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Radolfshausen Weihnachtskonzert in der Kirche in Seulingen
Die Region Radolfshausen Weihnachtskonzert in der Kirche in Seulingen
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14:59 15.12.2018
Weihnachtskonzert des Männergesangverein von 1880 Seulingen Quelle: Rüdiger Franke
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Seulingen

Für einen stimmungsvollen Abend haben der Männergesangverein (MGV) von 1880 Seulingen und seine Gäste am Freitag in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Seulingen gesorgt. Für den emotionalen Höhepunkt des Konzerts sorgte der überraschende Auftritt des Sängers Niko Kahlen, der nach schwerer Krankheit erstmals nach drei Jahren wieder öffentlich sang.

Bilder vom Weihnachtskonzert:

Der Männergesangverein von 1880 Seulingen hat gemeinsam mit verschiedenen Gästen 1700 Euro beim weihnachtlichen Konzert in der Pfarrkirche Seulingen gesammelt.

15 000 Euro gesammelt

„Gott schätzt mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe“, zitierte Pfarrer Michael Kreye den indischen Dichter Ravindranath Thakur in seinem Grußwort zu Beginn des traditionellen weihnachtlichen Konzerts. „Das Konzert findet zum 21. Mal statt“, erzählte der Vorsitzende Olaf Robitzsch. Der heutige Ehrenchorleiter Godehard Gerlach habe es vor 24 Jahren aus der Taufe gehoben. „Insgesamt haben wir mehr als 15 000 Euro an Spenden sammeln können“, berichtete Robitzsch.

Orgelrenovierung und Frühförderung

Auch in diesem Jahr sammelten die Sänger Geld. „An Spenden sind rund 1700 Euro zusammengekommen“, teilte Robitzsch am Tag nach dem Konzert mit, „noch einmal 100 Euro mehr als im vergangenen Jahr. Das Geld sei zum einen für die Renovierung der Orgel bestimmt. „Die ist in die Jahre gekommen“, erläuterte der Vorsitzende den Besuchern. So sei zum Beispiel der Blasebalg schon mal mit Panzerband geklebt worden, damit die Luft nicht entweiche. Darüber hinaus wollen die Sänger die Frühförderung des Caritasverbandes Südniedersachsen unterstützen. „Eine wichtige Einrichtung, die Kindern mit Entwicklungsstörungen und Behinderungen dabei hilft, ihre vorhandenen Fähigkeiten bestmöglich einzusetzen und entwickeln.“

Mitwirkende

Vor der Begrüßung des Vorsitzenden hatte Organist Christian Stollberg die Gäste mit dem „Rondeau“ von Jean-Joseph Mouret begrüßt. „Zeige uns O Herr den Weg“ forderten der MGV mit Solist Ulrich Rahlfs. „Wo frohe Musik erklingt und man mit Freude singt ist Ihre Polizei mit Herz und Stimme dabei“ stellte sich der Polizeichor Göttingen selbst vor. Weitere Mitwirkende am Konzert waren das Orchester „Andantino“, welches das Publikum mit Stücken wie „Jingle Bells“, „White Christmas“ und „Winter Wonderland“ auf das bevorstehende Fest einstimmte. Ines Bodemeyer spielte auf der Querflöte die „Sarabande“ von Johann Sebastian Bach.

Weihnachtskonzert des Männergesangverein von 1880 Seulingen Quelle: Rüdiger Franke

Zufallsbekanntschaft auf dem Jakobsweg

Sopranistin Angela Irma Winter präsentierte gemeinsam mit dem Polizeichor Leonard Cohens „Hallelujah“ und sang solo das „Ave Maria“ und Händels „Vado Pupille“. Die Sängerin stammt aus dem fränkischen Helmbrechts und trat bereits zum dritten Mal in Seulingen auf. „Wie ich mit den Seulingern zusammengekommen bin, ist die schönste Geschichte überhaupt“, erzählte sie. Sie sei 2015 den Jakobsweg gegangen und habe dort zwei Männer getroffen. Man sei ins Gespräch gekommen. Sie vermutete, ihren Heimatort würde das Duo bestimmt nicht kennen. Doch Rudolf Wucherpfennig und Ulrich Rahlfs kannten Helmbrechts, denn sie gehören zu einer Gruppe Seulinger, die jedes Jahr ins benachbarte Marienweiher pilgern.

„Heute abend versuchen wir es“

Als Frank Bodemeyer, Leiter des MGV, des Polizeichores und von Andantino, Niko Kahlen nach vorn bat, erlebte das Konzert seinen emotionalen Höhepunkt. Kahlen hatte zuletzt bei den Weihnachtskonzerten 2015 in Seulingen und Hardegsen gesungen, als er einen schweren Schicksalsschlag erlitt. „Er kam irgendwann auf mich zu und sagte, wir können es ja mal wieder versuchen“, sagte Bodemeyer. „Und heute abend versuchen wir es.“ Kahlen sang mit Andrea Wunderlich, der zweiten Sopranistin des Abends, mit das Stück „Ave verum corpus“ von Karl Jenkins.

Niko Kahlen und Andrea Wunderlich Quelle: Rüdiger Franke

Musikalischer Höhepunkt

Den musikalischen Höhepunkt erlebte das Publikum als beide Chöre gemeinsam „Jerusalem“ erklingen ließen, unterstützt vom Orchester „Andantino“. Bass Otto Stitz übernahm den Sologesang. Die 58 Sänger hinter ihm sorgten für eine beeindruckende Wucht. Nach mehr als zwei Stunden Programm endete das Konzert mit dem gemeinsamen Singen des Schlussliedes „O du fröhliche“.

Von Rüdiger Franke

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