Karosse genauer an. Dabei fielen ihm unter anderem die Sitzbezüge und das rustikale Lenkrad ins Auge, ebenso die „einmalige Farbe“. Gerlachs Urteil über den ockerfarbenen Volvo: „Der Wagen ist in sehr gutem Zustand und hat Charme.“

Campen im Leichenwagen

Ein Hingucker mit ebenfalls ganz eigenem Charme war auch das Fahrzeug von Bea Nünemann. Die 37-Jährige lebt in Rosenheim, ihr Elternhaus ist in Gieboldehausen. Sie habe gerade erst ihren zum Camper umgebauten früheren Leichenwagen aus der Volvo-Schmiede an der Nordsee abgeholt, wo Tobias Cizmar den Wagen nach Nünemanns Wünschen und den Vorgaben des Tüv fertig gemacht hatte. Sie fahre ihren 49er-Volvo auch im Alltag, nutze ihn aber im Sommer auch regelmäßig zum Campen.

Der frühere Sargauszug dient heute als Tisch, anstelle der einst schwarzen Samtbehänge hat Nünemann an einer Gardinenleiste fröhlich-gelbe und rote Vorhänge angebracht. Der auffällige Wagen bietet darüber hinaus nicht nur Platz zum Schlafen auf einer Zwei-Meter-Matratze und allerlei Stauraum in Holzboxen, sondern sogar ein Klapprad hat Nünemann an Bord.

„Ich wollte immer schon mal einen Leichenwagen haben“, erzählte Nünemann. Sie erinnerte sich, dass in ihrer Familie immer Kombi gefahren wurde. „Ein Leichenwagen ist ein Kombi für Fortgeschrittene“, sagte sie und lachte. Ihr Volvo ist immerhin 5,43 Meter lang, Einparken eine Herausforderung und das Fahren aufgrund des langen Radstands „ein bisschen wie Busfahren“ , schilderte sie ihre Erfahrungen.

Von Britta Eichner-Ramm

Das Volvo-Treffen ist von Landolfshausen auf die Seulinger Warte umgezogen. Am Sonnabend, 27. April, treffen sich dort Liebhaber der schwedischen Automarke. Auch in diesem Jahr sollen Überschüsse für einen guten Zweck gespendet werden.

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